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Das sogenannte Rechtsgefühl

  • Kartonierter Einband
  • 340 Seiten
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Vor zwei Jahren, im Januar 1982, veröffentlichte mein Freund und Kollege Man fred Rehbinder in der "Juristenzeitung" ein... Weiterlesen
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Beschreibung

Vor zwei Jahren, im Januar 1982, veröffentlichte mein Freund und Kollege Man fred Rehbinder in der "Juristenzeitung" einen Aufsatz, worin er einige "Fragen an die Nachbarwissenschaften zum sog. Rechtsgefühl" stelltel . Er verband hiermit zwar einige Hinweise, wie er sich die Beantwortung seiner Fragen denke, ließ aber im wesentlichen den Leser im Ungewissen und daher in der Meinung, daß seine Fra gen ernst gestellt und durchaus nicht nur der rhetorischen Absicht entsprungen seien, einige eigene Patentrezepte zu ihrer Beantwortung aus nachbarlichen Landen frisch auf dem Tisch des Juristen landen zu lassen. Da auch ich mich gleichzeitig mit Problemen des Rechtsgefühls herumschlug und dabei weder in der philosophi schen noch in der psychologischen Literatur glaubte hinreichend Unterstützung zu finden, wandte ich mich an Herrn Rehbinder und fragte ihn, auch meinerseits nicht nur rhetorisch, ob wir die von ihm aufgeworfenen Fragen sowie einige der meinen nicht einmal den exakten Wissenschaftlern vorlegen sollten, um hierauf endlich einmal exakte Antworten zu erhalten, auf denen wir dann aufbauen und unsere juristischen Bauwerke errichten könnten, welche bereits die Mitwelt und erst recht natürlich die Nachwelt zu ungeteilter Bewunderung hinreißen würden. Es war, nehme ich an, diese Zukunftsvision, die Herrn Rehbinder veranlaßte, mei nem Plan zuzustimmen. Und da wir mit dieser Zukunftsvision auch das Interesse des ZiF-Direktoriums weckten, waren die Grundlagen für die Grundlegung einer neuen Jurisprudenz geschaffen, die heute von hier aus ihren Ausgang nehmen soll und sicherlich auch wird.

Autorentext
Ernst-Joachim Lampe, Professor Dr. jur. (geb. 1933), hat seit 1971 einen Lehrstuhl für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Bielefeld inne.

Klappentext

Vor zwei Jahren, im Januar 1982, veröffentlichte mein Freund und Kollege Man­ fred Rehbinder in der "Juristenzeitung" einen Aufsatz, worin er einige "Fragen an die Nachbarwissenschaften zum sog. Rechtsgefühl" stelltel . Er verband hiermit zwar einige Hinweise, wie er sich die Beantwortung seiner Fragen denke, ließ aber im wesentlichen den Leser im Ungewissen und daher in der Meinung, daß seine Fra­ gen ernst gestellt und durchaus nicht nur der rhetorischen Absicht entsprungen seien, einige eigene Patentrezepte zu ihrer Beantwortung aus nachbarlichen Landen frisch auf dem Tisch des Juristen landen zu lassen. Da auch ich mich gleichzeitig mit Problemen des Rechtsgefühls herumschlug und dabei weder in der philosophi­ schen noch in der psychologischen Literatur glaubte hinreichend Unterstützung zu finden, wandte ich mich an Herrn Rehbinder und fragte ihn, auch meinerseits nicht nur rhetorisch, ob wir die von ihm aufgeworfenen Fragen sowie einige der meinen nicht einmal den exakten Wissenschaftlern vorlegen sollten, um hierauf endlich einmal exakte Antworten zu erhalten, auf denen wir dann aufbauen und unsere juristischen Bauwerke errichten könnten, welche bereits die Mitwelt und erst recht natürlich die Nachwelt zu ungeteilter Bewunderung hinreißen würden. Es war, nehme ich an, diese Zukunftsvision, die Herrn Rehbinder veranlaßte, mei­ nem Plan zuzustimmen. Und da wir mit dieser Zukunftsvision auch das Interesse des ZiF-Direktoriums weckten, waren die Grundlagen für die Grundlegung einer neuen Jurisprudenz geschaffen, die heute von hier aus ihren Ausgang nehmen soll und sicherlich auch wird.



Inhalt

Rechtsgefühl und Rechtsgewissen.- Rechtsgefühl und Legitimität der Rechtsordnung.- Rechtsgefühl, Schuldgefühl, Vergeltungs- und Sühnebedürfnis.- Zu möglichen Vorformen des menschlichen Rechtsgefühls bei höheren Tieren.- Das "Rechtsgefühl" aus entwicklungspsychologischer Perspektive.- Rechtsgefühl und juristische Kognition.- Rechtsgefühl und materiale Wertethik.- Rechtsgefühl und Ordnungsbedürfnis.- Rechtsgefühl als Gemeinschaftsgefühl.- Rechtsgefühl, Verrechtlichung und Wandel des Rechts.- Rechtsgefühl und Rechtsgeltung.- Die Stützung von strafrechtlichen Normen und Sanktionen durch das Rechtsgefühl. Ein kognitionszentrierter Ansatz.- Rechtsgefühl und Perzeption des Strafrechts bei delinquenten und nicht delinquenten Jugendlichen und Heranwachsenden.- Zur Bedeutung von Rechtsgefühl und Sanktionen für die Konformität des Verhaltens gegenüber neuen Normen. Das Beispiel der Gurtanlegepflicht.- Die Übersteigerungen des Rechtsgefühls.- Rechtsgefühl und soziale Lage.- Rechtsgefühl und sozialpsychologische Theorien interpersonaler Gerechtigkeit.- Sinn für Gerechtigkeit in der Masse.- Abschließende Bemerkungen.- Junichi Murakami: Wie unterscheidet sich das japanische Rechtsbewußtsein vom westlichen?.- Teilnehmer und Autoren.- Stichwortverzeichnis.

Produktinformationen

Titel: Das sogenannte Rechtsgefühl
Editor:
EAN: 9783531117201
ISBN: 978-3-531-11720-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 340
Gewicht: 486g
Größe: H200mm x B250mm x T25mm
Jahr: 1985
Auflage: 1985