

Beschreibung
Was geschieht, wenn ein junger Spitzenathlet und seine Highschool-Liebe in Florida beginnen, auf Entdeckungsreise nach innen zu gehen, und den Entschluss fassen, alles Nötige zu tun, die Geheimnisse romantischer Liebe, göttlicher Ekstase und spiritueller Trans...Was geschieht, wenn ein junger Spitzenathlet und seine Highschool-Liebe in Florida beginnen, auf Entdeckungsreise nach innen zu gehen, und den Entschluss fassen, alles Nötige zu tun, die Geheimnisse romantischer Liebe, göttlicher Ekstase und spiritueller Transformation des Menschen zu erforschen? Schließe dich John Wilder und Devi Duran an, auf ihrer revolutionären Reise der Verwandlung durch Herz, Verstand, Körper und Sexualität. Fahre mit auf ihrer Entdeckungsreise zu heiligen Techniken für die Kultivierung tiefer innerer Stille, Ekstase und Erleuchtung. Diese Entdeckungen werden einmal dafür sorgen, dass sich auf der Erde einiges verändert, doch auf wessen Kosten?
Autorentext
Yogani ist ein amerikanischer spiritueller Wissenschaftler, der seit über vierzig Jahren darum bemüht ist, überlieferte Techniken zur Kultivierung der spirituellen Transformation des Menschen aus aller Welt zu einem effektiven System zu vereinigen. Der von ihm entwickelte Ansatz ist nicht konfessionsgebunden und steht jedem offen. Yogani ist verheiratet hat Kinder und lebt in den USA. Das Alter ist nicht genau bekannt, dürfte aber in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts geboren sein. Yogani betreut die AYP-Internetseiten (Advanced Yoga Practices).
Leseprobe
Kapitel 1 Die Frage Warum nicht ich? John Wilder strich sich das sonnengebleichte Haar aus den Augen. Der starke Herbstwind blies es wieder zurück. Doch das merkte er nicht. Auch das beständige Getöse der Brandung, die hinter seiner Schulter wütete, hörte er nicht. Er saß hoch oben auf den Dünen, die Ellbogen auf den nackten aufgestellten Knien. Den Kopf hatte er auf die Hände gestützt. Er war in Bann geschlagen von dem Wunder, das sich vor ihm entfaltete. Langsam schlüpfte und rutschte es heraus. John ließ sich auf die Seite in den warmen Sand fallen und beobachtete aufmerksam die noch zittrige Kreatur. Diese richtete sich unsicher auf der nun leeren Hülle auf, die an einem Strang des sich im Wind wiegenden Seegrases klebte. Langsam und behutsam spannte sie die Flügel und trocknete sich in der Morgensonne. Nach einer Weile erhob sie sich noch etwas unbeholfen in die Lüfte. Er rollte sich auf den Rücken und lächelte in den blauen Himmel des nordöstlichen Florida mit seinem lebendigen Muster wunderlich glitzernder Lichtflecken. Und da, schon flog der Schmetterling los und flatterte auf seinen großen goldenen Schwingen davon. Als er so flog und allmählich aus der Sicht verschwand, standen seine Augen vor lauter Freude weit offen Noch nicht oft war er Zeuge der Verwandlung einer Raupe in ein filigranes Geschöpf der Lüfte gewesen. Doch wenn es sich ergab, hielt er immer inne, um dem Schauspiel der sich qualvoll entfaltenden Schönheit der Natur beizuwohnen und das fantastische Mysterium mitzuerleben. Er wünschte sich, auch ein Schmetterling zu sein. So stark war sein Verlangen, verwandelt zu werden, dass er sich schwor, er würde in diesem Leben einen Weg finden, viel mehr zu werden als ein bloßes menschliches Wesen, das von diesem Körper und diesen Gedanken an die Erde gefesselt blieb. Er lag im Sand auf dem Rücken und sann über seine 18 Erdenjahre nach. Wie kann ich hier ausbrechen? Er stierte in das riesige, atmende Blau. Eine tiefe Stille überkam ihn, hüllte ihn ein. Langsam schlossen sich seine Augen. Er verschwand aus der Welt, wusste nicht mehr, wo er war. Dann hörte er die Stimme der Frau. Komm zu mir. Seine Augen schossen auf. Er sprang auf die Füße und sah sich um. Da war niemand weit und breit. 'Wer bist du?', schrie er nervös ins Leere und suchte mit den Augen die großen weißen Aufschüttungen ab, die das Ufer schützten. Da war niemand. Diese Stimme hörte er schon seit mehreren Wochen. Sie kam immer dann, wenn sich seine Sehnsucht tief in seinem Inneren, dort wo er still war, einnistete. Diese Stimme schien aus diesem Inneren zu kommen. Sie war ihm vertraut, doch wusste er nicht, wohin sie genau gehörte. Und schon war sie wieder weg. Er sank zurück in den Sand und auch zurück in den spirituellen Hunger, der ihn niemals verließ. Nach einer Weile stand er auf, starrte hinüber zum wuchtigen Bau des Coquina Dame Hotels, der mit seinen verbretterten Fenstern und Türen im Schutz der Dünen immer mehr verfiel. Dann wandte er sich wieder zum Meer und sauste, die Füße einwärts gedreht, als hätte er zum Pflug geformte Skier unter sich, spielerisch den großen Sandhang hinab. Zwischen den Büscheln großen wehenden Grases manövrierte er hindurch und blickte über die gewaltige Brandung mit den endlosen weißen Häubchen zum sich kräuselnden Horizont. Draußen, 300 km vor der Küste, bahnte sich ein Hurrikan wirbelnd den Weg von der Karibik hoch zu den äußeren Sandbänken von North Carolina, eine weitere tobende Schönheit, die an der konkaven Küstenlinie der Region Jacksonville vorbeistrich. Hier war kein Wölkchen am Himmel, die Sonne schien. Doch der Wind brauste über den Horizont herein und brachte das riesige chaotische Meer mit sich. Dessen süßer salziger Dunst winkte ihn zu sich. Es hob und senkte sich rhythmisch, schleuderte seine Wellen auf die weite Küste und verspottete ihn sichtlich. John starrte aufs Meer hinaus: 'Bist du es, der mich ruft?' Als Antwort bekam er nur das Getöse zurück. Er zog sein T-Shirt aus, stürzte sich ins warme verführerische Wasser und tauchte unter eine große Welle, die sich hungrig über ihn einrollte dann kam die nächste und noch eine. Durch die erste Wellenlinie schwamm er und nahm Kurs auf die äußere Brandung, wo die Wellen dreimal so hoch waren. Die Mauern aus Schaum, die brausend auf ihn hereinstürzten, untertauchte er. Ein dutzend Mal tauchte er so, bis er die äußere Brandung erreichte. Schon ein bisschen müde hielt er sich wedelnd an einer Stelle, während er mit Wogen, so groß wie zweistöckige Häuser und immer am Rande in tobende Verwüstung abzubrechen, auf und niederschwebte. Das Ufer schien meilenweit entfernt. Sein Adrenalin pumpte jedes Mal vor Erwartung, wenn ihn eine Welle hoch mit in die Luft nahm. Ich krieg schon eine. Ich weiß, dass ich das kann. Mit einem Schnappen des Kopfes zur Seite peitschte er Haare und Seewasser aus den Augen. Der salzige Geschmack durchdrang ihn. Dann lächelte er in sich hinein wie ein Fallschirmspringer, der im Begriff steht, mit einem noch nicht ausgetesteten Fallschirm aus dem Flugzeug zu springen. Das Näherrücken des Show-downs rief in ihm die entsprechenden Gefühle hervor. Es war etwas wie tiefe Ruhe, gleichzeitig aber auch intensive Lust. Das war es, zu was er werden wollte. Manchmal fühlte er sich so auch beim Querfeldeinrennen, wenn er im Kampf um den erneuten Sieg schon an der Schwelle zur Ohnmacht zum Endspurt ansetzte. Er verlor da immer das Gefühl für alles, sogar für seinen Körper, doch innerlich war er lebendiger als zu jeder anderen Zeit. Das war ein Sterben, das ihn mit Leben erfüllte. Er war hier und forderte das Meer heraus, ihn wieder so weit zu bringen. Als die nächste turmhohe Welle nahte, schwamm er wie verrückt, sich von ihr erfassen zu lassen. Sie erfasste ihn wirklich bloß eine Sekunde zu spät. Die Wellenspitze leckte, schon kurz davor abzubrechen, am Himmel, und er befand sich immer noch da oben. Eigentlich hätte er schon längst das Gefälle hinabrutschen und sich um einen Rettungsritt da vorne draußen bemühen müssen. Besser wäre es gewesen, er wäre noch ein bis zwei weitere Sekunden zu spät drangewesen. Dann hätte er nur mit dem turbulenten Kielwasser hinter der Welle fertig zu werden brauchen. Nein, er war in diese Welle irgendwie falsch eingestiegen. Er erkannte das, als ihm klar wurde, er werde es nicht in das Gefälle hinunterschaffen. Stattdessen hing er da ganz oben fest, wo ihm nichts übrig blieb, als schließlich in den Abgrund hinunterzufallen und Tonnen malenden Wassers hinter ihm her. Noch nie hatte er sich in solch einer Situation befunden, ganz oben auf einer so großen Welle. Er wusste, wie man sich zu einem Ball einrollt: Den Kopf zwischen die Knie nehmen und die Arme um die Schienbeine klemmen. Er hoffte…