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Fremd im eigenen Land?

  • Kartonierter Einband
  • 148 Seiten
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Die Besonderheit des Buches besteht in der originellen Perspektive beider Autoren, die sich über Jahrzehnte im gegenseitigen Austa... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Besonderheit des Buches besteht in der originellen Perspektive beider Autoren, die sich über Jahrzehnte im gegenseitigen Austausch entwickeln konnte.

Annette Simon und Jan Faktor sie ostdeutsche Psychoanalytikerin, er in Ostdeutschland lebender tschechischer Schriftsteller , befinden sich nicht nur seit ihrer Jugend in ständigem geistigen Austausch und sind nicht nur seit mehr als zwanzig Jahren verheiratet: sie schreiben auch beide. In ihren in diesem Band vereinten Vorträgen und Essays reflektieren sie von verschiedenen Seiten die politischen und gesellschaftlichen Konflikte ihrer unmittelbaren Vergangenheit. Viele dieser emotional stark besetzten Erlebnisse bedeuteten auch Brüche in ihren vertrauten Wirkungskreisen und brachten immer wieder die Beschäftigung mit dem "Fremdsein" in ihr Leben. Jan Faktor zog 1978 in die DDR in ein fremdes Land, dessen Untergrundkultur ihm dann plötzlich nicht geahnte, aber auch fragwürdige Freiräume bot. Er wurde mit der anderen Kultur und als Schriftsteller mit der deutschen Sprache konfrontiert. Nach der deutschen Vereinigung mußte er sich mit der Stasi-Vergangenheit einiger seiner Mitstreiter auseinandersetzen und auch mit dem westdeutschen Kulturbetrieb. Annette Simon erlebte mit der Okkupation der CSSR eine politische Entfremdung von ihren früheren sozialistischen Idealen und von ihrem vermeintlichen Aufgehobensein innerhalb der DDR. Kritisch analysiert sie in ihren Texten das Weiterbestehen solcher Entfremdungsgefühle sowohl bei ehemaligen Oppositionellen, als auch bei ehemaligen Befürwortern der DDR im deutschen Vereinigungsprozeß. Vor allem aber reflektiert sie ihren beruflichen Werdegang als Psychotherapeutin und erhellt dabei die Hintergründe des Psychotherapiealltags in der DDR.

Autorentext

Annette Simon arbeitete von 1975 bis 1991 in einer psychiatrischen Klinik in Ostberlin. Seit 1992 ist sie niedergelassen in freier Praxis, seit 1996 als Psychoanalytikerin. Die Autorin ist Lehranalytikerin der Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse und Psychotherapie Berlin (APB). Stand: 09.2014



Klappentext

Helden wie wir ... Annette Simon und Jan Faktor versuchen die politischen und gesellschaftlichen Konflikte ihrer ostdeutschen bzw. osteuropäischen Vergangenheit zu reflektieren und zu analysieren. Ausgehend von den unterschiedlichen Erfahrungen mit dem Prager Frühling 1968 setzen sie sich mit den Verhältnissen in der DDR auseinander. Auch heute, nach der Vereinigung Deutschlands, versuchen sie sich politisch und intellektuell klar zu positionieren. Annette Simon im Psychosozial-Verlag: Versuch, mir und anderen die ostdeutsche Moral zu erklären (2. Aufl. 1996) Annette Simon und Jan Faktor - sie ostdeutsche Psychoanalytikerin, er in Ostdeutschland lebender tschechischer Schriftsteller -, befinden sich nicht nur seit ihrer Jugend in ständigem geistigen Austausch und sind nicht nur seit mehr als zwanzig Jahren verheiratet: sie schreiben auch beide. In ihren in diesem Band vereinten Vorträgen und Essays reflektieren sie von verschiedenen Seiten die politischen und gesellschaftlichen Konflikte ihrer unmittelbaren Vergangenheit. Viele dieser emotional stark besetzten Erlebnisse bedeuteten auch Brüche in ihren vertrauten Wirkungskreisen und brachten immer wieder die Beschäftigung mit dem "Fremdsein" in ihr Leben. Jan Faktor zog 1978 in die DDR - in ein fremdes Land, dessen Untergrundkultur ihm dann plötzlich nicht geahnte, aber auch fragwürdige Freiräume bot. Er wurde mit der anderen Kultur und als Schriftsteller mit der deutschen Sprache konfrontiert. Nach der deutschen Vereinigung mußte er sich mit der Stasi-Vergangenheit einiger seiner Mitstreiter auseinandersetzen - und auch mit dem westdeutschen Kulturbetrieb. Annette Simon erlebte mit der Okkupation der CSSR eine politische Entfremdung von ihren früheren sozialistischen Idealen und von ihrem vermeintlichen Aufgehobensein innerhalb der DDR. Kritisch analysiert sie in ihren Texten das Weiterbestehen solcher Entfremdungsgefühle sowohl bei ehemaligen Oppositionellen, als auch bei ehemaligen Befürwortern der DDR im deutschen Vereinigungsprozeß. Vor allem aber reflektiert sie ihren beruflichen Werdegang als Psychotherapeutin und erhellt dabei die Hintergründe des Psychotherapiealltags in der DDR. Annette Simon, 1975-91 Psychotherapeutin in Ost-Berlin; 1989 im "Neuen Forum" aktiv. Seit 92 in freier Praxis tätig, seit 96 als Psychoanalytikerin. Lehranalytikerin. Mehrere Vorträge und Veröffentlichungen zu den psychosozialen Prozessen der deutschen Vereinigung. Jan Faktor, freischaffender tschechischer Schriftsteller; seit 1978 in der DDR als Kindergärtner, Schlosser, Übersetzer und in der inoffiziellen Literaturszene engagiert.



Inhalt

Inhalt Annette Simon: Vor den Vätern sterben die Söhne? Jan Faktor: Meine ganz privaten Ansichten zu Prag 1968 Jan Faktor: Die DDR-Linken und die tschechische Opposition Jan Faktor: Abspaltungsprozesse unter den jungen DDR-Intellektuellen von 1968 bis 1989 Jan Faktor: Rockmusik und Religiosität im tschechischen Underground Annette Simon: Fremd im eigenen Land? Jan Faktor: Notizen zu meiner Zweisprachigkeit Annette Simon: Von der Selbstaktualisierung zum Unbewußten Annette Simon: Kein geschützter Raum Jan Faktor: Wieviel Engagement verträgt die Kunst Annette Simon: Die innere Einheit - Wunschbild oder Zerrbild?

Produktinformationen

Titel: Fremd im eigenen Land?
Autor:
EAN: 9783898060042
ISBN: 978-3-89806-004-2
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Psychosozial-Verlag
Genre: Politikwissenschaft
Anzahl Seiten: 148
Gewicht: 210g
Größe: H209mm x B149mm x T12mm
Jahr: 2000
Auflage: 2. A.

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