Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Von Sprache, Überzeugung und Universität

  • Kartonierter Einband
  • 25 Seiten
(0) Erste Bewertung abgeben
Bewertungen
(0)
(0)
(0)
(0)
(0)
Alle Bewertungen ansehen
In seiner ersten Rektoratsrede geht es dem Ägyptologen Antonio Loprieno im weitesten Sinne um Sprachregister: wann welche Au... Weiterlesen
20%
13.00 CHF 10.40
Auslieferung erfolgt in der Regel innert 2 bis 3 Wochen.

Beschreibung

Klappentext

In seiner ersten Rektoratsrede geht es dem Ägyptologen Antonio Loprieno im weitesten Sinne um Sprachregister: wann welche Ausformung von Sprache angemessen ist und zum gewünschten Kommunikationserfolg führt. Loprieno spricht von der Wirkung des produktiven Spracheinsatzes und schlägt dabei den Bogen zwischen dem Alten Ägypten und heute. Wie verhalten sich Wissen und Glauben zueinander oder eben Glauben und Verstehen? Für Hans Weder ist dies die Grundfrage nicht nur der modernen Theologie, sondern auch der Milliarden Menschen, die gegenwärtig ihre Religion praktizieren. Besonders brisant wird sie, wenn es um das Verständnis der uns umgebenden Wirklichkeit geht: Ist sie als Welt Gegenstand meines Wissens, oder ist sie als Schöpfung im Glauben anzunehmen? Im vorliegenden Band geht Weder dieser Frage nach.



Zusammenfassung
In seiner ersten Rektoratsrede geht es dem Ägyptologen Antonio Loprieno im weitesten Sinne um Sprachregister: wann welche Ausformung von Sprache angemessen ist und zum gewünschten Kommunikationserfolg führt. Loprieno spricht von der Wirkung des produktiven Spracheinsatzes und schlägt dabei den Bogen zwischen dem Ägypten der Mittleren Bronzezeit und heute. Warum sich Iiemjatib um 1880 v.Chr. in einem Brief an seinen Vorgesetzten ganz bestimmter Merkmale der sprachlichen Etikette bedient und warum es etwa sinnvoll ist, dass Bundesräte im parlamentarischen Alltag Hochdeutsch, in der Fernsehsendung Arena aber Dialekt sprechen. Die kulturell brisante altägyptische Debatte um den Gebrauch des bestimmten Artikels im Brief von Iiemjatib vergegenwärtigt eine Frage, der nicht nur im alten Ägypten, sondern auch in vielen anderen Kulturen, etwa in unserer deutschschweizerischen Gesellschaft, grosse Relevanz zukommt: es ist die Frage der Diglossie. Eine Situation der Diglossie entsteht, wenn zwei Varianten der gleichen Sprache in mehr oder weniger geregelter Konkurrenz zueinander stehen. In der deutschsprachigen Schweiz sind dies die Schriftsprache und Mundart. Das primäre Anliegen, das den Gebrauch von Sprache regelt, definiert sich - so lautet Loprienos These - aus einem Geflecht von individuellem Bedürfnis nach Auszeichnung (Distinktion), und medial beziehungsweise sozial geregelten Kommunikationsstrukturen. Die Schnittstelle zwischen dem Pol der Kommunikation und dem Pol der Distinktion bildet die situationsbedingte Überzeugungsabsicht. Bestimmt wird die Gewichtung von Kommunikation und Distinktion durch soziale Konventionen sowie durch die Regeln des Diskurses, in dem Sprache eingesetzt wird. Konventionen und Diskurse sind kulturspezifisch, ihr gemeinsamer Einfluss auf Sprache hingegen ein menschliches Universal.

Produktinformationen

Titel: Von Sprache, Überzeugung und Universität
Untertitel: Rektoratsrede, gehalten an der Jahresfeier der Universität Basel am 24. November 2006
Autor:
EAN: 9783796522727
ISBN: 978-3-7965-2272-7
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: schwabe
Genre: Deutschsprachige Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 25
Gewicht: 80g
Größe: H205mm x B155mm
Jahr: 2006
Auflage: 1., Aufl.

Bewertungen

Gesamtübersicht

Meine Bewertung

Bewerten Sie diesen Artikel


Zuletzt angesehen
Verlauf löschen