Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Zur Geltung des Gesetzlichkeitsprinzips im Allgemeinen Teil des Strafgesetzbuchs

  • Kartonierter Einband
  • 333 Seiten
(0) Erste Bewertung abgeben
Bewertungen
(0)
(0)
(0)
(0)
(0)
Alle Bewertungen ansehen
Das Gesetzlichkeitsprinzip bildet einen Grundpfeiler rechtsstaatlichen Strafens. Gleichwohl wird die Frage, ob und in welchem Umfa... Weiterlesen
20%
107.00 CHF 85.60
Auslieferung erfolgt in der Regel innert 3 bis 4 Werktagen.

Beschreibung

Das Gesetzlichkeitsprinzip bildet einen Grundpfeiler rechtsstaatlichen Strafens. Gleichwohl wird die Frage, ob und in welchem Umfang aus ihm nicht nur Anforderungen an die Formulierung und Anwendung der Tatbestände des BT, sondern auch der Regeln des AT erwachsen, bislang allenfalls kursorisch behandelt. Der Autor bündelt die Diskussion und führt diese weiter, indem er sie auf eine solide verfassungsrechtliche Basis stellt und die vom Bundesverfassungsgericht vorangetriebene Fortbildung der Verbürgungen des Nullum-crimen-Satzes fruchtbar macht.

Die Frage, ob bzw. inwieweit der Nullum-crimen-Satz nicht nur Anforderungen an die Tatbestände des BT, sondern auch an die Zurechnungs- und Vorrangregeln des AT stellt, liegt auf einer Schnittstelle von Strafrecht, allgemeiner Methodenlehre und Verfassungsrecht. Bislang ist sie allerdings unzureichend beantwortet. Normen wie 13 I StGB werfen im Hinblick auf ihre ausreichende gesetzliche Bestimmtheit nach wie vor Zweifel auf. Ebenso erscheint weiterhin unklar, wie bei solchen Normen die Überschreitung ihrer semantischen Grenzen und damit der Verstoß gegen das Analogieverbot festgestellt werden soll. Mit der vorliegenden Arbeit führt der Autor die Problematik einer verfassungsrechtlich abgesicherten und praxisgerechten Lösung zu. Im Wege einer präziseren Bestimmung des Gewährleistungsgehaltes von Art. 103 II GG begründet er, warum an die gesetzliche Bestimmtheit der Regelungen des AT nur abgeschwächte Anforderungen zu stellen sind. Gleichzeitig werden die Leistungen von Rechtsanwendung und Rechtslehre bei der hier notwendigen Präzisierung anerkannt, aber auch verstärkt in die Pflicht genommen.

Autorentext

Florian Alexander Kirsch studierte an der Universität des Saarlandes Rechtswissenschaften mit dem Schwerpunkt Deutsche und Internationale Strafrechtspflege, Wirtschafts- und Steuerstrafrecht. Im Juni 2011 absolvierte er dort seine Erste Juristische Prüfung. Anschließend promovierte er bei Professor Dr. Carl-Friedrich Stuckenberg, LL.M. (Harvard), an dessen Lehrstühlen in Saarbrücken und Bonn er bis September 2014 arbeitete. Die Dissertation wurde durch ein Promotionsstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert. Seit August 2013 ist er Referendar am OLG Saarbrücken.



Zusammenfassung
"Insgesamt gelingt es Kirsch, ein eher abstraktes Thema anhand unterschiedlicher Beispiele praktisch greifbar zu machen. Die Arbeit beschäftigt sich nicht allein mit dogmatischen Problemen, sondern zeigt auch für die Praxis relevante Probleme in diesem Themenkomplex auf. Sie zeigt dabei auf eindrucksvolle Weise das Zusammenspiel von Strafrecht und Verfassungsrecht, sowie das Verhältnis von Bestimmtheitsgebot und Analogieverbot auf. Aber auch unabhängig vom strafrechtlichen Bezug ermöglicht die Arbeit dem Leser ein tieferes Verständnis der Systematik des Art. 103 Abs. 2 GG." Nicolas Mohr, in: Neue Kriminalpolitik, 27. Jg., 3/2015

Inhalt

A. Einleitung Problemaufriss - Der Satz nullum crimen, nulla poena sine lege und seine Ausformungen im ;berblick - Verh;ltnis der Einzelverb;rgungen zueinander - Kritik am »strafrechtlichen Grundmodell« - Gang der Untersuchung B. Historische Entwicklung mit Blick auf die verfolgten Zwecke, internationaler ;berblick Historische Entwicklung des Gesetzlichkeitsprinzips unter Ber;cksichtigung des Verh;ltnisses zum Allgemeinen Teil - Grundgedanken und Zwecke des Gesetzlichkeitsprinzips i.d.F. des Art. 103 II GG - ;berblick ;ber die internationale Entwicklung und Verbreitung des Gesetzlichkeitsprinzips - Zusammenfassung der Ergebnisse des Kapitels C. Bisheriger Verlauf der Diskussion um die Geltung des Gesetzlichkeitsprinzips im Allgemeinen Teil anhand des Beispiels Analogieverbot Streitstand - Notwendigkeit eines Neuansatzes D. Begriffsbestimmung Allgemeiner Teil - Bestimmtheitsgebot - Analogieverbot E. Verfassungsrechtliche Natur und Struktur des Art. 103 II GG: Einbettung der AT-Problematik in die Verfassungsstruktur des Art. 103 II GG Verfassungsrechtliche Natur von Art. 103 II GG: Grundrecht, grundrechts;hnliches Recht oder Schranken-Schranke? - Verfassungsrechtliche Struktur des Art. 103 II GG und die »immanenten Grenzen« - Gew;hrleistungsgehalt des Art. 103 II GG bez;glich des Allgemeinen Teils F. Die Wirkungsweise von Art. 103 II GG im AT anhand von Beispielen Versuchte Beihilfe - Fahrl;ssige Mitt;terschaft - Actio libera in causa G. Zusammenfassung Literatur- und Sachwortverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Zur Geltung des Gesetzlichkeitsprinzips im Allgemeinen Teil des Strafgesetzbuchs
Untertitel: Dissertationsschrift
Autor:
EAN: 9783428144624
ISBN: 978-3-428-14462-4
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Öffentliches Recht
Anzahl Seiten: 333
Gewicht: 519g
Größe: H233mm x B156mm x T25mm
Veröffentlichung: 29.10.2014
Jahr: 2014
Auflage: 1. Auflage

Weitere Produkte aus der Reihe "Strafrechtliche Abhandlungen. Neue Folge"