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Chancen sozialorientierter Technikgestaltung

  • Kartonierter Einband
  • 320 Seiten
Kaum eine Technik wird in ihren Potentialen, Wirkungen und ihrer qualitativen Gestaltbarkeit so unterschiedlich eingeschiitzt wie... Weiterlesen
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Beschreibung

Klappentext

Kaum eine Technik wird in ihren Potentialen, Wirkungen und ihrer qualitativen Gestaltbarkeit so unterschiedlich eingeschiitzt wie computerbasierte Informations­ technik. Mit dem vor allem wirtschaftspolitisch motivierten Postulat der Informa­ tionsgesellschaft verbinden Befiirworter die Sicherung der intemationalen Konkur­ renzfahigkeit, Rationalisierung aufwendiger Arbeitsprozesse, gro6ere Flexibilitat im betrieblichen Handeln, die ErschlieBung von Informationen als Ware, Plan- und Steuerbarkeit okonomischer und sozialer Entwicklungen. Demgegeniiber warnen Kritiker vor sozialen und politischen Kosten der Technik wie technikinduzierte Mas­ senarbeitslosigkeit, Uberwachungsstaat, sinnentleerte Arbeit, Verooung menschli­ cher Kommunikation, AushOhlung von Selbstbestimmung, dem "glasemen" Mitar­ beiter und BUrger und einer Durchdringung aller Lebensbereiche mit dem Prinzip technisch-okonomischer Effizienz. Ausdruck dieser Positionen sind einerseits der massive und zum Teil gemeinsame Ausbau informationstechnischer Infrastrukturen durch Staat und Privatwirtschaft, andererseits Protestaktionen gegen die Technikan­ wendung vom Druckerstreik bis zum Volkszahlungsboykott Die kritische wissenschaftliche, gewerkschaftliche und offentliche Auseinander­ setzung mit Technikfolgen hat bewirkt, daB Forderungen nach einer sozial sinn­ vollen Technikgestaltung mittlerweile auch in regierungs-und parteipolitischen Kon­ zepten unterschiedlichster Provenienz befiirwortet werden -Begriffe wie soziale Be­ herrschbarkeit, Sozialvertriiglichkeit, Sozialorientierung werden dabei allerdings oft nur als Schlagworte eingesetzt, urn fiir ungebremste Technikentwicklung und -anwendung die gewiinschte "Akzeptanz" zu erzielen. Die vorliegende Arbeit will sich demgegeniiber mit der Umsetzbarkeit von Technikgestaltungsansatzen befassen, die von einer gesellschaftlich steuerbaren und an Kriterien sozialer und politi scher Wiinschbarkeit orientierten Technikentwicklung und -anwendung ausgehen. Die Durchsetzbarkeit derartiger Ansatze erweist sich als Problem in Technikentschei­ dungsprozessen, so daB den immer dringender geforderten Gestaltungsaltemativen droht, auf der Ebene programmatischer Anspriiche steckenzubleiben. Dies hat u. a.



Inhalt

Einführung.- I. Sozialorientierte Technik- und Gesellschaftsgestaltung. Kriterien, Ziele und Umsetzungsstrategien.- 1. Fragen zum Verhältnis von Technik und Gesellschaft.- 2. Vier Ansätze zur Technik- und Gesellschaftsgestaltung.- 2.1 Technokratischer Ansatz: An technisch-ökonomischen Sachzwängen orientierte Konzepte.- 2.1.1 Zur industriegesellschaftlichen Tradition des technokratischen Ansatzes.- 2.1.2 Fallbeispiel: Technologiepolitisches Konzept "Modernisierung der Volkswirtschaft" der SPD in der sozial-liberalen Koalition (1975 ff).- 2.1.3 Probleme und Perspektiven des technokratischen Ansatzes.- 2.2 Normativer Ansatz: An gesellschaftlichen Normen und Institutionen orientierte Konzepte.- 2.2.1 Zur bürgerlich-liberalen. Tradition des normativen Ansatzes.- 2.2.2 Fallbeispiel: Forschungsprojekt "Die Sozialverträglichkeit verschiedener Energiesysteme in der industriegesellschaftlichen Entwicklung" unter Meyer-Abich/Schefold (1980-84).- 2.2.3 Probleme und Perspektiven des normativen Ansatzes.- 2.3 Interessenorientierter Ansatz: An Interessenberücksichtigung und Interessenkonsens orientierte Konzepte.- 2.3.1 Zur sozialdemokratisch-gewerkschaftlichen Tradition des interessenorientierten Ansatzes.- 2.3.2 Fallbeispiel: Teilprogramm "Mensch und Technik - Sozialverträgliche Technikgestaltung" innerhalb der Landesinitiative Zukunftstechnologien des Landes Nordrhein-Westfalen (1985-88).- 2.3.3 Probleme und Perspektiven des interessenorientierten Ansatzes.- 2.4 Systemkritischer Ansatz: An einer Veränderung der Wirtschaftsform orientierte Konzepte.- 2.4.1 Zur industriekritisch-emanzipatorischen Tradition des systemkritischen Ansatzes.- 2.4.2 Fallbeispiel: Programm "Umbau der Industriegesellschaft - Schritte zur Überwindung von Erwerbslosigkeit, Armut und Umweltzerstörung" der Grünen (1986).- 2.4.3 Probleme und Perspektiven des systemkritischen Ansatzes.- 3. Zwischenergebnis.- II. Fallstudie: Zur Gestaltbarkeit der Informationstechnik in der sozialen Sicherung - unter besonderer Berücksichtigung der Krankenkassen.- 1. Informationstechnik in der sozialen Sicherung:.- 1.1 Aufgaben und Funktionen der sozialen Sicherung, oder: Wie sozialorientiert ist die Sozialpolitik?.- 1.2 Integration der Informationstechnik in die Funktionserfüllung der sozialen Sicherung.- 2. Informationstechnik in der sozialen Sicherung: Problembereiche und Gestaltungsansätze.- 2.1 Problembereiche der Technikanwendung und technokratisches Gesellschaftsverständnis als Verzicht auf sozialorientierte Gestaltung.- 2.2 Problembereich Transparenz und Kontrollierbarkeit des Verwaltungshandelns und normativer Gestaltungsansatz Datenschutz.- 2.3 Problembereich Arbeit und Leistungsqualität der Verwaltungen und interessenorientierter Gestaltungsansatz qualitätsorientierte Rationalisierung.- 2.4 Problembereich sozialpolitischer Handlungsspielraum und systemkritische Ansätze zur Gestaltung der sozialen Sicherung.- III. Schlußbewertung: Chancen sozialorientierter Technikgestaltung.

Produktinformationen

Titel: Chancen sozialorientierter Technikgestaltung
Untertitel: Politische Ansätze und Gestaltbarkeit der Informationstechnik in der sozialen Sicherung
Autor:
EAN: 9783531124063
ISBN: 978-3-531-12406-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Genre: Sozialwissenschaften allgemein
Anzahl Seiten: 320
Gewicht: 460g
Größe: H230mm x B160mm x T22mm
Jahr: 1992
Auflage: 1992