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Marktmachtmissbrauch auf Ersatzteilmärkten im deutschen, europäischen und US-amerikanischen Markt

  • Kartonierter Einband
  • 584 Seiten
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Eva Berns hat an der Universität Siegen "Deutsches und Europäisches Wirtschaftsrecht" studiert und das Studium als Dipl... Weiterlesen
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Beschreibung

Autorentext

Eva Berns hat an der Universität Siegen "Deutsches und Europäisches Wirtschaftsrecht" studiert und das Studium als Diplom-Wirtschaftsjuristin abgeschlossen. Anschließend arbeitete sie an der Universität Siegen in Forschung und Lehre als Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht. Die Forschungsschwerpunkte lagen in den Bereichen Bürgerliches Recht, Europäische Zivilrechtsvereinheitlichung, Handelsrecht/Unternehmensrecht sowie vor allem in den Gebieten Immaterialgüterrecht und Wettbewerbsrecht, insbesondere im Kartellrecht. Die Promotion zum Dr. iur. erfolgte im Februar 2013.



Klappentext

In vielen Wirtschaftsbereichen sind Unternehmen, die insbesondere langlebige, komplexe Gebrauchsgüter anbieten, nicht nur auf dem Markt für dieses Produkt tätig, sondern sie bieten zudem passende Ersatz- und Verbrauchsteile, Zubehör und Wartungsleistungen an. Hersteller eines langlebigen Gutes versuchen dabei generell, ihre Kunden möglichst mit den eigenen "Originalersatzteilen" zu versorgen. Einige Hersteller setzen sogar von vornherein darauf, Gewinne nicht mit dem Gesamtprodukt, sondern primär mit den dafür notwendigen Ersatzteilen zu erzielen. Der Konsument kann in diesen Fällen ein günstiges Einstiegsprodukt erwerben, ist aber gezwungen, künftig nur noch Produkte dieses Anbieters zu kaufen, die zu hohen Preisen angeboten werden.Damit eine solche Strategie funktioniert, muss das Unternehmen auf dem Ersatzteilmarkt Wettbewerb ausschließen oder zumindest einschränken können. Die unterschiedlichen Strategien, mit denen Hersteller versuchen, den Ersatzteilmarkt zu kontrollieren, werden in dieser Arbeit hinsichtlich ihrer Vereinbarkeit mit dem kartellrechtlichen Missbrauchsverbot im deutschen und im europäischen Recht untersucht. Aufbauend auf einer Darstellung der wirtschaftlichen Grundlagen und der Feststellung wettbewerblicher Besonderheiten von Ersatzteilmärkten wird untersucht, inwieweit diese Besonderheiten die Marktabgrenzung beeinflussen. Um diese Frage zu beantworten, wird ein Evaluationsrahmen zur sachgerechten Marktabgrenzung und Marktmachtbestimmung auf Ersatzteilmärkten entwickelt. Zur Vorbereitung des Bewertungsrahmens wird zudem geklärt, ob ökonomische Ansätze zur Lösung der Problematik einen nützlichen Beitrag leisten. Zum anderen wird untersucht, wie die Fragestellung im Kartellrecht bisher behandelt wird. Im Anschluss werden die verschiedenen kartellrechtlich bedenklichen Verhaltensweisen einzeln daraufhin geprüft, ob sie einen Missbrauchstatbestand erfüllen



Inhalt

1. Teil: Einleitung A. Ausgangslage und Problemstellung B. Gegenstand und Gang der Untersuchung 2. Teil: Wirtschaftliche Grundlagen A. Entwicklung des Ersatzteilmarktes/Interessenkonflikte B. Heutige Marktsituation im Ersatzteilgewerbe C. Wettbewerbspolitische Einflussnahme auf den Ersatzteilmarkt D. Auf dem Ersatzteilmarkt eingesetzte Wettbewerbsinstrumente E. Wettbewerbliche Charakteristika von Ersatzteilmärkten F. Betriebswirtschaftliche Bewertung der Kundenbindung über Wechselkosten G. Zusammenfassende Bewertung 3. Teil: Ökonomische Bewertung A. Grundlagen B. Wohlfahrtsauswirkungen der Kontrolle von Ersatzteilmärkten 4. Teil: Entscheidungspraxis zur Marktmachtbestimmung A. US-amerikanische Rechtspraxis B. Europäische Rechtspraxis C. Rechtspraxis im deutschen Recht D. Zusammenfassung der einschlägigen Entscheidungspraxis 5. Teil: Evaluationsrahmen zur Marktabgrenzung A. Berücksichtigung von Reaktionsverbundenheiten B. Markenabhängige Marktabgrenzung C. Berücksichtigung bei der Marktabgrenzung oder der -beherrschung D. Berücksichtigung ökonomischer Theorien E. Maßgebende Bewertungskriterien F. Vergleich der Entscheidungspraxis mit dem Evaluationsrahmen 6. Teil: Missbräuchliche Verhaltensweisen auf Ersatzteilmärkten A. Immaterialgüterrechtliche Kontrolle von Ersatzteilmärkten B. Missbrauch durch technische Abschottung C. Missbrauch durch Vertriebsverbote D. Missbrauch durch Ausschließlichkeitsbindungen E. Missbrauch mittels der Originalersatzteilestrategie F. Missbrauch durch Lieferverweigerungen G. Missbrauch durch Kopplungsbindungen H. Missbrauch durch Rabattsysteme I. Missbrauch durch die Aufhebung von Ersatzteileeinheiten J. Missbrauch durch Garantien K. Missbrauch durch Vorratshaltungspflichten und Dispositionssysteme L. Missbräuchliche Einkaufsbedingungen der Primärhersteller M. Missbrauch durch Produktionseinstellungen N. Missbrauch durch die Verweigerung von Informationen O. Missbrauch durch das Verdrängen gewerblicher Schutzrechte P. Missbrauch durch die Berufung auf Sacheigentum Q. Preismissbrauch R. Missbrauch durch Produktinnovationen S. Missbrauch durch die Herstellung eines Lock-in-Effekts 7. Teil: Zusammenfassung

Produktinformationen

Titel: Marktmachtmissbrauch auf Ersatzteilmärkten im deutschen, europäischen und US-amerikanischen Markt
Autor:
EAN: 9783844102437
ISBN: 978-3-8441-0243-7
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Josef Eul Verlag GmbH
Genre: Handels- & Wirtschaftsrecht
Anzahl Seiten: 584
Gewicht: 836g
Größe: H210mm x B148mm x T35mm
Jahr: 2013