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Barbara Mettler-Meibom Breitbandtechnologie

  • Kartonierter Einband
  • 568 Seiten
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Beschreibung

Diese Arbeit ist von dem Wissen bestimmt, daß es bei techno logischen Innovationen nicht nur die Frage gibt, wie etwas eingeführt wird, sondern auch, ob man es einführen solle. Eine solche ob-Frage stellte und stellt sich auch heute bei der Breitbandtechnologie, und zwar sowohl in ihrer Variante als Kupferkoaxialkabelnetz für die Verteilung von Hörfunk und Fernsehen wie auch als Glasfasernetz für die Einfühung einer umfassenden Breitbandkommunikation. Beide Arten von neuen Fernmeldeinfrastrukturen werden vor aussichtlich so hohe soziale Kosten verursachen, daß man sie in dieser Form als sozial nicht vernünftig ablehnen sollte; überdies sind sie weder technisch noch ökonomisch zwingend. Eine solche Einschätzung bedarf der Begründung. Diese Studie liefert dazu einen Beitrag. Darüber hinaus geht sie der Frage nach, warum gegenwärtig wenig Evidenz dafür zu erken nen ist, daß eine umfassende Breitbandverkabelung (in beiden Varianten) zu verhindern ist. Dabei beschäftigt sie sich insbesondere mit der Frage, ob die Sozialwissenschaften einen Beitrag leisten können, um zu einer sozialverträgli cheren Netzpolitik zu gelangen. IIZweifellos ist für alles, was sich lohnt, ein Preis zu zahlen: um die Technologie in eine neue Richtung zu lenken, so daß sie dem Menschen dient, statt ihn zu zer stören, muß man in erster Linie seine Vorstellungskraft anstrengen und frei von 1I Furcht sein. IIEin hochentwickeltes Verkehrs- und Kommu nikationswesen hat eine ungeheuer mächtige 1I Wirkung: es entwurzelt die Menschen.

Klappentext

Diese Arbeit ist von dem Wissen bestimmt, daß es bei techno­ logischen Innovationen nicht nur die Frage gibt, wie etwas eingeführt wird, sondern auch, ob man es einführen solle. Eine solche ob-Frage stellte und stellt sich auch heute bei der Breitbandtechnologie, und zwar sowohl in ihrer Variante als Kupferkoaxialkabelnetz für die Verteilung von Hörfunk und Fernsehen wie auch als Glasfasernetz für die Einfühung einer umfassenden Breitbandkommunikation. Beide Arten von neuen Fernmeldeinfrastrukturen werden vor­ aussichtlich so hohe soziale Kosten verursachen, daß man sie in dieser Form als sozial nicht vernünftig ablehnen sollte; überdies sind sie weder technisch noch ökonomisch zwingend. Eine solche Einschätzung bedarf der Begründung. Diese Studie liefert dazu einen Beitrag. Darüber hinaus geht sie der Frage nach, warum gegenwärtig wenig Evidenz dafür zu erken­ nen ist, daß eine umfassende Breitbandverkabelung (in beiden Varianten) zu verhindern ist. Dabei beschäftigt sie sich insbesondere mit der Frage, ob die Sozialwissenschaften einen Beitrag leisten können, um zu einer sozialverträgli­ cheren Netzpolitik zu gelangen. IIZweifellos ist für alles, was sich lohnt, ein Preis zu zahlen: um die Technologie in eine neue Richtung zu lenken, so daß sie dem Menschen dient, statt ihn zu zer­ stören, muß man in erster Linie seine Vorstellungskraft anstrengen und frei von 1I Furcht sein. IIEin hochentwickeltes Verkehrs- und Kommu­ nikationswesen hat eine ungeheuer mächtige 1I Wirkung: es entwurzelt die Menschen.



Inhalt

A: Einordnung der Breitbandtechnologie in Die Technikentwicklung.- I Technik - Soziale Folgen - Sozialwissenschaften.- 1. Technik und Wachstum oder: Zyklen der Versorgung und Entsorgng.- 1.1 Der Zyklus von Versorgung und Entsorgung in westlichen Industriegesellschaften.- 1.2 Großtechnologien, superindustrielle Gesellschaft und der Zyklus von Versorgung und Entsorgung.- 2. Die politische Diskussion über Technik und Wachstum und die Rolle der Sozialwissenschaften.- 2.1 Grenzen des Wachstums, steuerbare Technik und Sozialwissenschaften.- 2.2 Technischer Fortschritt und Wachstum als Sachzwang und Sozialwissenschaften.- 2.3 Technikkritik, alternative Technik, Expertokratiekritik und soziale Praxis.- 3. Die Unterdrückung sozialer Vernunft im Prozeß der Technisierung und Industrialisierung.- 3.1 Kritik der instrumentellen Vernunft oder der Versuch der Wiederherstellung eines ganzheitlichen Vernunftbegriffs.- 3.2 Soziale Vernunft als unterdrückter Teil der Vernunft.- 4. Breitbandtechnologie und die Chancen sozialer Vernunft zur Verhinderung von Entsorgungsbedarf.- 4.1 Soziale Vernunft als Aufgabe der Sozialwissenschaften. Präzisierung der Fragestellung und Aufbau der Untersuchung.- 4.2 Foren für die Diskussion über eine auch sozial vernünftige Technologiepolitik: Offizielle Beratungskommissionen und Foren inoffizieller Politikberatung.- 4.3 Der interessengeleitete Umgang mit sozialer Vernunft und die Handlungsrationalität des industriellen Anbietersystems.- II Versuch Einer Erweiterten Bestimmung Sozialer Vernunft Angesichts Breitbandtechnologie, Informatisierung und Mediatisierung.- 1. Breitbandtechnologie und Breitbandkommunikation. Technische Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten.- 1.1 Technische Fortschritte bei Datenverarbeitung, Fernmelde-, Satelliten- und Bürotechnik.- 1.2 Unterschied zwischen Breitbandverteilnetzen (Kupferkoaxialkabeln) und Breit-bandvermittlungsnetzen (Glasfaserkabeln).- 2. Entstehung der Breitbandtechnologie aus der Logik der Versorgungsökonomie.- 2.1 Innovationskonkurrenz und die Parallelität von Maschinen- und Netzentwicklung.- 2.2 Verkehrsnetze als Instrumente der Penetration, Integration und Hierarchi-sierung.- 2.2.1 Verkehrsnetze in der Internationalen Arbeitsteilung.- 2.2.2 Internationalisierung der Distribution der Ware Nachricht.- 2.2.3 Internationalisierung der Produktion und des Kapitals.- 2.2.4 Dezentralisierung und Kontrolle von Arbeit.- 2.2.5 Netztechnische innerbetriebliche Organisation und Kontrolle von Arbeit.- 2.3 Über die besondere Qualität der Maschinenentwicklung: Die Technisierung von Information und Informationsverarbeitung.- 3. Änderung der Rahmenbedingungen für Erfahrung und kommunikative Kompetenz angesichts von Breitbandtechnologie, Informatisierung und Mediatisierung.- 3.1 Erfahrung und kommunikative Kompetenz als Elemente sozialer Vernunft.- 3.1 Erfahrung und kommunikative Kompetenz als Elemente sozialer Vernunft.- 3.2 Ansatzpunkte für eine Verletzung sozialer Vernunft.- 3.2.1 Künstliche Nachbarschaften.- 3.2.2 Entsinnlichung und Entmaterialisierung.- 3.2.3 Technik als Medium der Verständigung.- 3.2.4 Entzug von Zeit.- 3.2.5 Kontrolle.- 3.2.6 Entzug von Sinn.- 3.3 Elemente sozialer Vernunft angesichts Breitbandtechnologie, Informatisierung und Mediatisierung.- 3.3.1 Netztechniche Optionen.- 3.3.2 Erfahrung und kommunikative Kompetenz als Gestaltungsprinzipien.- B Phasen der Durchsetzung der Breitbandtechnologie in der Bundesrepublik Deutschland Oder: Der Interessengeleitete Umgang mit Sozialer Vernunft.- III Zweiweg-Kabelfernsehen als Übergangstechnologie auf dem Weg zur Breitbandkommunikation? oder: Der Gescheiterte Erste Versuch zur Durchsetzung der Breitbandtechnologie mit Hilfe der KtK (1974-1976).- 1. Industriepolitischer Entstehungszusammenhang der Forderung nach Breitbandtechnologie Anfang der 70er Jahre.- 1.1 "Gaps in technology" und Innovationskonkurrenz im Bereich der IuK-Techno-logien zwischen USA, Japan und der Bundesrepublik Deutschland.- 1.2 Die Diskussion über Teleinformatik auf der Ebene der OECD Anfang der 70er Jahre.- 1.3 Das US-amerikanische Konzept: Wired City als Zweiweg-Kabelfernsehen.- 1.4 Das japanische Konzept: Audiovisuelle Kommunikationssysteme für den Alltags -bedarf.- 1.5 Aufgreifen der internationalen Diskussion in der Bundesrepublik Deutschland. Das Konzept der KtK.- 2. Ablehnung der Breitbandtechnologie durch die KtK als Ausdruck der Interessenkonstellation Mitte der 70er Jahre.- 2.1 Arbeitsweise der KtK und Interessenlage der einflußreichsten Akteure.- 2.2 Die Netzfrage: Breitbandnetze und Breitbanddienste - ja oder nein?.- 2.3 Politikberatung für die KtK oder: Die Sozialwissenschaften zwischen fehlender Identität und interessengeleiteter Verwendung.- 2.4 Anwälte einer sozial vernünftigen Technologiepolitik in der KtK; Interessenvertreter versus Sozialwissenschaften.- IV VerÄnderte Interessenkonstellation und VerÄndertes Wissen Oder: Der Abbau der Durchsetzungsbarrieren bei Fortschreitendem Wissen Über die Sozialen Kosten der Breitbandtechnologie.- 1. Technologiepolitische Wende bei der Deutschen Bundespost und Fernmeldeindustrie seit 1979.- 1.1 Die DBP als Promoter einer technischökonomischen Handlungsrationalität.- 1.2 Grundzüge der Technologiepolitik der DBP seit 1979: Digitalisierung, Netzintegration und Übergang zur Glasfaser.- 2. Medienpolitik im Sog von Parteipolitik und technischen Entwicklungen oder: Die Fortsetzung der Diskussion um eine Kupferkoaxialverkabelung.- 2.1 Kabelfernsehen und Verkabelung in der Diskussion von SPD und CDU/CSU auf Bundes- und Länderebene.- 2.2 Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zwischen Strategien der Verhinderung und der Anpassung an das Kabelfernsehen.- 3. Wissenszuwachs bei den Sozialwissenschaften oder: Die Sozialwissenschaften zwischen Verwendungstauglichkeit und Entzauberung der Technik.- 3.1 Die Beschäftigung der Sozialwissenschaften mit dem massenmedialen Anwendungsgebiet der Breitbandtechnologie.- 3.2 Die Beschäftigung der Sozialwissenschaften mit der Breitbandtechnologie im Anwendungsfeld Individualkommunikation.- 4. Legitimierung der Breitbandtechnologie im Namen technisch-ökonomischer Rationalität in der Enquete-Kommission 'Neue Informations-und Kommunikationstechniken' EKIK (1981-1983).- 4.1 Befürwortung der Breitbandverkabelung im Namen von Industrie- oder Medienpolitik.- 4.2 Die Ausblendung der Frage nach der sozialen Vernunft.- 4.3 Über die Chancen zu sozialer Vernunft angesichts fortschreitender Innovation und Implementation.- 5. Formierung von Betroffeneninteressen außerhalb institutionalisierter Prozesse der politischen Meinungs- und Willensbildung.- 5.1 Legitimitätsdefizit der Problemverarbeitung im Politisch-Administrativen system.- 5.2 Experten ohne Auftrag und soziale Praxis als Kritik der IuK-Technologien und der offiziellen Telekommunikationspolitik.- 5.3 Expertenwissen, Erfahrungswissen und soziale Praxis.- Zusammenfassung.- V Chancen und Restriktionen Sozialer Vernunft in Technologiepolitischen Entscheidungsprozessen.- 1. Über die Notwendigkeit sozialer Vernunft bei technologiepolitischen Entscheidungen.- 1.1 Unterentwicklung sozialer Vernunft und ihre Klassifizierung als unwissenschaftlich.- 1.2 Verwendungsbarrieren für soziale Vernunft und Chancen für deren Einbringung.- 1.3 Zur ordnungspolitischen Dimension 4.- 2. Erweisen sich die Sozialwissenschaften als Vertreter sozialer Vernunft?.- 2.1 Abhängigkeit der Sozialwissenschaften von Versorgungs- und Entsorgungszyklen oder: Segmentierung und Verwendungstauglichkeit von Wissen.- 2.2 Wissenschaftsimmanente Barrieren gegen soziale Vernunft.- 1. Abkürzungen A.- 2. Bibliographie B.- 3. Interviews I.- 4. Lexikon L.- 5. Übersichten Ü.

Produktinformationen

Titel: Barbara Mettler-Meibom Breitbandtechnologie
Untertitel: Über die Chancen sozialer Vernunft in technologiepolitischen Entscheidungsprozessen
Autor:
EAN: 9783531117829
ISBN: 978-3-531-11782-9
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Genre: Sozialwissenschaften allgemein
Anzahl Seiten: 568
Gewicht: 850g
Größe: H235mm x B155mm x T30mm
Jahr: 1986
Auflage: 1986

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