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Erfüllungszwang im Kaufrecht

  • Kartonierter Einband
  • 529 Seiten
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Bei der Rechtsvereinheitlichung wird der Erfüllungszwang kontrovers diskutiert. Während vielerorts Verträge "in natura" ... Weiterlesen
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Beschreibung

Bei der Rechtsvereinheitlichung wird der Erfüllungszwang kontrovers diskutiert. Während vielerorts Verträge "in natura" durchsetzbar sind, sieht insbesondere das Common Law grundsätzlich keinen Erfüllungs-, sondern nur einen Schadensersatzanspruch vor. Ausgehend von einer rechtsgeschichtlichen und -vergleichenden Untersuchung würdigt die Arbeit ethische, moralische, soziologische und ökonomische Positionen zum Erfüllungszwang und führt sie in einem eigenen Regelungsvorschlag zusammen.

An der Frage, ob vertragliche Ansprüche gegen unwillige Schuldner "in natura" durchsetzbar sein sollten oder der Gläubiger sich letztlich mit Schadensersatz begnügen muss, scheiden sich die Geister und die Rechtskreise. Bei der Vereinheitlichung des Vertragsrechts ist der Erfüllungszwang daher ein kritischer Punkt. Nach einem einführenden rechtsgeschichtlichen Abriss stellt die Arbeit die konträren Positionen des heutigen Civil Law (grundsätzlich Erfüllungszwang) und des Common Law (grundsätzlich nur Schadensersatz) gegenüber. Der weitere Rechtsvergleich umfasst ausgewählte Rechtsordnungen, Einheitsrechte und Vereinheitlichungsvorschläge. Den Hauptteil bildet eine Abwägung verschiedener Positionen unter Berücksichtigung des Wesens und der Funktion von Verträgen. Die kritische Würdigung der ethischen, moralischen, soziologischen und ökonomischen Traditions- und Argumentationslinien mündet in einem eigenen Regelungsvorschlag zum Erfüllungszwang in einem vereinheitlichten Vertragsrecht.

Autorentext

Bernhard Freund ist Informatiker, Rechtsanwalt, Fachanwalt für IT-Recht und Sachverständiger für IT-Produkte in Hamburg. Er studierte Naturwissenschaftliche Informatik und Rechtswissenschaft in Bielefeld als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Einer wissenschaftlichen Mitarbeit bei Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke (Zivilrecht, Rechtsvergleichung) folgte eine wissenschaftliche Tätigkeit für die EU-Kommission an der Universität Turin. Als Stipendiat des DAAD absolvierte Bernhard Freund ein LL.M.-Studium an der Victoria University of Wellington. Er erwarb den Master of Computer Science an der Fernuniversität in Hagen mit dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz und promovierte an der Universität Osnabrück. Nach einer Tätigkeit als Referent beim Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit arbeitete er drei Jahre in der IT-Rechtsabteilung einer internationalen Großkanzlei. Seitdem ist er selbständiger Rechtsanwalt für Datenschutz und IT-Recht, als Sachverständiger für IT-Produkte (rechtlich/technisch) anerkannt und beim Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein tätig.



Inhalt

Einleitung Fragestellung - Gegenstand und Ziel der Untersuchung - Methodik und Gang der Untersuchung 1. Geschichte Frühes Altertum - Religiöse Rechtsordnungen - Entwicklung der kontinentaleuropäischen Rechte - Common Law - Ergebnisse 2. Rechtsvergleich Civil Law - Common Law - Andere Rechte im Überblick - Ergebnisse 3. Vereinheitlichung Das Bedürfnis nach Vereinheitlichung - Vereinheitlichungsvorschläge - Zwischen- und überstaatliche Rechte - Ergebnisse 4. Abwägung zwischen den Modellen der Bindung an den Vertrag Vorfragen für die Suche nach der richtigen Sanktion - Wesen und Funktion von Verträgen - Wertquellen für das Vertragsrecht - Hauptlinien der neueren Diskussion - Ergebnisse Eigener Vorschlag und Ausblick Literaturverzeichnis, Fallregister, Sach- und Personenregister

Produktinformationen

Titel: Erfüllungszwang im Kaufrecht
Untertitel: Geschichte - Vergleich - Vereinheitlichung
Autor:
EAN: 9783428144754
ISBN: 978-3-428-14475-4
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Zivilprozessrecht
Anzahl Seiten: 529
Gewicht: 809g
Größe: H233mm x B159mm x T32mm
Veröffentlichung: 01.07.2015
Jahr: 2015
Auflage: 1. Auflage

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