

Beschreibung
Wenn du zum ersten Mal nach Eerie-on-Sea kommst, siehst du nichts als einen verschlafenen Badeort. Doch der Schein trügt. Vor der Küste treibt der Malamander sein Unwesen. Jeder hier ist dem legendären Seeungeheuer auf der Spur, aber jeder aus einem anderen Gr...Wenn du zum ersten Mal nach Eerie-on-Sea kommst, siehst du nichts als einen verschlafenen Badeort. Doch der Schein trügt. Vor der Küste treibt der Malamander sein Unwesen. Jeder hier ist dem legendären Seeungeheuer auf der Spur, aber jeder aus einem anderen Grund. Es gibt Mrs Hanniver von der Bücher-Apotheke, die für jedes Unglück die richtige Lektüre zur Hand hat. Es gibt Hakenhand, vor dem du dich besser in Acht nimmst. Vor allem aber gibt es Herbie Lemon, den 12-jährigen Sachenfinder aus dem Grand Nautilus Hotel, der jedes Fundstück zurück in die richtigen Hände bringt. Eines Tages findet er ein Mädchen: Violet ist wild entschlossen, den Malamander aufzuspüren - er ist die letzte Verbindung zu ihren verschollenen Eltern.
Thomas Taylor, 1973 geboren, wuchs an der Küste von Wales auf. Nach seinem Studium an der Kunstakademie illustrierte er zunächst Bücher und gestaltete unter anderem das englische Cover zu J. K. Rowlings 'Harry Potter und der Stein der Weisen'. Schließlich begann er selbst Bücher zu schreiben. Malamander - Die Geheimnisse von Eerie-on-Sea (2020) ist sein erstes Kinderbuch bei Hanser. Thomas Taylor lebt mit seiner Familie in Südengland.
Herbie, Violet und Hakenhand Thomas Taylor erzählt ein rasantes Abenteuer voll eigenwilliger Gestalten. In Eerie-on-Sea ist das Unmögliche möglich! Wenn du zum ersten Mal nach Eerie-on-Sea kommst, siehst du nichts als einen verschlafenen Badeort. Doch der Schein trügt. Vor der Küste treibt der Malamander sein Unwesen. Jeder hier ist dem legendären Seeungeheuer auf der Spur, aber jeder aus einem anderen Grund. Es gibt Mrs Hanniver von der Bücher-Apotheke, die für jedes Unglück die richtige Lektüre zur Hand hat. Es gibt Hakenhand, vor dem du dich besser in Acht nimmst. Vor allem aber gibt es Herbie Lemon, den 12-jährigen Sachenfinder aus dem Grand Nautilus Hotel, der jedes Fundstück zurück in die richtigen Hände bringt. Eines Tages findet er ein Mädchen: Violet ist wild entschlossen, den Malamander aufzuspüren er ist die letzte Verbindung zu ihren verschollenen Eltern.
Autorentext
Thomas Taylor, 1973 geboren, wuchs an der Küste von Wales auf. Nach seinem Studium an der Kunstakademie illustrierte er zunächst Bücher und gestaltete unter anderem das englische Cover zu J.K. Rowlings "Harry Potter und der Stein der Weisen". Schließlich begann er selbst Bücher zu schreiben. Malamander - Die Geheimnisse von Eerie-on-Sea erschien 2020 bei Hanser, 2021 folgte Gargantis - Die Geheimnisse von Eerie-on-Sea. 2022 erschien mit Shadowghast - Die Geheimnisse von Eerie-on-Sea der dritte Teil der Serie. Thomas Taylor lebt mit seiner Familie in Südengland.
Klappentext
Herbie, Violet und Hakenhand - Thomas Taylor erzählt ein rasantes Abenteuer voll eigenwilliger Gestalten. In Eerie-on-Sea ist das Unmögliche möglich!
Wenn du zum ersten Mal nach Eerie-on-Sea kommst, siehst du nichts als einen verschlafenen Badeort. Doch der Schein trügt. Vor der Küste treibt der Malamander sein Unwesen. Jeder hier ist dem legendären Seeungeheuer auf der Spur, aber jeder aus einem anderen Grund. Es gibt Mrs Hanniver von der Bücher-Apotheke, die für jedes Unglück die richtige Lektüre zur Hand hat. Es gibt Hakenhand, vor dem du dich besser in Acht nimmst. Vor allem aber gibt es Herbie Lemon, den 12-jährigen Sachenfinder aus dem Grand Nautilus Hotel, der jedes Fundstück zurück in die richtigen Hände bringt. Eines Tages findet er ein Mädchen: Violet ist wild entschlossen, den Malamander aufzuspüren - er ist die letzte Verbindung zu ihren verschollenen Eltern.
Leseprobe
Violet Parma
Ein wenig später, Hakenhand ist abgezogen, Mr Mollusc ebenfalls - allerdings nicht, ohne vorher noch zu bemerken: "Warten Sie nur, wenn das Lady Kraken zu Ohren kommt."
Ich hebe einen Holzsplitter vom Boden auf. Es ist ein Teil des Schrankkoffers. Das alte Ding wird mir fehlen - es stand hier, so lange ich zurückdenken kann. Vielleicht wäre es nie abgeholt worden, aber trotzdem, ich hasse es, wenn etwas so unwiederbringlich verloren ist.
"Hallo?", sage ich so laut, wie ich mich traue, und blicke mich um. "Bist du hier?"
Schweigen.
Ich kämpfe mich zum Fenster durch. Es müsste zugemacht werden - mittlerweile ist es eisig hier drinnen -, doch ich beschließe, es offen zu lassen, bloß einen Spalt. Der Schnee wurde von herankriechendem Meernebel abgelöst, der gespensterähnlich in senkrechten Streifen am Fenster vorbeigleitet.
Sie ist tatsächlich verschwunden, aber wer könnte es ihr verdenken? Ich lege die Wollmütze trotzdem gut sichtbar auf die Fensterbank, man weiß nie.
Ich mache mich ans Aufräumen, doch es ist eine traurige Angelegenheit, sich all die armen verlorenen Dinge anzusehen, und nach kurzer Zeit lasse ich mich missmutig in meinen Sessel fallen. Es ist sowieso zu spät, um es ordentlich zu erledigen. Ich starre auf das kleine Fenster in der Tür meines Holzofens, in dem das erste Scheit fröhlich vor sich hin flackert. Als Sachenfinder des Hotels habe ich meinen eigenen Ofen und bekomme jeden Tag ein paar Holzscheite. Mr Mollusc geht das natürlich gegen den Strich, aber er muss sich wohl oder übel damit abfinden, denn diese Abmachung gab es schon, als Lady Kraken das Hotel übernommen hat. Und vermutlich wird sich daran auch nichts mehr ändern. Sie sagt, so bleiben die gefundenen Sachen trocken und abholbereit und in ebenso gutem Zustand wie vor ihrem Verlust. Im Winter habe ich es deshalb ziemlich gemütlich hier unten, und das Feuer hinter dem kleinen Fenster brennt fröhlich und entspannend und ...
"Schläfst du hier?", reißt mich eine Stimme aus meinen Träumen.
Das Mädchen sitzt mit der Wollmütze in der Hand auf der anderen Seite des Ofens. Sie zieht eine Augenbraue hoch. Mein Versuch, meine Kappe zurechtzurücken, sieht bestimmt albern aus - das Gummiband hat sich an meinem Ohr verfangen.
"Wie lange bist du schon hier?", frage ich. Mir fällt auf, dass das Kellerfenster nun geschlossen ist.
Das Mädchen zuckt mit den Schultern. Zum ersten Mal kann ich sie richtig betrachten: Sie hat dunkelbraune Augen, ein hellbraunes Gesicht und einen Lockenschopf, der kaum zu bändigen ist. Sie dürfte so alt sein wie ich - also ungefähr zwölf -, aber da mein eigenes Alter ziemlich ungefähr ist, lässt sich das schwer sagen. Belustigt und mit leuchtenden Augen beobachtet sie, wie ich aus ihr schlau zu werden versuche.
Ihren zu großen Mantel erkenne ich als eine meiner Fundsachen wieder. Die Schuhe sind ihre eigenen, allerdings taugen sie nicht für den Winter und sind völlig durchnässt. Das Feuer ist fast heruntergebrannt, ich lege noch ein Scheit nach.
"Bist du ...?", setze ich an, doch sie schüttelt den Kopf, und ich unternehme einen neuen Anlauf. "Oder vielleicht ...?" Aber sie lacht bloß.
"Nein, weder noch", antwortet sie. "Ich bin keine Diebin, und ich bin ganz sicher kein Gast dieses Hotels." Sie lächelt, offenbar scheine ich ein wenig verwirrt auszusehen. "Aber ich weiß, wer du bist", sagt sie. "Du bist Herbert Lemon, der berühmte Sachenfinder des Grand Nautilus Hotels."
"Berühmt?"
"Na ja, jedenfalls für mich berühmt. Ich bin viele Hundert Meilen gereist, nur um dich zu sehen, Herbert ..."
"Herbie", verbessere ich sie. Ich gebe die Sache mit der Kappe auf und nehme sie einfach ab.
"... weil ich glaube, dass du der einzige Mensch auf der Welt bist, de