

Beschreibung
WALLSTREET JOURNAL und NEW YORK TIMES-Besteller Vor zehn Jahren musste Emma Price hilflos mit ansehen, wie der rote Regenmantel ihres sechsjährigen Sohns Aiden aus dem Wasser gefischt wurde. An jenem verhängnisvollen Tag gab es eine Sturmflut und der kleine Ju...WALLSTREET JOURNAL und NEW YORK TIMES-Besteller Vor zehn Jahren musste Emma Price hilflos mit ansehen, wie der rote Regenmantel ihres sechsjährigen Sohns Aiden aus dem Wasser gefischt wurde. An jenem verhängnisvollen Tag gab es eine Sturmflut und der kleine Junge lief heimlich von der Schule weg und ertrank. Sein Körper wurde nie gefunden. Zehn Jahre später hat sich Emma nach sehr schweren Zeiten von diesem Schicksalsschlag erholt, ist verheiratet und hochschwanger - als plötzlich ihr totgeglaubter Sohn wieder auftaucht. Stumm. Nur die zahlreichen, zum Teil Jahre alten Verletzungen erzählen eine grausame Geschichte. Wo war er? Was ist ihm passiert? Und wer hat Aiden entführt? Emma sucht verzweifelt nach Antworten. Und muss feststellen, dass sie niemandem vertrauen kann ... SILENT CHILD hat sich weltweit bereits über 800.000 Mal verkauft und ist jetzt endlich auch auf Deutsch als eBook erhältlich. eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung!
Sarah A. Denzil lebt mit ihrem Mann und ihrer Katze in Yorkshire, wo sie die malerische Landschaft und das eher unberechenbare Wetter genießt. Sie liebt es, spannende psychologische Romane mit vielen Wendungen zu schreiben. Zu ihren Büchern gehört der Bestseller SILENT CHILD, der 2017 eines der zehn meistverkauften E-Books in Großbritannien war. Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt und stehen regelmäßig auf den Beststellerlisten.
WALLSTREET JOURNAL und NEW YORK TIMES-Bestseller
Vor zehn Jahren musste Emma Price hilflos mit ansehen, wie der rote Regenmantel ihres sechsjährigen Sohns Aiden aus dem Wasser gefischt wurde. An jenem verhängnisvollen Tag gab es eine Sturmflut und der kleine Junge lief heimlich von der Schule weg und ertrank. Sein Körper wurde nie gefunden. Zehn Jahre später hat sich Emma nach sehr schweren Zeiten von diesem Schicksalsschlag erholt, ist verheiratet und hochschwanger - als plötzlich ihr totgeglaubter Sohn wieder auftaucht. Stumm. Nur die zahlreichen, zum Teil Jahre alten Verletzungen erzählen eine grausame Geschichte. Wo war er? Was ist ihm passiert? Und wer hat Aiden entführt? Emma sucht verzweifelt nach Antworten. Und muss feststellen, dass sie niemandem vertrauen kann ...
SILENT CHILD hat sich weltweit bereits über 800.000 Mal verkauft und ist jetzt endlich auch auf Deutsch als eBook erhältlich.
eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung!
Autorentext
Sarah A. Denzil lebt mit ihrem Mann und ihrer Katze in Yorkshire, wo sie die malerische Landschaft und das eher unberechenbare Wetter genießt. Sie liebt es, spannende psychologische Romane mit vielen Wendungen zu schreiben. Zu ihren Büchern gehört der Bestseller SILENT CHILD, der 2017 eines der zehn meistverkauften E-Books in Großbritannien war. Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt und stehen regelmäßig auf den Beststellerlisten.
Leseprobe
1
An dem Tag, als ich Aiden verlor, habe ich begriffen, was es bedeutet, die Kontrolle zu verlieren. Die Menschen reden ja ständig davon, die Kontrolle zu verlieren, aufgrund von Alkohol oder Drogen, aus Leidenschaft oder bei einem Wutanfall. Doch keiner von denen weiß, wie es wirklich ist, die Kontrolle zu verlieren, und ich rede hier nicht von der Kontrolle über meine Gefühle, sondern über mein Leben. Damals brach alles um mich herum in sich zusammen, während ich nur dastehen und machtlos zusehen konnte.
Ich habe gehört, dass es heißt: Man kann immer nur sich selbst und das eigene Verhalten kontrollieren, niemals jedoch die äußeren Lebensumstände. Das Verhalten anderer Menschen lässt sich im Gegensatz zum eigenen Handeln nicht kontrollieren. Das ist die große Tragödie unseres Lebens. In einem Moment ist noch alles perfekt, und im nächsten liegt alles in Trümmern, weil sich Vorkommnisse um uns herum ereignen, auf die wir keinen Einfluss haben. Was soll man glauben, wenn einem das eigene Kind genommen wird? Dass es Schicksal war? Gott? Pech? Wie soll man weiterleben?
Was die Geburtslotterie anbelangt, hatte ich eigentlich Glück. Ich wurde in eine ländliche Idylle hineingeboren, die einen leicht zu dem Glauben verleitet: Mir wird niemals etwas Böses widerfahren. Mag sein, dass die täglichen Nachrichten voll waren von Schusswaffen und Gewalt, aber nichts dergleichen passierte jemals in Bishoptown-on-Ouse. Wir lebten dort wie in einem Gemälde von John Constable, eingebettet in eine weitläufige Landschaft aus Bruchsteinmäuerchen und ausladenden grünen Hügeln und Weiden. Wir waren sicher und geborgen. Zumindest dachte ich das.
Am einundzwanzigsten Juni 2006 schlüpfte ich nachmittags gegen zwei Uhr in meine gute Regenjacke und ein Paar Gummistiefel und trat hinaus in das schlimmste Unwetter, das Bishoptown-on-Ouse seit 1857 erlebt hatte. Das kleine Landhaus, in dem ich mit meinen Eltern und meinem sechs Jahre alten Sohn Aiden lebte, stand ein wenig zurückgesetzt an einer recht ruhigen Straße, und als ich nach draußen ging, wurde ich von der Stärke des vorüberströmenden Wassers überrascht. Es schlug mir gegen die Gummistiefel und spritzte hoch bis zu meinen Leisten. Mein Herz schlug sofort schneller, weil ich mir Sorgen machte, ob ich es überhaupt bis zur Schule schaffen würde. Die Lehrer hatten in einem Rundruf alle Eltern gebeten, ihre Kinder abzuholen, denn in der Schule drang der Regen bereits durchs Dach, und es bestand die Gefahr, dass die Ouse über die Ufer trat. Es war zwar Starkregen vorhergesagt worden, aber mit diesen Wassermassen hatte niemand gerechnet. Der Regen prasselte in Strömen von oben herab, durchnässte erbarmungslos mein Gesicht und schlug heftig gegen die Kapuze meiner Karrimor-Jacke.
Die Ouse wand sich durch unser winziges Dorf wie eine Boa constrictor durch einen Sandkasten. Sie war pittoresk und hübsch, aber ein viel zu breiter Fluss für unsere kleine Ortschaft. In Bishoptown gab es zwei Pubs, ein Bed & Breakfast, eine Kirche, eine Schule und ungefähr vierhundert Einwohner. Es war das zweitkleinste Dorf Englands und das kleinste in Yorkshire. Niemand zog aus Bishoptown weg, und niemand zog dorthin. Und wenn doch einmal ein Haus zum Verkauf stand, dann nur, weil jemand gestorben war.
Jeder kannte jeden. Wir wuchsen zusammen auf, lebten zusammen, zogen gemeinsam unsere Kinder groß. Als daher das Telefon klingelte und Amy Perry - eine der Grundschullehrerinnen, die auch eine alte Schulfreundin von mir war - mich bat, Aiden abzuholen, wusste ich, dass es dort schlimm stand. Denn ansonsten hätte Amy jedes einzelne Kind aus dem Dorf persönlich nach Hause gebracht. So sehr vertrauten wir einander.
Ich hatte gehört, wie der Regen gegen die Fenster trommelte, war aber wie so oft in meine eigene Welt versunken gewesen. Auf Facebook hatte ich mir Fotos von alten Schulfreundinnen angesehen, die zur Un