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Redewiedergabe in frühneuzeitlichen Hexenprozessakten

  • Fester Einband
  • 620 Seiten
Die Reihe Studia Linguistica Germanica (SLG), 1968 von Ludwig Erich Schmitt und Stefan Sonderegger begründet, ist ein renommiertes... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Reihe Studia Linguistica Germanica (SLG), 1968 von Ludwig Erich Schmitt und Stefan Sonderegger begründet, ist ein renommiertes Publikationsorgan der germanistischen Linguistik. Die Reihe verfolgt das Ziel, mit dem Schwerpunkt auf sprach- und wissenschaftshistorischen Fragestellungen die gesamte Bandbreite des Faches zu repräsentieren. Dazu zählen u. a. Arbeiten zur historischen Grammatik und Semantik des Deutschen, zum Verhältnis von Sprache und Kultur, zur Geschichte der Sprachtheorie, zur Dialektologie, Lexikologie/Lexikographie, Textlinguistik und zur Einbettung des Deutschen in den europäischen Sprachkontext.

Die Studie geht der Frage nach, welche Prinzipien die Modusverwendung in der frühneuzeitlichen Kanzleisprache steuern. Grundlage der Untersuchung bildet ein regional differenziertes Textkorpus von 105 Hexenverhörprotokollen aus dem binnendeutschen Sprachraum, die hauptsächlich aus der Zeit von 1580- 1650 stammen. Die mögliche Wirkung aller denkbaren Faktoren, die sich auf Verwendung des Konjunktivs in der indirekten Rede auswirken können- wie zum Beispiel das Tempus der Redeeinleitung oder auch der Konjunktiversatz bei Modusambivalenz -, werden zum ersten Mal anhand eines von der Textsorte her weitgehend homogenen Korpus frühneuzeitlicher Kanzleisprachen untersucht. Die für die einzelnen Sprachlandschaften ermittelten Regularitäten der Modusverwendung lassen die im Neuhochdeutschen zu beobachtenden Verwendungstendenzen des Konjunktivs der Redewiedergabe in einem neuen Licht erscheinen. Die zugrunde gelegten Texte lagen bis vor kurzem lediglich in handschriftlicher Überlieferung vor und wurden zum Teil eigens für diese Studie transkribiert. Ein umfangreicher Quellenanhang macht diese Untersuchung auch für die historische Hexenforschung interessant.

Autorentext

Anja Wilke, Westfälische Wilhelms-Universität Münster.



Zusammenfassung
"Insgesamt handelt es sich bei der vorliegenden Arbeit um eine detailreiche, methodisch durchdachte und thematisch innovative sprachhistorische Untersuchung zum schwierigen Thema Redewiedergabe und Moduswahl im Frühneuhochdeutschen. Mit den gewählten Auszügen aus Hexenprozessakten, die in erster Linie als kanzleisprachliche Gebrauchstexte mit einem hohen Anteil an verschriftlichter indirekter Rede herangezogen werden, erschließt die Autorin nicht nur ein bislang von der Sprachwissenschaft vernachlässigtes Quellenkorpus, sondern eröffnet unter Betonung des Faktors Region grundsätzlich neue Perspektiven auf die Modusverwendung im 16. und 17. Jahrhundert." Claudia Kauertz in: Hiroyuki Takada in: Germanistik 1-2/2007

Produktinformationen

Titel: Redewiedergabe in frühneuzeitlichen Hexenprozessakten
Untertitel: Ein Beitrag zur Geschichte der Modusverwendung im Deutschen
Autor:
EAN: 9783110190977
ISBN: 978-3-11-019097-7
Format: Fester Einband
Herausgeber: De Gruyter
Genre: Deutschsprachige Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 620
Gewicht: 1058g
Größe: H230mm x B155mm x T39mm
Jahr: 2006
Land: DE

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