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📚Die beliebtesten Bücher 2025
Zu den Jahresbestsellern
Lies mal wieder!

Lies mal wieder...

Das Migros Magazin stellt jeden Monat drei Bücher vor, die es sich zu lesen lohnt. Die Bücher drehen sich stets um ein passendes Thema. Entdecken Sie hier alle Buchtipps und lassen Sie sich zu neuen Leseabenteuern verleiten.

...drei Bücher über die Tücken der Liebe

Buchtipp 1: Die Reise der verlorenen Worte

Janne macht bei der Post Empfänger unzustellbarer Briefe ausfindig. Ob es diesen Job wirklich gibt? Doch diese Frage wurde nebensächlich, als ich tiefer in den Roman eintauchte und die eigenbrötlerische Hauptfigur besser kennenlernte. In Rückblenden erfährt man von einem Schicksalsschlag und Jannes Zerwürfnis mit dem Grossvater. Dann landet ein Brief an ihn auf ihrem Tisch – von einer geheimnisvollen Frau. Janne macht sich auf die Suche nach ihrem Grossvater und dem Geheimnis hinter dieser Liebesbotschaft. Nach der Lektüre habe ich gedacht: Wir sollten öfter Briefe schreiben.
Nina Huber

Buchtipp 2: Diebstahl

Eine stille Ressource – das ist die Liebe im neuen Roman von Literaturnobelpreisträger Abdulrazak Gurnah. Die Geschichte spielt in Tansania ab den 1960er-Jahren – nach der Unabhängigkeit. Dort begegnen sich drei junge Menschen. Meine Lieblingsfigur ist der treue Waisenjunge Badar. Sein Vater hat geklaut und so Schande über die Familie gebracht. Badar muss als Diener im Haus von Raya arbeiten. Ihr Sohn Karim, ein Aufsteiger, verhilft ihm zu einem Job im Hotel. Insgeheim ist Badar in Karims spätere Frau Fauzia verliebt. Wie die Figuren Halt und Geborgenheit in einer Umbruchzeit suchen, hat mich sehr berührt.
Jörg Marquardt

Buchtipp 3: Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft

Allein der Titel ist eine Ansage: Mädchen jagen Sachen in die Luft! In einer nicht allzu fernen Zukunft. Wo es ab Mai zu heiss ist, um sich auf Betonflächen aufzuhalten, wo Autobahnen veröden, jeden Tag eine Art ausstirbt und das Internet nicht mehr verlockend, sondern abgründig ist. Eine Dystopie hatte ich beim Lesen erwartet. Die fein gesponnene Liebesgeschichte zwischen den beiden Mädchen Era und Maja eigentlich nicht. Auch nicht, wie sehr die moderne, fragmentierte Sprache der jungen Autorin dazu passt. Für mich offenbarte die Lektüre einen Blick in die nächsten Jahre, zum Glück nicht ganz ohne Hoffnung und Liebe.
Katja Fischer De Santi
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...drei Bücher über Promis

Im November widmen sich die Buchtipps über Drei Promis. Entdecken Sie Biografien über eine Fernsehlegende, einen Sportstar und einen Techvisionär.

Unsere Lesetipps für den November

Buchtipp 1: Heidi Abel

Als die beliebte Moderatorin Heidi Abel 1986 mit nur 57 Jahren starb, war die Schweiz geschockt. Selbst der nationale TV-Sender verstummte für eine Minute als Zeichen der kollektiven Trauer. Der erste Fernsehstar der Schweiz war an Krebs gestorben. Ich habe Heidi Abel nie im Fernsehen gesehen, dafür bin ich zu jung. Ich habe auch nicht mitbekommen, wie sie als Ansagerin und Moderatorin die Anfänge des Mediums geprägt hat. Umso gespannter war ich, zu erfahren, was die Baslerin geleistet hat – und auch, wie oft sie von Männern nur als hübsche Dekoration gesehen wurde. Die liebevoll geschriebene Biografie erzählt die Geschichte einer Frau, die von Selbstzweifeln geplagt wurde, aber vor der Kamera immer charmant und schlagfertig war.
Katja Fischer De Santi

Buchtipp 2: Marco Odermatt

Ich bin ein Fan. Wenn Odi Rennen fährt, fiebere ich mit angehaltenem Atem mit. Die Biografie «Meine Welt» von den renommierten Journalisten Christof Gertsch und Mikael Krogerus zeigt den Skistar in zehn Kapiteln, alle in einzelne Booklets gepackt: über seine wichtigsten Menschen, sein Zuhause Nidwalden oder das berühmt-berüchtigte Lauberhornrennen. Im Teil «Mein Körper» gibt es sogar Einblicke in sein Trainingsprogramm. Selbst beim grössten Talent geht es offenbar nicht ohne viel Fleiss und Anstrengung. Ein witziges Detail: Das Buch enthält ein Leiterspiel – eine Gaudi für die ganze Familie.
Nina Huber

Buchtipp 3: Sam Altman

«Fasse die Kernaussagen des Buches in maximal 16 Zeilen zusammen.» Es ist das Verdienst von Sam Altman (40), dass wir seit drei Jahren solche Befehle in den Computer hauen. Als Chef von OpenAI hat er das Programm ChatGPT zu einem führenden Werkzeug im Bereich künstlicher Intelligenz gemacht. Wie ihm dies gelang, erzählt Keach Hagey mit viel Liebe zum Detail. Nach der Lektüre hatte ich das Gefühl, bei jedem Geschäftsmeeting dabei gewesen zu sein. Wer es so genau wissen will, ist mit dem Buch bestens bedient. Ich hätte mir mehr Mut zur Lücke und einen klareren Fokus gewünscht.
Jörg Marquardt
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...drei Bücher über Das Böse

Im Oktober widmen sich die Buchtipps dem Thema Das Böse. Entdecken Sie Bücher über Blutsauger,
Horrorclowns und andere Monster. Ganz im Zeichen voll Halloween.

Unsere Lesetipps für den Oktober

Buchtipp 1: ES

In der amerikanischen Kleinstadt Derry geht ein Monster um. Es nennt sich Pennywise, nimmt oft die Gestalt eines Clowns an und lässt immer wieder Kinder verschwinden. Die Erwachsenen sehen einfach weg – nur vier Buben und ein Mädchen kämpfen gegen die Bestie. Mit «ES» hat Stephen King den wohl berühmtesten Gruselroman des 20. Jahrhunderts geschrieben. Den Clown finde ich unheimlicher als jede andere Horrorfigur. Er verkörpert die schlimmsten Eigenschaften von Derry – Kälte, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Eigentlich hat jeder Mensch einen kleinen Pennywise in sich, und darum ist dieses Monster so schwer zu besiegen.
Michael West

Buchtipp 2: Die Kolonie

Als kleines Kind fürchtete ich, dass mich der Wirbel in der Badewanne mit in die Tiefe zieht – eine schaurige Vorstellung, aber auch faszinierend. Für etwas Angstlust im Alltag greife ich heute gelegentlich zu Horrorgeschichten wie diejenige von C. J. Tudor. Die Autorin gilt als britische Antwort auf Stephen King. Ihr Thriller «Die Kolonie» handelt vom brutalen Mord an einem Jungen im abgelegensten Kaff Alaskas. Seinem Körper ist das Blut komplett entzogen worden. Stecken Vampire dahinter? In der Schneeeinöde nimmt Detective Atkins die Ermittlungen auf. Faszinierend, wie es die Autorin schafft, menschliche Abgründe so zu beschreiben, dass sie Teil von uns werden.
Silvia Schütz

Buchtipp 3: Old Soul

Vampire, das ist bekannt, sind auf Fotos nicht zu sehen. Bei der Untoten im Roman von Susan Barker liegt dies aber daran, dass sie sich vor allem hinter der Linse bewegt: Sie ist Fotografin. Wer ihr begegnet, verliert erst den Verstand, dann das Leben. Durch einen Zufall kommt Jake ihr auf die Schliche: Weil er in Osaka einen Flug verpasst, lernt er eine Frau kennen, die wie er einen geliebten Menschen an die mysteriöse Frau verloren hat. Daraufhin folgt er ihrer Blutspur über die Welt. «Old Soul» kreist um Obsessionen unserer Zeit: Aufmerksamkeit, Schönheit, Unsterblichkeit. Barker schreibt elegant, ich hätte mir nur etwas mehr Tempo gewünscht.
Jörg Marquardt
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...drei Bücher über Ratgeber

Im September widmen sich die Buchtipps dem Thema Ratgeber. Entdecken Sie guten Rat zum Blättern und für mehr Gelassenheit und Freude – in allen Lebenslagen.

Unsere Lesetipps für den September

Buchtipp 1: Die LET THEM Theorie

Ich kann mich wahnsinnig über andere Menschen aufregen. Etwa wenn sie beim Essen schmatzen, ihr Umfeld schlecht behandeln oder sich aufspielen. Aber die Erfahrung zeigt: Andere ändern zu wollen, ist ein unmögliches Unterfangen und raubt uns Energie. Wie wir mit solchen Situationen besser umgehen können, verrät Mel Robbins in ihrem Buch. Ihr Mantra «Let Them», also Lass sie, hilft uns dabei, andere anzunehmen, wie sie sind, und aufzuhören, alles kontrollieren zu wollen. Stattdessen liefert sie Tipps und Tricks, wie wir angemessen reagieren können, besser Grenzen setzen und dadurch zu mehr innerem Frieden kommen.
Edita Dizdar

Buchtipp 2: Rituale, die dein Leben verändern

Wenn ich beim Schreiben ins Stocken gerate, lege ich den Entwurf ins Gefrierfach. Spass beiseite, das ist das witzige Ritual einer Autorin – eines von vielen Beispielen, die Michael Norton in seinem Buch erwähnt. Für den Verhaltensforscher sind Rituale ein Werkzeug, um unser Leben bewusster zu gestalten. Anders als Gewohnheiten, bei denen der Nutzen, das «Was», im Vordergrund steht, dreht sich bei Ritualen alles ums «Wie»: Durch die Art, wie wir unsere Rituale ausüben, laden wir sie mit Bedeutung und Emotionen auf. Nortons Buch hat mich inspiriert, mehr Rituale in den Alltag einzubauen. Nur das mit dem Gefrierfach lass ich sein – dem Laptop zuliebe.
Jörg Marquardt

Buchtipp 3: Wenn nicht jetzt, wann dann?

«Die Wechseljahre sind kein Ende, sondern ein neuer Anfang», schreibt Mimi Lawrence und verspricht, dass man mit ihren Fitness-, Ernährungs- und Lebenstipps entspannt durch diese Phase komme. Aber wie soll ich entspannt bleiben, wenn mein Östrogen, das für schönes Haar, starke Knochen, gute Stimmung und einen normalen Stoffwechsel sorgt, langsam den Abgang plant? Die Fitnessexpertin Mimi Lawrence machte mir anfangs mehr Angst als Hoffnung. Im zweiten Teil des Buches wird es dann besser. Was ich mitgenommen habe: Es wäre Zeit für mehr Kraftsport und gesunde Routinen.
Katja Fischer De Santi
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...drei Bücher über Kopfreisen in die Geschichte

Im August widmen sich die Buchtipps dem Thema Geschichte. Entdecken Sie Geschichten wo Sie über Makabres aus Wachs, einen irrlichternden Zaren und verdrängte Verbrechen erfahren.

Unsere Lesetipps für den August

Buchtipp 1: Déjà-vu

Auf einem Grundstück in Saint-Denis, nahe einem verfallenen Schlösschen, wird ein Grab mit drei Skeletten gefunden. Damit beginnt für Bruno, den allseits beliebten Chef de Police, eine Reise in die düsteren 1940er-Jahre. Wer sind die Toten? Diese Frage treibt den Ermittler ebenso um wie ein nahendes Hochwasser. Martin Walkers Krimi ist eine detailreiche Geschichtsstunde, die auch heutige Themen wie den Ukraine-Krieg, Frauenrechte und Kryptogeschäfte aufgreift. Für meinen Geschmack waren es fast zu viele Handlungsstränge. Spannend hingegen fand ich die Beschreibungen des Essens, das im Verlauf des Buches auf den Tisch kommt.
Edita Dizdar

Buchtipp 2: Wachs

Der neue Historienroman von Christine Wunnicke entführt ins Frankreich des 18. Jahrhunderts. Eine junge Frau namens Marie Biheron brilliert dort in einer ganz besonderen Kunst: Sie formt aus Wachs Nachbildungen von inneren Organen, die dann angehenden Ärzten als Anschauungsobjekte dienen. Medizin ist damals eine reine Männerdomäne, doch davon lässt sich die Heldin nicht abschrecken. Ausserdem hat Biheron eine Liebesbeziehung zu einer Frau – sie ist also eine doppelte Tabubrecherin. Beim Lesen des Buches erlebt man eine Welt, in der das Schöne und das Schreckliche ganz nahe beieinander liegen. Genau das macht diese Geschichte so faszinierend.
Michael West

Buchtipp 3: Die letzte Fahrt des Zaren

Wie kann ein scheinbar unerschütterliches Imperium in wenigen Tagen zusammenbrechen? Meisterhaft erzählt der Historiker Jörg Baberowski die Geschichte der Februarrevolution von 1917, die zum Sturz des Zaren und zur Entstehung der Sowjetunion führte. Ich wusste noch vage, dass es damals Hungerrevolten gegeben hatte – unter anderem eine Folge des harten Winters. Aber wie sich die Krise durch krasse Fehlentscheide und ungelöste Probleme zuspitzte, habe ich erst durch das Buch gelernt. Es ist erschütternd zu lesen, wie der Zar die Lage verkennt und mit dem Zug durch ein Reich irrlichtert, über das er längst die Kontrolle verloren hat.
Jörg Marquardt
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...drei Bücher über Verbrechen

Im Juli widmen sich die Buchtipps dem Thema Sommerthrillers. Diese Bücher sorgen für Nervenkitzel unterm Sonnenschirm.

Unsere Lesetipps für den Juli

Buchtipp 1: Der Schädel von Sant’Abbondio

Dieser Tessin-Krimi beginnt in einem kleinen Dorf in der Zeit der Traubenlese. Alles ist so idyllisch wie auf einer Postkarte, bis ein Hund einen menschlichen Schädel ausbuddelt. Die DNA-Analyse zeigt: Es sind die Überreste eines Dorfbewohners, der seit Jahrzehnten vermisst wurde. Die Dolmetscherin Moira Rusconi hat das Opfer gut gekannt und will den Fall aufklären. Auf die Hilfe der Polizei muss sie verzichten, denn der Mord ist längst verjährt. Geschickt legt Autorin Mascha Vassena falsche Fährten, auf die selbst versierte Krimileser hereinfallen. Die Geschichte ist ein sorgfältig konstruiertes Labyrinth, in dem ich mich sehr gerne verirrt habe.
Michael West

Buchtipp 2: Der Gott des Waldes

Wälder sind verwirrende Orte. Das erleben auch die Figuren in Liz Moores Roman. Im August 1975 verschwindet ein Mädchen in einem Sommercamp im Norden der USA. Seinen Eltern gehört das waldreiche Reservat. Mysteriös: 14 Jahre zuvor ist bereits der Bruder am selben Ort verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Aus der Perspektive verschiedener Camp-Bewohner und einer beherzten Ermittlerin wird Stück für Stück ein furchtbares Geheimnis enthüllt. Es hat eine Weile gedauert, mich in der Handlung zurechtzufinden, auch weil es Zeitsprünge gibt. Aber das Dranbleiben lohnt sich, allein schon wegen des überraschenden Endes.
Jörg Marquardt

Buchtipp 3: Rätselhaftes Saint-Rémy

«Je schöner der Tatort, desto hässlicher das Verbrechen.» Das ist die Theorie von Roger Blanc, dem Ermittler aus der bekannten Provence-Krimireihe. Sein 12. Fall führt ihn ins Dorf Saint-Rémy, unweit von dem Ort, wo ich demnächst die Ferien verbringen werde. Ein junger Archäologe wurde bei seiner Arbeit auf einer römischen Ausgrabungsstätte -ermordet. Im Laufe der Ermittlungen kommen immer mehr dunkle Geheimnisse zum Vorschein. Wer sind die trauernden Eltern? Und was hat ein 25 Jahre alter Vermisstenfall mit dem Mord zu tun? Das Buch ist so spannend geschrieben, dass ich die knapp 500 Seiten im Nu durchhatte.
Nina Huber
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Lies mal wieder Januar bis Juni

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Lies mal wieder ... 2024

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