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Die Idealkonkurrenz als Mißverständnis

  • Kartonierter Einband
  • 502 Seiten
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Bernd Lang fragt nach der Entstehung der im StGB normierten Konkurrenzen, insbesondere der extrem unterschiedlichen Rechtsfolgenre... Weiterlesen
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Beschreibung

Bernd Lang fragt nach der Entstehung der im StGB normierten Konkurrenzen, insbesondere der extrem unterschiedlichen Rechtsfolgenregelung. In Rechtsprechung und Literatur gibt es für diese Unterscheidung nur Verlegenheitserklärungen, ganz überwiegend wird sie in der Literatur als nicht sachgerecht, teilweise als willkürlich angesehen.

Im Mittelpunkt dieser dogmengeschichtlichen Arbeit steht der Entwicklungsverlauf in der Literatur des ausgehenden 18. und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Um die bei den begrifflichen Festlegungen und dogmatischen Herleitungen aufgetretenen Mißverständnisse, Fehldeutungen und schlicht falschen Annahmen belegen zu können und dem Leser eine kritische Lektüre der vorgenommenen Systematisierungsversuche zu ermöglichen, wurden sowohl bzgl. der Literaturanalyse als auch der Untersuchung der im 19. Jahrhundert erfolgten Gesetzgebungsverfahren größtenteils die Originaltexte wörtlich wiedergegeben.

Quelle späterer Mißverständnisse und der Auslöser für die heutige Unterscheidung war die dogmatische und sprachliche Vermischung von Gesetzeskonkurrenz mit Idealkonkurrenz. So wurde der Begriff der Idealkonkurrenz ursprünglich als Bezeichnung für die bis dahin namenlose Gesetzeskonkurrenz verwandt. Die Vermischung beider Institute wurde in der Literatur erst nach dem für die Kodifikationen wesentlichen Zeitraum, also zu spät, klar aufgezeigt. Hinzu kam die Überschneidung mit Fragen des Prozess-, Vollstreckungs- und Strafzumessungsrechts sowie handwerkliche Fehler und sachfremde Erwägungen in den relevanten Gesetzgebungsverfahren, wodurch die in der Literatur und den meisten Partikularrechten angeglichene Behandlung nicht berücksichtigt wurde.

Aus dem historischen Kontext ist deshalb keine tragfähige Grundlage für die heutige Konkurrenzregelung zu gewinnen. Im Gegenteil, dieser legt eine Abschaffung der stark unterschiedlichen Rechtsfolgenbehandlung nahe.

Inhalt
Aus dem Inhalt:
Einleitung - 1. Teil: Ausgangslage zum Ende des 18. Jahrhunderts: Einführung in den historischen Hintergrund - Stand der Konkurrenzlehre bis 1794 - 2. Teil: Entwicklung in Lehre und Literatur von 1790 bis 1838 - Abgrenzungsschwerpunkt: Idealkonkurrenz und Gesetzeskonkurrenz: Einleitung - Untersuchung der verschiedenen Meinungsgruppen - Zusammenfassung: Entwicklung in Lehre und Literatur von 1790 bis 1838 - 3. Teil: Kodifikationsgeschichte: Einleitung - Ausgangslage der territorialen Gesetzgebungen - Das bayerische Strafgesetzbuch von 1813 - Das preußische Strafgesetzbuch von 1851 - Die Partikulargesetzgebungen und Bundesrecht im Überblick - Zusammenfassung: Kodifikationsgeschichte - Fazit zum 3. Teil (Kodifikationsgeschichte) - Fazit - Anhang - Literaturverzeichnis - Namens- und Sachverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Die Idealkonkurrenz als Mißverständnis
Untertitel: Zur Entwicklung der Konkurrenzen im 19. Jahrhundert
Autor:
EAN: 9783428122523
ISBN: 978-3-428-12252-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Strafrecht
Anzahl Seiten: 502
Gewicht: 658g
Größe: H232mm x B156mm x T27mm
Jahr: 2008
Auflage: 1. Auflage

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