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Visuelle Gewalt

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Beschreibung

Wie und warum wurden seelisch kranke Menschen zum Bild? Seit Ende des 19. Jahrhunderts fotografierten Ärzte hinter Anstaltsmauern ihre Patienten. Mediziner versuchten durch das Medium Fotografie, das unsichtbare Seelenleben an fixierbaren Körpersymptomen kenntlich zu machen.
In diesem Buch werden die »Fotografien-wider-Willen« als Teil einer normierenden Körperpolitik interpretiert, die das Fremde definierte und damit eine Gegenwelt zur repräsentativen bürgerlichen Normalität entwarf. »Visuelle Gewalt« ist Kennwort für ein Ordnungsverfahren, das im Namen von wissenschaftlicher Vernunft auf Körper und Seelen zielte, Menschen typisierte und ausgrenzte. Populäre Darstellungen des Wahns sind bis heute davon geprägt.

Produktinformationen

Titel: Visuelle Gewalt
Untertitel: Menschenbilder aus der Psychiatrie des 20. Jahrhunderts
Autor:
EAN: 9783839404201
Digitaler Kopierschutz: Wasserzeichen
Format: E-Book (pdf)
Hersteller: transcript Verlag
Genre: Fotokunst
Anzahl Seiten: 256
Veröffentlichung: 20.06.2016
Dateigrösse: 9.9 MB