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Gewerbliche Prozessfinanzierung und Staatliche Prozesskostenhilfe

  • Fester Einband
  • 240 Seiten
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Das Insolvenzrecht gehört zu dem Kernbestand der Regelwerke, die das Vertrauen der Rechtsgenossen in eine Rechtsordnung sichern. E... Weiterlesen
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Beschreibung

Das Insolvenzrecht gehört zu dem Kernbestand der Regelwerke, die das Vertrauen der Rechtsgenossen in eine Rechtsordnung sichern. Es regelt die Bedingungen allseitiger Haftung eines Schuldners und steckt damit zugleich den Rahmen ab, innerhalb dessen die Gläubiger erwarten können, dass ihre Rechte in einer und durch eine Reorganisation und Sanierung des schuldnerischen Unternehmens gewahrt werden. Die faktische Wirkung des Insolvenzrechts endet nicht an nationalstaatlichen Grenzen. Das Insolvenzverfahren ist nach seinem Anspruch auf universelle Geltung angelegt. In fast allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union gilt heute als innerstaatliches Recht ein gemeinsames Recht grenzüberschreitender Insolvenzverfahren. Dieses gemeinsame europäische Recht strahlt auf die innerstaatlichen Reformbemühungen aus - es hat Einfluss auf die Insolvenzgesetzgebung. Die innerstaatlichen Gesetzgebungen werden zudem von UNCITRAL-Modellgesetzgebungen beeinflusst. Die wissenschaftliche Diskussion geht zusehends auf die damit ausgelösten Konvergenzbewegungen ein; die Praxis bedarf rechtsdogmatischer Aufklärung über die komplexer werdenden Regelungen des Insolvenzrechts und der Unterrichtung über die Strukturen und Problemstellungen ausländischer europäischer und außereuropäischer Insolvenzrechte, auch und gerade in ihrer Wechselwirkung mit dem deutschen Recht. Die Schriftenreihe der DZWIR ist ein Forum dieser Diskussionen. Sie wird in loser Folge monographische Untersuchungen zu Grundsatzfragen des deutschen, europäischen und internationalen Insolvenzrechts veröffentlichen. Damit leistet diese Schriftenreihe einen Beitrag ebenso zur rechtsdogmatischen Klärung von Streitfragen wie nicht minder zur Unterstützung der europäischen Integration der nationalstaatlichen Insolvenzrechte.

Ein Ziel der Neuregelungen der Insolvenzordnung war es, die Anfechtungsmöglichkeiten auszuweiten. Zugunsten der Gläubiger sollten im Rahmen der neuen Ordnungsfunktion des Insolvenzrechts vermehrt Ansprüche zur Masse gezogen werden, die von den Insolvenzverwaltern gerichtlich durchgesetzt werden müssen. Wegen unzulänglicher Massen sind die Insolvenzverwalter, wie auch bereits zu Zeiten der Konkursordnung, jedoch meist auf eine Fremdfinanzierung angewiesen: Entweder durch staatliche Prozesskostenhilfe oder mit Hilfe der Finanzierungsbereitschaft von Insolvenzgläubigern. Da beide Finanzierungsmöglichkeiten in der Praxis eher theoretischer Natur sind, blieb den Insolvenzverwaltern oftmals nur noch die Möglichkeit, das Klageverfahren auf eigene Kosten und eigenes Risiko zu führen und damit in unzulässiger Weise privates Vermögen mit dem Insolvenzverfahren zu verbinden. Seit der Jahrtausendwende haben sich nun gewerbliche Prozessfinanzierer auf dem Markt etabliert und stellen für Insolvenzverwalter eine sinnvolle Finanzierungsalternative dar. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Problemen, die sich im Zusammenspiel des Insolvenzverwalters mit der gewerblichen Prozessfinanzierung und der staatlichen Prozesskostenhilfe ergeben. Sie soll all denjenigen Verfahrensbeteiligten eine sinnvolle Hilfe sein, die in der täglichen Praxis mit den aufgezeigten Problemen konfrontiert werden.

Autorentext

Dirk Böttger, Grafrath.



Inhalt

Teil A.Einleitung

Teil B.Verhältnis zwischen gewerblicher Prozessfinanzierung und staatlicher Prozesskostenhilfe I.Gewerbliche Prozessfinanzierung II.Staatliches PKH-Verfahren III.Ergebnis

Teil C.Vorrangige Inanspruchnahme gewerblicher Prozessfinanzierung zur Vermeidung von Haftungsrisiken I.Summarische Prüfung der Erfolgsaussichten eines PKH-Antrages unter Einbeziehung der Massegläubiger II.Beschluss Gläubigerversammlung § 160 InsO III.Befragung der Großgläubiger IV.Im Zweifel "engagementloser" PKH-Antrag V.Prozessfinanzierung im vorläufigen Verfahren VI.Haftungsrisiken des Insolvenzverwalters bei vorrangiger Inanspruchnahme von Prozessfinanzierung VII.Haftungsrisiken des Insolvenzverwalters bei unterlassener Inanspruchnahme von Prozessfinanzierung VIII.Praktischer Hinweis bei erfolgloser Finanzierungsanfrage und versagter Prozesskostenhilfe IX.Ergebnis

Teil D.Rechtspositionen des Prozessfinanzierers und des Insolvenzverwalters nach Vertragsschluss I.Vertraglich eingeräumte Sicherungsrechte II.Eingeschränkte Kostenübernahmeklauseln III.Sonstige vertragliche Vereinbarungen IV.Vertragliche Mitbestimmungs- und Druckklauseln V.Ergebnis

Teil E.Zusammenfassung der gesamten Arbeit

Anhang 1 Dienstleistungen des gewerblichen Prozessfinanzierers für den Insolvenzverwalter - Vereinbarkeit mit dem neuen Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) I.Problemstellung II.Rechtsberatungsgesetz (RBerG) III.Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG-E) IV.Ergebnis

Anhang 2 Der Prozessfinanzierungsvertrag unter Betrachtung der Vorschriften der §§ 305 bis 310 BGB I.Problemstellung II.Anwendbarkeit der §§ 305 bis 310 BGB III.Ergebnis

Anhang 3 Unveröffentlichte Gerichtsentscheidungen

Produktinformationen

Titel: Gewerbliche Prozessfinanzierung und Staatliche Prozesskostenhilfe
Untertitel: Am Beispiel der Prozessführung durch Insolvenzverwalter
Autor:
EAN: 9783899494693
ISBN: 978-3-89949-469-3
Format: Fester Einband
Herausgeber: De Gruyter
Genre: Handels- & Wirtschaftsrecht
Anzahl Seiten: 240
Gewicht: 535g
Größe: H239mm x B161mm x T18mm
Jahr: 2008

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