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Die Bindung der Bürger an die Grundrechte

  • Kartonierter Einband
  • 271 Seiten
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Die Frage nach der sog. Drittwirkung der Grundrechte steht seit mehr als 50 Jahren im Mittelpunkt verfassungsrechtlicher Diskussio... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Frage nach der sog. Drittwirkung der Grundrechte steht seit mehr als 50 Jahren im Mittelpunkt verfassungsrechtlicher Diskussion in Deutschland. Die Antwort auf die Frage nach der Wirkung der Grundrechte im Privatrecht hat anhand der jeweiligen Verfassungsbestimmungen zu erfolgen, welche für die Reichweite der Wirkung von Grundrechten allein maßgebend sind. Dabei muss zunächst auf die historisch gewachsene Sicht der Verfassungen auf die Funktion der Grundrechte eingegangen werden. Der Vergleich deutscher und russischer Verfassungen zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie unterschiedlich die Antwort auf die Frage der Drittwirkung sein kann.

Anastasia Berger stellt zunächst die Drittwirkung der Grundrechte in der Wissenschaft und Rechtsprechung in Deutschland vor. Sodann skizziert sie die verfassungsrechtlichen Grundlagen im Lichte ihrer historischen Entwicklung in Russland. Der Vergleich zentraler verfassungsrechtlicher Normen (Art. 2, 15, 17, 18, 55 und 56 der russischen Verfassung) und der Rechtsprechung lässt Unterschiede beider Rechtssysteme erkennen. Die russische Verfassung stellt im Unterschied zum deutschen Grundgesetz eine direkt und unmittelbar wirkende Grundlage des gesamten Rechtssystems dar. Die Autorin untersucht zudem die zentralen Normen des russischen Zivilgesetzbuches. Berger stellt fest, dass die beiden Verfassungen aufgrund historisch unterschiedlicher Entwicklungen vom entgegengesetzten Blickwinkel auf die Grundrechtsfunktionen ausgehen. Gleichwohl zeigt die Analyse des russischen Privatrechts, dass die unmittelbare Wirkung der Grundrechte ohne Verlust der Privatautonomie möglich ist.

Autorentext

Anastasia Berger (geb. Tarasova), geb. 1984 in Moskau (Russland); Studium der Rechtswissenschaften an der staatlichen Steuerakademie Moskau, Abschluss 2010; Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Erstes Staatsexamen 2011; 2012 DAAD-Stipendiatin an der Lomonossow-Universität (Moskau); Promotion 2013; 2012-2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Derzeit Rechtsreferendarin am Landgericht München II.



Klappentext

Anastasia Berger stellt zunächst die Drittwirkung der Grundrechte in der Wissenschaft und Rechtsprechung in Deutschland vor. Sodann skizziert sie die verfassungsrechtlichen Grundlagen im Lichte ihrer historischen Entwicklung in Russland. Der Vergleich zentraler verfassungsrechtlicher Normen (Art. 2, 15, 17, 18, 55 und 56 der russischen Verfassung) und der Rechtsprechung lässt Unterschiede beider Rechtssysteme erkennen. Die russische Verfassung stellt im Unterschied zum deutschen Grundgesetz eine direkt und unmittelbar wirkende Grundlage des gesamten Rechtssystems dar. Die Autorin untersucht zudem die zentralen Normen des russischen Zivilgesetzbuches. Berger stellt fest, dass die beiden Verfassungen aufgrund historisch unterschiedlicher Entwicklungen vom entgegengesetzten Blickwinkel auf die Grundrechtsfunktionen ausgehen. Gleichwohl zeigt die Analyse des russischen Privatrechts, dass die unmittelbare Wirkung der Grundrechte ohne Verlust der Privatautonomie möglich ist.



Zusammenfassung
"Die Arbeit verdient hohe Anerkennung, weil sie das aus Sicht der russischen Wissenschaft in den Kinderschuhen steckende Thema mit großer wissenschaftlicher Tiefe beleuchtet. Das Werk stellt eine gelungene Bereicherung der Diskussion zur Drittwirkung von Grundrechten dar. Die Arbeit besticht nebenbei durch eine beneidenswerte Klarheit der Sprache und der Gedankenführung und ist schon deshalb lesenswert." Jochen Ettinger, in: Osteuropa Recht, 1/2015

Inhalt

A. Einleitung B. Die Wirkung der Grundrechte auf das Privatrecht in der deutschen Rechtstheorie und Rechtsprechung I. Die Theorie der »Drittwirkung« in der deutschen Rechtslehre: Genese des Begriffs der »Drittwirkung« - Die Position der Rechtsprechung - Das Bundesverfassungsgericht: keine »Superrevisionsinstanz« - Die Anerkennung der Grundrechtswirkung in einzelnen Bereichen des Privatrechts II. Zusammenfassung und Begriffsbestimmung C. Die Bindung der Privaten an die Grundrechte in der russischen Rechtstheorie und Rechtsprechung I. Untersuchung des russischen Verfassungsrechts: Die Entstehung der Konstitution der Russischen Föderation: rechtsgeschichtlicher Hintergrund und Grundrechtsverständnis - Die Wirkung der Grundrechte unter den Privaten - Das russische Verfassungsgericht: Eine »Superrevisionsinstanz«? - Schutz der Grundrechte durch das Strafrecht - Zusammenfassung und vergleichende Schlussfolgerungen II. Grundrecht im russischen Privatrecht: Grundriss der historischen Entwicklung des russischen Privatrechts - Die Grundrechte im russischen Privatrecht D. Schlussfolgerungen und Ausblick E. Zusammenfassung Anhang: Verfassung der Russischen Föderation von 1993 Literatur- und Stichwortverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Die Bindung der Bürger an die Grundrechte
Untertitel: Ein Rechtsvergleich zwischen Deutschland und Russland
Autor:
EAN: 9783428142903
ISBN: 978-3-428-14290-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Internationales Recht
Anzahl Seiten: 271
Gewicht: 372g
Größe: H236mm x B162mm x T15mm
Jahr: 2014
Auflage: 1. Auflage

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