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Die auferlegte Heimat

  • Fester Einband
  • 152 Seiten
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Die 1992 gegründete Buchreihe ist interdisziplinär ausgerichtet; sie umfasst wissenschaftliche Monographien, Aufsatzsammlungen und... Weiterlesen
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Beschreibung

Die 1992 gegründete Buchreihe ist interdisziplinär ausgerichtet; sie umfasst wissenschaftliche Monographien, Aufsatzsammlungen und kommentierte Quelleneditionen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Der Begriff deutsch-jüdische Literatur bzw. Kultur verweist auf Werke jüdischer Autoren in deutscher Sprache, insoweit jüdische Aspekte erkennbar sind. Aber auch das häufig vom Antisemitismus geprägte Judenbild nichtjüdischer Autoren wird zu einem Faktor der literarisch vermittelten deutsch-jüdischen Beziehungsgeschichte. Der Erforschung des gesamten Problemfelds bietet die Reihe ein angemessenes Forum.

Bisher ist die Beziehung Else Lasker-Schülers zu ihrer letzten Lebensstation Palästina in der Regel unter dem Aspekt einer Diskrepanz zwischen verklärender Dichtung und ernüchternder Realität gesehen worden. Die vorliegende Studie geht die Frage von einer anderen Sichtweise her an: Zunächst wird die Ambivalenz von Sehnsucht und Furcht aufgezeigt, die sich aus Else Lasker-Schülers Äußerungen jeweils schon vor ihren Reisen in den Jahren 1934, 1937 und zuletzt 1939 ablesen lassen. Hinzu kommt, daß sie das Land selbst als Ort der Transgression, d.h. in der Dynamik des Übergangs zwischen verschiedenen Polen (Himmel/Erde, Bibel/Moderne, Jüdisches Dasein in der Diaspora/Politische Autonomie), wahrnimmt. Zugleich setzt Palästina eine intensive Auseinandersetzung der Dichterin mit dem eigenen literarischen Rollenspiel und der in ihrer früheren Dichtung zentralen Selbstmetaphorisierung frei. Anstelle der Mischfigur "Jussuf" (einer Verfremdung des biblischen Joseph), die großenteils ihre frühere Dichtung und Selbstdarstellung geprägt hat, gewinnt zusehends der König David an Bedeutung, welcher der jüdischen Tradition zufolge nicht nur Stadtvater von Jerusalem, sondern auch Vorfahre des erlösenden Messias ist. So schafft sie in der 'Urheimat' Palästina in den Jahren der Auslöschung der europäischen Judenheit eine neue Definition des Heimatbegriffs: Heimat nicht primär als Ort des persönlichen Ursprungs, sondern als Erfüllungsbereich einer letzten Erwartung.

Dieser Atlas vermittelt einen einzigartigen und in dieser Art völlig neuen Überblick über die globale Vielfalt des menschlichen Sexualverhaltens. Als leicht zugängliches und gut lesbares "anderes" Aufklärungsbuch informiert er zudem über alle Facetten der menschlichen Sexualität.

Autorentext
Alfred Bodenheimer, 1965 in Basel geboren, Studium der Germanistik und Geschichte an der Uni Basel (Abschluss Promotion 1993), Postdoktorand an der Hebrew University Jerusalem, Gastdozentur an der Bar-Ilan University bei Tel Aviv (1995 - 1997). Seit 1997 Lehr- und Forschungsbeauftragter für Judaistik an der Universität Luzern.

Produktinformationen

Titel: Die auferlegte Heimat
Untertitel: Else Lasker-Schülers Emigration in Palästina
Autor:
EAN: 9783484651098
ISBN: 978-3-484-65109-8
Format: Fester Einband
Herausgeber: De Gruyter
Genre: Deutschsprachige Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 152
Gewicht: 235g
Größe: H230mm x B155mm x T10mm
Jahr: 1995
Auflage: Reprint 2014

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