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Die differenzierten Welten der Frauenfreundschaften

  • Fester Einband
  • 262 Seiten
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Frauenfreundschaften gelten heute als das Ideal von Freundschaft. Doch wie gestaltet sich die konkrete Freundschaftsrealität? In u... Weiterlesen
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Beschreibung

Frauenfreundschaften gelten heute als das Ideal von Freundschaft. Doch wie gestaltet sich die konkrete Freundschaftsrealität? In unserer schnelllebigen Zeit scheint nicht mehr viel Zeit für Freundschaften im Alltag zu bleiben. Schon wird von der "Lebensabschnittsfreundin" gesprochen. Gleichzeitig gelten Freundschaften als bedeutsam für die Alltagsbewältigung in der individualisierten Gesellschaft. Sie helfen, sich an neue und sich verändernde Lebensumstände anzupassen. Zudem wird in Freundschaften die Möglichkeit gesehen, den erodierenden traditionellen Bindungen wie Ehe und Familie etwas entgegenzusetzen. Die Untersuchung mündet in der These einer Profanisierung von Freundschaft. Es wird der Frage nachgegangen, inwieweit die modernen sozialen Beziehungsformen überhaupt noch unter den Begriff Freundschaft subsumierbar sind bzw. wie das moderne Freundschaftsverständnis sich selbst begreift.

Diese Studie geht der Frage nach, welche Bedeutung und Funktion Frauenfreundschaften vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Anforderungen, wie sie sich aus der Arbeitswelt und der Individualisierung der Lebensführung ergeben, tatsächlich haben. Es werden moderne Entfaltungsformen von Frauenfreundschaften in unterschiedlichen Milieus untersucht. Dabei werden Freundschaften als Teil einer in der Sozial- und Arbeitswelt verwurzelten Lebenspraxis der Individuen konzipiert. Es zeigt sich, dass Grenzen und Möglichkeiten der Freundschaftsführung gesellschaftlich sehr ungleich verteilt sind und sozialstrukturelle Differenzierungen bis hinein in das "private" Phänomen der Freundschaft wirken. So wird fraglich, inwieweit die modernen sozialen Beziehungsformen überhaupt noch unter den Begriff Freundschaft subsumierbar sind.

Autorentext

Erika Alleweldt zuletzt Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrbereich Allgemeine Soziologie, Humboldt-Universität zu Berlin und Promovendin der Berlin Graduate School of Social Sciences. Forschungsschwerpunkte: Soziale Beziehungen; soziale Ungleichheit; soziologische Theorie.



Inhalt

Inhaltsübersicht
1. Problemstellung
2. Freundschaft
3. Gesellschaftliche Anforderungsstrukturen und Lebensführung
4. Ziele und Fragestellung
5. Methode
6. Lebenssituation
Bewegung und Weitläufigkeit der Lebenssphären: Die Lebenssituation der Journalistinnen Begrenzter Optionsradius und Lokalzentrierung: Die Lebenssitua-tion der Verkäuferinnen Entgrenzung von Erwerbs-arbeit
7. Lebensführung
8. Subjektive Konzepte von Freundschaft vor dem Hintergrund kultureller Freundschaftsdeutungen
9. Freundschaftspraxis
Nachrangigkeit von Freundschaft gegenüber Partnerschaften in Alltagsbelangen: Die Freundschaftspraxis der Journalistinnen Freundschaft als Lebenspraxis: Die Freundschaftsführung der Sozialarbeiterinnen Alltagsferne Unmittelbarkeit: Die Freundschaftspraxis der Verkäuferinnen Freundschaft als Organisations-herausforderung
10. Fragmentierte Erfahrungswelten
11. Profanisierung von Frauenfreundschaft

Produktinformationen

Titel: Die differenzierten Welten der Frauenfreundschaften
Untertitel: Eine Berliner Fallstudie
Autor:
EAN: 9783942393478
ISBN: 978-3-942393-47-8
Format: Fester Einband
Herausgeber: Velbrueck GmbH
Genre: Soziologie
Anzahl Seiten: 262
Gewicht: 481g
Größe: H228mm x B144mm x T27mm
Veröffentlichung: 12.06.2013
Jahr: 2013
Land: DE