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Die Schweiz verkaufen

  • Fester Einband
  • 320 Seiten
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Die Reise in die Schweiz, eine mit der veränderten Naturempfindung im 18. Jahrhundert aufkommende Attraktion, wurde mit dem Ausbau... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Reise in die Schweiz, eine mit der veränderten Naturempfindung im 18. Jahrhundert aufkommende Attraktion, wurde mit dem Ausbau der Verkehrsmittel und -wege seit dem 19. Jahrhundert zum touristischen Massenphänomen. In welcher Weise wurden die einheimischen Künstler vom Zustrom der Fremden beeinflusst? Übernahmen sie deren Sichtweise, setzten sie kritische Akzente oder verhielten sie sich gleichgültig? Sahen sie sich als Promotoren des Tourismus oder warnten sie vor seinen schädlichen Einflüssen? Wie veränderte der Fremdenverkehr die Produktions- und Rezeptionsweise der Künste?Einige der im vorliegenden Band versammelten Beiträge sind Überblicksdarstellungen, andere gehen diesen Fragen anhand ausgewählter Beispiele aus Literatur, bildender Kunst und Musik nach. Analysiert werden Werke und Texte unterschiedlicher ästhetischer Höhenlage, in denen die Auseinandersetzung mit dem modernen Tourismus und dem von ihm bewirkten Kulturwandel eine zentrale Stelle einnimmt. So wird beispielsweise plausibel gemacht, dass die nach 1800 neu geschaffene Schweizer Folklore von Hirten und Sennen, die sich in Wettkämpfen messen, über malerisch posierende Alphornbläser bis hin zu Volkslieder vortragenden Chören nicht nur das Ergebnis der Besinnung auf das Eigene, sondern von Anfang an auch Aushängeschild für die fremden Gäste war.

Autorentext
Dominik Müller, geb. 1954, lehrt Neuere deutsche Literatur an der Universität Genf. Er ist Mitherausgeber der historisch-kritischen Gottfried Keller-Ausgabe und Präsident der Schweizerischen Schillerstiftung. Rémy Charbon war bis 2010 Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Genf. Wichtigste Arbeitsgebiete: Schweizer Literatur seit dem 16. Jahrhundert, Literatur der DDR, Wechselbeziehungen zwischen Literatur und Geschichte.

Inhalt
Dominik Müller: Tourismuswerbung und Tourismuskritik in Literatur und Kunst aus der Schweiz. Eine SkizzeJanine Schiller: Spielräume Reise durch die SchweizKlaus Pezold: Johann Gottfried Ebels Beitrag zur literarischen und touristischen Erschliessung der SchweizRémy Charbon: ´Autochthonen und Touristen´. Reflexe der touristischen Expansion 18001914 in der zeitgenössischen Deutschschweizer LiteraturElsbeth Pulver: Berichterstatter, Aussenseiter und Gegenfigur des Tourismus. Josef Viktor Widmann, 18421911Corinna Jäger-Trees: Berge und Menschen neu gelesen. Heinrich Federers sanftes TourismuskonzeptMarzena Górecka: ´Die Einbetonierung der Bergnatur´ versus ´das grossße Ur´. Die Kritik der Technokratisierung im Werk Meinrad InglinsKatharine Weder: Das Matterhorn (trivial)literarischAndreas Solbach: Prüfung und Erlösung. Der Berg als medicina mentisGonçalo Vilas-Boas: Annemarie Schwarzenbachs Was nicht im Baedeker stehtUlrich Weber: Verfolgung und Paranoia im Touristenland. Ulrich Bechers Roman MurmeljagdClà Riatsch: Tourismus und Touristen in der bündnerromanischen LiteraturAnnetta Ganzoni: Zwischen romanischer Dichtung und Tourismuswerbung. Der Kulturvermittler Andri PeerIrène Minder-Jeanneret: ´The singing was exquisite´. Musik und Tourismus in der Schweiz im frühen 19. JahrhundertMatthias Fischer: Von der Schynigen Platte. Ein Beitrag Ferdinand Hodlers zum (touristischen) Bild der Schweiz

Produktinformationen

Titel: Die Schweiz verkaufen
Untertitel: Wechselverhältnisse zwischen Tourismus, Literatur und Künsten seit 1800
Editor:
EAN: 9783034010108
ISBN: 978-3-0340-1010-8
Format: Fester Einband
Herausgeber: Chronos
Genre: Deutschsprachige Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 320
Gewicht: 622g
Größe: H231mm x B165mm x T28mm
Jahr: 2010
Auflage: 03.2010

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