

Beschreibung
Isaac Löwenstein (1791-1871) wurde im Oktober 1820 zum Militärdienst in der preußischen Armee einberufen. Im März 1821 wanderte er zur Bundesfestung Luxemburg. In seinem Tagebuch beschreibt er diesen Fußmarsch, seine Dienstzeit im preussischen Heer und die Rüc...Isaac Löwenstein (1791-1871) wurde im Oktober 1820 zum Militärdienst in der preußischen Armee einberufen. Im März 1821 wanderte er zur Bundesfestung Luxemburg. In seinem Tagebuch beschreibt er diesen Fußmarsch, seine Dienstzeit im preussischen Heer und die Rückreise nach Neuenkirchen im Oktober 1823. Das Dokument ist das faszinierende Zeugnis eines jungen jüdischen Mannes, der eine für ihn neue Welt entdeckt. Voller Neugier beschreibt er Land und Leute und den Alltag in der preußischen Armee. Das Tagebuch führt aber auch immer wieder zurück in seine Heimat: zu seiner Familie und zur jüdischen Gemeinde in Neuenkirchen.
Isaac Löwenstein (geboren 18.10.1791, gestorben 14.12.1871 in Neuenkirchen, heute Rietberg) wurde im Oktober 1820 zum Militärdienst in der preußischen Armee einberufen. Im März 1821 wanderte er mit anderen Rekruten 23 Tage von Bielefeld zur Bundesfestung Luxemburg. In seinem Tagebuch beschreibt er diesen Fußmarsch, seine Dienstzeit im preussischen Heer und die Rückreise nach Hause im Oktober 1823. Das von Nachfahren an das Leo Baeck Institut (New York) übergebene Dokument ist das faszinierende Zeugnis eines jungen jüdischen Mannes, der eine für ihn neue Welt entdeckt. Voller Neugier beschreibt er Land und Leute und den Alltag in der preußischen Armee. Das Tagebuch führt aber auch immer wieder zurück in seine Heimat: zu seiner Familie und zur jüdischen Gemeinde in Neuenkirchen. Die Herausgeber binden Löwensteins Tagebuch und seine späteren Notizbücher in die zeitgenössischen Entwicklungen und Diskussionen ein. Es geht um die Entfaltung der Persönlichkeit eines jungen Mannes und es geht um deutsch-jüdische Identitäten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. http://www.regionalgeschichte.de/detailview?no=1246
Autorentext
statt Herausgeber steht hier das gekürzte Inhaltsverzeichnis: Ralf Othengrafen: Vorwort 9 Marion Kant / Jonathan Steinberg: Einleitung 11 Marion Kant: Das Tagebuch 17 Juden in der preußischen Armee / Die Reise beginnt / Westfalen-Rheinland-Luxemburg / Die Familie / Die jüdischen Gemeinden / Bundesfestung Luxemburg / Jüdisch, Preußisch, Deutsch Isaac Löwenstein: Tagebuch 109 Von Bielefeld nach Soest / Von Soest bis Dortmund / Von Dortmund nach Köln / Von Mülheim nach Andernach / Von Andernach nach Hontheim / Von Hontheim nach Luxemburg / In der Bundesfestung / Rückmarsch Marion Kant: Die Notizbücher 195 Die Notizbücher / Die Sprache / Der Inhalt / Texte zu Isaac Löwenstein / Liturgisch-religiöse Texte / Freundschaft, Ehre und Liebe / Poetische Vorbilder / Frauen und Sexualität Isaac Löwenstein: Die Notizbücher I und II 273 Manfred Beine: Die Rietberger Familie Löwenstein im 19. und 20. Jahrhundert 333 Ruben Löwenstein und Selig Levi Porta / Simon Porta auf der Walz / Isaac Löwenstein / Michael Löwenstein / Das Ende der Synagogengemeinde Neuenkirchen / Stolpersteine Quellen- und Literaturverzeichnis 405 Ortsregister 423 / Personenregister 428
Klappentext
Im Oktober 1820 wurde Isaac Löwenstein (1791-1871) aus Neuenkirchen zum aktiven Militärdienst in der preußischen Armee einberufen, den er als einfacher Soldat in der Bundesfestung Luxemburg absolvierte. Auf mehr als hundert Seiten notierte Löwenstein in seinem Tagebuch, was ihm auf der Reise von Westfalen nach Luxemburg, während seines Aufenthaltes in der Bundesfestung und schließlich auf der Rückreise geschehen ist. Dieses Tagebuch eines jungen jüdischen Mannes erlaubt uns, einen Blick zurück in eine Welt zu werfen, die nicht im Mittelpunkt der Geschichtsbücher steht. Es gibt uns einen Eindruck von dem alltäglichen Leben in der preußischen Armee. Nur wenige solcher Tagebücher existieren überhaupt noch. Dass es sich zudem um die Aufzeichnungen eines jüdischen Rekruten handelt, macht es besonders außergewöhnlich. Wir begleiten den jungen Isaac Löwenstein auf seinem Fußmarsch von Neuenkirchen nach Luxemburg und wieder zurück, durch städtische Zentren wie Dortmund und Köln, durch die idyllischen Rhein- und Mosellandschaften, aber auch durch die bitterarme Eifel. Das Tagebuch führt uns in seinen Einträgen aber auch immer wieder zurück in den Heimatort Löwensteins, nach Neuenkirchen. Zu seiner Familie, zur jüdischen Gemeinde und zur jüdischen Schule, in der er so umfassend ausgebildet wurde.
Inhalt
Ralf Othengrafen: Vorwort • 9 Marion Kant / Jonathan Steinberg: Einleitung • 11 Marion Kant: Das Tagebuch • 17 Juden in der preußischen Armee / Die Reise beginnt / Westfalen-Rheinland-Luxemburg / Die Familie / Die jüdischen Gemeinden / Bundesfestung Luxemburg / Jüdisch, Preußisch, Deutsch Isaac Löwenstein: Tagebuch • 109 Von Bielefeld nach Soest / Von Soest bis Dortmund / Von Dortmund nach Köln / Von Mülheim nach Andernach / Von Andernach nach Hontheim / Von Hontheim nach Luxemburg / In der Bundesfestung / Rückmarsch Marion Kant: Die Notizbücher • 195 Die Notizbücher / Die Sprache / Der Inhalt / Texte zu Isaac Löwenstein / Liturgisch-religiöse Texte / Freundschaft, Ehre und Liebe / Poetische Vorbilder / Frauen und Sexualität Isaac Löwenstein: Die Notizbücher I und II • 273 Manfred Beine: Die Rietberger Familie Löwenstein im 19. und 20. Jahrhundert • 333 Ruben Löwenstein und Selig Levi Porta / Simon Porta auf der Walz / Isaac Löwenstein / Michael Löwenstein / Das Ende der Synagogengemeinde Neuenkirchen / Stolpersteine Quellen- und Literaturverzeichnis • 405 Ortsregister • 423 / Personenregister • 428