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Schillerrezeption in Dänemark

  • Kartonierter Einband
  • 344 Seiten
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Die vorliegende Studie untersucht erstmalig zusammenhängend die Rezeption von Schillers Schriften in Dänemark. Bereits ab 1793 wur... Weiterlesen
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Beschreibung

Die vorliegende Studie untersucht erstmalig zusammenhängend die Rezeption von Schillers Schriften in Dänemark. Bereits ab 1793 wurde der deutsche Dichter vom dänischen Erbprinzen Friedrich Christian von Schleswig-Sonderburg Augustenburg großzügig finanziell gefördert. Daraufhin widmete Schiller dem Erbprinzen die ,Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen', die in Dänemark jedoch kaum auf Resonanz stießen und deren dänische Übersetzung erst 1970 erfolgte. Während Schiller zunächst als Weltbürger für seine kosmopolitische Gesinnung verehrt wurde, verengte sich die Rezeption zunehmend zu einer, in der er ausschließlich als deutscher Nationaldichter wahrgenommen wurde. Hierbei erweist sich die Vereinnahmung durch den dänischen Nationalromantiker Adam Oehlenschläger als ausgesprochen folgenreich. In seiner Vorlesung von 1812/13 unterzieht Oehlenschläger Schillers Dramen einer nationalromantischen Deutung, die seine klassischen Positionen weitgehend vernachlässigt. Diese Sicht hat schließlich auch Rahbeks, Heibergs und Brandes' Perspektive auf Schillers Werk nachhaltig geprägt. Die Arbeit weist nach, in welchem Maße Schillers Dichtung im Spannungsfeld von klassisch-romantischer Literaturtheorie in Dänemark verortet wird. Darüber hinaus geht es um die Vermittlungswege, denen Schillers Schriften im 19. Jahrhundert unterlagen. Da Schiller in Dänemark hauptsächlich als Dramenautor aufgenommen wurde, wird die Bühnengeschichte seiner Dramen am ,Königlichen Theater' in Kopenhagen ausführlich nachgezeichnet.

Autorentext

Antje Helbing studierte Skandinavistik, Philosophie und Kulturanthropologie/Volkskunde in Bonn und Aarhus. Im Jahr 2007 legte sie Magisterexamen im Fach Skandinavistik ab, die Promotion erfolgte 2013. Seit 2008 arbeitet sie am Skandinavischen Seminar in Göttingen als Wissenschaftliche Mitarbeiterin.



Klappentext

Die vorliegende Studie untersucht erstmalig zusammenhängend die Rezeption von Schillers Schriften in Dänemark. Bereits ab 1793 wurde der deutsche Dichter vom dänischen Erbprinzen Friedrich Christian von Schleswig-Sonderburg Augustenburg großzügig finanziell gefördert. Daraufhin widmete Schiller dem Erbprinzen die ,Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen', die in Dänemark jedoch kaum auf Resonanz stießen und deren dänische Übersetzung erst 1970 erfolgte. Während Schiller zunächst als Weltbürger für seine kosmopolitische Gesinnung verehrt wurde, verengte sich die Rezeption zunehmend zu einer, in der er ausschließlich als deutscher Nationaldichter wahrgenommen wurde. Hierbei erweist sich die Vereinnahmung durch den dänischen Nationalromantiker Adam Oehlenschläger als ausgesprochen folgenreich. In seiner Vorlesung von 1812/13 unterzieht Oehlenschläger Schillers Dramen einer nationalromantischen Deutung, die seine klassischen Positionen weitgehend vernachlässigt. Diese Sicht hat schließlich auch Rahbeks, Heibergs und Brandes' Perspektive auf Schillers Werk nachhaltig geprägt. Die Arbeit weist nach, in welchem Maße Schillers Dichtung im Spannungsfeld von klassisch-romantischer Literaturtheorie in Dänemark verortet wird. Darüber hinaus geht es um die Vermittlungswege, denen Schillers Schriften im 19. Jahrhundert unterlagen. Da Schiller in Dänemark hauptsächlich als Dramenautor aufgenommen wurde, wird die Bühnengeschichte seiner Dramen am ,Königlichen Theater' in Kopenhagen ausführlich nachgezeichnet.

Produktinformationen

Titel: Schillerrezeption in Dänemark
Untertitel: Epistemata Literaturwissenschaft 809
Autor:
EAN: 9783826054358
ISBN: 978-3-8260-5435-8
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Königshausen & Neumann
Genre: Allgemeine und vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 344
Gewicht: 528g
Größe: H233mm x B154mm x T38mm
Veröffentlichung: 02.09.2016
Jahr: 2016