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Tormenta juris permissione.

  • Kartonierter Einband
  • 299 Seiten
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Für mehrere Jahrhunderte galt die strafprozessuale ("legale") Folter als ein besonders effizientes und glaubwürdiges Mittel zur Er... Weiterlesen
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Beschreibung

Für mehrere Jahrhunderte galt die strafprozessuale ("legale") Folter als ein besonders effizientes und glaubwürdiges Mittel zur Ergründung der Wahrheit in Fällen, die besondere Aufklärungsschwierigkeiten aufwiesen. Ana Lucia Sabadell untersucht dieses Institut im Königreich Kastilien und im Fürstentum Katalonien zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert. Basis der Untersuchung sind die Normensammlungen (Gewohnheiten, Gesetzesnormen, Rezeption des ius commune) und Texte der strafrechtlichen Lehre, die unter Einbeziehung sozial- und rechtsgeschichtlicher Arbeiten dargestellt und kommentiert werden. Die Beschäftigung mit Kastilien und Katalonien weist sowohl Ähnlichkeiten als auch starke Unterschiede in der Behandlung der strafprozessualen Folter in den zwei politisch besonders bedeutenden territorialen Einheiten der iberischen Halbinsel auf. Der Prozeß der Rezeption des gemeinen Rechts erfolgt unter Anpassung an die jeweiligen politischen Gegebenheiten. Die sich daraus entwickelnde Rechtslehre bildet die entsprechenden Rechtssysteme durch Interpretation "korrigierend" fort. Am Beispiel der Folter erarbeitet die Autorin die damalige Auffassung von Recht und Gerechtigkeit. Sie stellt dar, wie Gesetzgeber und Juristen eine symbolische Ordnung konstruierten, die von der heutigen sowohl in den Inhalten als auch in der Funktion zwar grundsätzlich verschieden ist, jedoch in der damaligen Situation Geltung und Legitimation im "restriktiven" Rahmen der Tätigkeit der zentralen Kontrollinstanzen erreichte.

Inhalt
Inhaltsübersicht: A. Einleitung: Gegenstand der Arbeit - Zur geschichtlichen Bedeutung der Folter - "Ius commune" und Recht der iberischen Halbinsel - Zeitliche und geographische Grenzen der Untersuchung - Methode der Untersuchung - B. Die strafprozessuale Folter im Königreich Kastilien: Politische Organisation und Rechtssystem Kastiliens - Zur Justizorganisation Kastiliens - Die normative Regelung der strafprozessualen Folter - Das Institut der Folter in der kastilischen Doktrin - Die Behandlung der Folter im Werk der kastilischen Legisten und die Frage der Praxis - C. Die strafprozessuale Folter im Fürstentum Katalonien: Politische Organisation und Rechtssystem des Fürstentums - Zur Justizorganisation Kataloniens - Normative Regelungen der strafprozessualen Folter - Strafverfahren und Behandlung der peinlichen Frage in der gelehrten Doktrin - Die Behandlung der Folter im Werk der katalanischen Legisten und die Frage der Praxis - D. Ausblick: Folter und Symbolik des Strafverfahrens - Folter und Legalität des Strafverfahrens - "Abscheulich" und "rechtmäßig": die Doppelseitigkeit der peinlichen Befragung - Literaturverzeichnis - Sachregister

Produktinformationen

Titel: Tormenta juris permissione.
Untertitel: Folter und Strafverfahren auf der iberischen Halbinsel - dargestellt am Beispiel Kastiliens und Kataloniens (16.-18. Jahrhundert).. Dissertationsschrift
Autor:
EAN: 9783428102846
Format: Kartonierter Einband
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 299
Gewicht: 390g
Größe: H233mm x B233mm

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