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Als die Welt in die AKten kam

  • Kartonierter Einband
  • 490 Seiten
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Herrschaft artikulierte sich während des Mittelalters in besonders ausgeprägter Weise in Form der Rechtsprechung. Erst vom späten ... Weiterlesen
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Beschreibung

Herrschaft artikulierte sich während des Mittelalters in besonders ausgeprägter Weise in Form der Rechtsprechung. Erst vom späten 12. Jahrhundert an wird allerdings die Praxis geistlicher und weltlicher Gerichtstätigkeit durch eine gewachsene Verschriftlichung zunehmend über Quellen zugänglich. Bis vor wenigen Jahren kaum beachtet, zieht das Prozeßschriftgut vermehrt das Interesse von Historikern und Rechtshistorikern auf sich. Dabei standen bislang vor allem inhaltliche Aspekte im Vordergrund. Dieser Band rückt dagegen Entstehungsvoraussetzungen und Überlieferungszusammenhang des Prozeßschriftgutes in den Mittelpunkt und erhebt diese besondere Quellengattung selbst zum Forschungsgegenstand, indem er aus transdisziplinärer Perspektive Gemeinsamkeiten und Unterschiede einer europäischen Universalie in den Blick nimmt.

Autorentext
Thomas Wetzstein ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main.

Klappentext

Herrschaft artikulierte sich während des Mittelalters in besonders ausgeprägter Weise in Form der Rechtsprechung. Erst vom späten 12. Jahrhundert an wird allerdings die Praxis geistlicher und weltlicher Gerichtstätigkeit durch eine gewachsene Verschriftlichung zunehmend über Quellen zugänglich. Bis vor wenigen Jahren kaum beachtet, zieht das Prozeßschriftgut vermehrt das Interesse von Historikern und Rechtshistorikern auf sich. Dabei standen bislang vor allem inhaltliche Aspekte im Vordergrund. Dieser Band rückt dagegen Entstehungsvoraussetzungen und Überlieferungszusammenhang des Prozeßschriftgutes in den Mittelpunkt und erhebt diese besondere Quellengattung selbst zum Forschungsgegenstand, indem er aus transdisziplinärer Perspektive Gemeinsamkeiten und Unterschiede einer europäischen Universalie in den Blick nimmt.

Inhalt

Th. Wetzstein: Prozeßschriftgut im Mittelalter R. H. Helmholtz: Quoniam contra falsam (X 2.19.11) and the Court Records of the English Church M. Blattmann: Beobachtungen zum Schrifteinsatz an einem deutschen Niedergericht um 1400: die Ingelheimer Haderbücher P. Schulte: Schriftgebrauch im Comasker Zivilprozeß des 13. Jahrhunderts D. L. Smail: Aspects of Procedural Documentation in Marseille (14th-15th Centuries) - Ch. Deutsch: Die institutionelle Struktur des Regensburger geistlichen Gerichts und die Ordnung des Prozeßschriftgutes (15.-16. Jh.) H.-J. Gilomen: Schriftlichkeit und Mündlichkeit im Verfahren vor der Baseler Konzilsrota Th. Scharff: Funktionen des Prozeßschriftguts der kirchlichen Inquisition in Italien im 13. und frühen 14. Jahrhundert J. Théry: Faide nobiliaire et justice inquisitoire de la papauté à Sienne au temps des Neuf Ch. Magin: Schriftlichkeit und Aktienverwaltung am Kammergericht Kaiser Friedrichs III. S. Lepsius: Kontrolle von Amtsträgern durch Schrift. Luccheser Notare und Richter im Syndikatsprozess

Produktinformationen

Titel: Als die Welt in die AKten kam
Untertitel: Prozessgutschrift im europäischen Mittelalter
Editor:
EAN: 9783465040286
ISBN: 978-3-465-04028-6
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Klostermann Vittorio GmbH
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 490
Gewicht: 801g
Größe: H239mm x B159mm x T32mm
Jahr: 2007
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