

Beschreibung
Familiengeheimnisse können tödlich sein - der neue große Roman von Sadie Jones Dan ahnt nicht, wie millionenschwer die Familie seiner Frau Bea ist. Das junge Paar lebt bescheiden in einem kleinen Apartment in London. Um der Enge zu entfliehen, nehmen sich die ...Familiengeheimnisse können tödlich sein - der neue große Roman von Sadie Jones
Dan ahnt nicht, wie millionenschwer die Familie seiner Frau Bea ist. Das junge Paar lebt bescheiden in einem kleinen Apartment in London. Um der Enge zu entfliehen, nehmen sich die beiden eine Auszeit. Ihre Reise durch Europa führt sie zuerst zu Beas Bruder nach Burgund. Gerade bei Alex angekommen, kündigen sich zu Beas Entsetzen die Eltern Adamson zu einem Überraschungsbesuch an. Plötzlich wird Dan klar, dass er ein ganz anderes Leben führen könnte - warum nur distanziert sich Bea so sehr von ihrer Familie und deren Reichtum? Als ein Mord geschieht, bricht das jahrelange Schweigen auf, und weder Bea noch Dan können der Wahrheit mit ihren furchtbaren Konsequenzen entfliehen ...
Mit feinem Gespür erzählt Sadie Jones davon, wie schwer es ist, den Verlockungen des Geldes zu widerstehen - soghaft und atemberaubend spannend.
»?Die Skrupellosen? ist ein beängstigender Roman über die zerstörerische Kraft von Geld und Macht; so spannend und beklemmend wie die Bücher von Ian McEwan.« The New York Times Book Review
Sadie Jones, 1967 in London geboren, arbeitete als Drehbuchautorin, unter anderem für die BBC. 2005 verfilmte John Irvin ihr Drehbuch »The Fine Art of Love« mit Jacqueline Bisset in der Hauptrolle. Ihr preisgekröntes Romandebüt »Der Außenseiter« (2008) wurde in Großbritannien auf Anhieb ein Nr.-1-Bestseller und war auch in Deutschland ein großer Presse- und Publikumserfolg. Zuletzt erschien von ihr der Roman »Jahre wie diese«.
Wenn Familiengeheimnisse tödlich sind
Dan und Bea, frisch verheiratet, leben zufrieden in einem bescheidenen Apartment in London. Bis Dan erfährt, dass sein Schwiegervater einer der reichsten Männer der Stadt ist. Doch warum weigert sich seine Frau nur so hartnäckig, etwas Geld ihrer Familie anzunehmen? Als dann überraschend Beas Bruder Alex stirbt, bricht das Schweigen auf und niemand der Beteiligten kann der Wahrheit mit ihren furchtbaren Konsequenzen entfliehen
»Die britische Autorin Sadie Jones hat das Kunststück fertiggebracht, einen hervorragenden Unterhaltungsroman zu schreiben, der zugleich eine kluge Reflexion über die Macht des Geldes ist.« DER SPIEGEL, Claudia Voigt
»Die britische Autorin Sadie Jones hat das Kunststück fertiggebracht, einen hervorragenden Unterhaltungsroman zu schreiben, der zugleich eine kluge Reflexion über die Macht des Geldes ist.« (DER SPIEGEL, Claudia Voigt)
Autorentext
Sadie Jones, 1967 in London geboren, arbeitete als Drehbuchautorin, unter anderem für die BBC. 2005 verfilmte John Irvin ihr Drehbuch »The Fine Art of Love« mit Jacqueline Bisset in der Hauptrolle. Ihr preisgekröntes Romandebüt »Der Außenseiter« (2008) wurde in Großbritannien auf Anhieb ein Nr.-1-Bestseller und war auch in Deutschland ein großer Presse- und Publikumserfolg. Zuletzt erschien von ihr der Roman »Jahre wie diese«.
Zusammenfassung
Familiengeheimnisse können tödlich sein der neue große Roman von Sadie Jones
Dan ahnt nicht, wie millionenschwer die Familie seiner Frau Bea ist. Das junge Paar lebt bescheiden in einem kleinen Apartment in London. Um der Enge zu entfliehen, nehmen sich die beiden eine Auszeit. Ihre Reise durch Europa führt sie zuerst zu Beas Bruder nach Burgund. Gerade bei Alex angekommen, kündigen sich zu Beas Entsetzen die Eltern Adamson zu einem Überraschungsbesuch an. Plötzlich wird Dan klar, dass er ein ganz anderes Leben führen könnte warum nur distanziert sich Bea so sehr von ihrer Familie und deren Reichtum? Als ein Mord geschieht, bricht das jahrelange Schweigen auf, und weder Bea noch Dan können der Wahrheit mit ihren furchtbaren Konsequenzen entfliehen Mit feinem Gespür erzählt Sadie Jones davon, wie schwer es ist, den Verlockungen des Geldes zu widerstehen soghaft und atemberaubend spannend.»Die Skrupellosen ist ein beängstigender Roman über die zerstörerische Kraft von Geld und Macht; so spannend und beklemmend wie die Bücher von Ian McEwan.« The New York Times Book Review
Leseprobe
1
In der Nacht, als sie beschlossen, London zu verlassen, hatte Bea einen Traum. Träume sind wie Stummfilme - da werden Waffen abgefeuert, ohne dass man Schüsse hört, und Menschen reden ohne Stimme. Dieser Traum hingegen war ohrenbetäubend. Bea wachte von dem Lärm auf, in atemlosem Schock und Entsetzen.
Sie glaubte nicht, dass sie den Traum gehabt hatte, weil sie beschlossen hatten, wegzufahren, sondern wegen des Vorfalls mit der italienischen Ledertasche und dem Mädchen mit dem Messer.
Die Reisetasche war aus dunkelrotem Leder und sah zu edel aus für ihre Umgebung. Bea war stehen geblieben, als sie sie entdeckt hatte, im Fenster eines Secondhand-Ladens auf der Holloway Road. Sie lag unter den Falten eines langen Nylonrocks an einer kopflosen Schaufensterpuppe, der mit einem rosa Pullover kombiniert worden war. Es sollte retro aussehen, wirkte aber einfach nur altbacken. Die rote Ledertasche hingegen war glamourös. Sie sah aus, als hätte George Clooney sie vergessen, unterwegs zu einem kleinen Flughafen, um sich mit Julia Roberts zu treffen. Bea erkannte die gute Qualität, konnte aber nirgendwo einen Preis entdecken. Im Schaufenster lagen auch noch Perlen aus falschem Bernstein, High Heels und, an einer weiteren Schaufensterpuppe, ein überdimensioniertes Abendkleid. Bea hielt sich die Hand über die Augen und näherte ihr Gesicht der Scheibe. Dan würde die Reisetasche wahnsinnig gut gefallen. Sie war stylish und cool. Bea ging zur Ladentür und drückte dagegen, sie bewegte sich zwar, ließ sich aber nicht öffnen. Innen lagen stapelweise gespendete Sachen, und zwischen der Gummidichtung und dem Boden hatte sich eine Jeans verklemmt. Als Bea durchs Fenster schaute, konnte sie eine Frau und ein Mädchen im Laden sehen, die miteinander redeten. Die Frau stand hinter dem Tresen, das Mädchen hatte eine Hand auf einen Kinderwagen gelegt. Es sah aus, als würden sie streiten. Bea drückte fester gegen die Tür und schob den Kopf durch den Spalt.
»Entschuldigung«, sagte sie.
Keine von beiden drehte sich um.
»Entschuldigung«, wiederholte Bea. »Hallo.«
»Verpiss dich«, sagte das Mädchen, das sich immer noch nicht umdrehte.
Bea konnte sie nicht besonders gut erkennen. Die Luft roch stickig, und von hinten kam der Straßenlärm.
»Schon gut!«, rief die Frau hinterm Tresen, doch sie klang verängstigt.
Bea schaute zu den Passanten auf dem Gehweg, die vorübereilten, ohne etwas zu bemerken, dann stemmte sie die Schulter gegen die Tür und drückte kräftig dagegen, bis sie sich durch den Spalt in den Laden quetschen konnte. Die Tür fiel hinter ihr zu.
»Verpiss dich«, sagte das Mädchen und drehte sich zu Bea um. Sie hatte ein Messer in der Hand.
Es war kein Messer, das für einen Kampf gedacht war, eher ein Küchenmesser, und sie hielt es auch nicht vor sich, sondern umklammerte es nur. Hinter ihr riss die Frau die Augen auf wie zu einem stummen Hilferuf.
»Was willst du denn?«, fragte das Mädchen.
»Ist alles in Ordnung?«, fragte Bea.
Das Mädchen war groß, hatte lange Beine in einer Skinny Jeans und Turnschuhe, die für ihren Körper zu groß aussahen.
»Was willst du hier? Geh weg!«, sagte sie. Bea fand, dass sie high wirkte. Sie war hektisch und konfus.
Die Frau hinter dem Tresen ging langsam rückwärts und verschwand lautlos in einer dunklen Türöffnung. Bea lächelte das Mädchen an, um ihre Aufmerksamkeit zu halten. Sie hatte geweint. Ihr Make-up war verschmiert, ihre Haut sehr weiß. Sie sah nicht so aus, als ob sie wüsste, dass sie ein Messer in der Hand hatte.
»Ich wollte nur fragen, wie viel die Tasche im Schaufenster kostet«, sagte Bea. »Diese rote.«
Das Mädchen war verwirrt, ihre Augen zuckten hin und her. Sie wischte sich übers Gesicht und schob sich das Haar hinters Ohr.
»Entschuldigung«, sagte Bea, »du arbeitest gar nicht hier, oder?«
»Ich musste raus«, sagte das Mädc
