

Beschreibung
Ein Reisebericht voller Geschichten. Eine Hymne aufs Gelobte Land und ein analytischer Blick auf die Widersprüche im Nahen Osten: Literatur, die uns Fremdes eindringlich nahebringt. Als Marie und Rupert ihren Freunden sagen, daß sie für ein paar Wochen nach Is...Ein Reisebericht voller Geschichten. Eine Hymne aufs Gelobte Land und ein analytischer Blick auf die Widersprüche im Nahen Osten: Literatur, die uns Fremdes eindringlich nahebringt. Als Marie und Rupert ihren Freunden sagen, daß sie für ein paar Wochen nach Israel reisen werden, reagieren die höchst unterschiedlich: Mit guten Wünschen, neidisch, manche auch bestürzt. Wie kann man in eine Krisenregion fahren, in der Attentate und Vergeltungsaktionen derart den Alltag bestimmen? Auf der Reise aber geht es darum, nicht vorschnelle Antworten zu geben, sondern genau hinzuschauen. Die Welt jenseits aller Vorurteile und allen scheinbaren Wissens über ein Entweder-Oder neu zu buchstabieren - ist das möglich? Erst einmal durch die Begegnung mit Menschen, mit Zvi und Mascha Vogel etwa, die seit fünfzig Jahren in Israel leben - vielleicht aber noch immer auch im galizischen Drohobyz. Und immer wieder spricht Marie mit Moshe Bibermann, der sich keinen Illusionen über die Schwierigkeit der Lage hingibt und dennoch ein fröhlicher Mensch ist. Oder deshalb? Am Center für German Studies in Beer Sheva, wo Marie Vorträge hält, trifft sie Amal, die israelische Palästinenserin, sie schließt Bekanntschaft mit Beduinen und mit einem Taxifahrer, der sie in die Westbank bringt, und sie erlebt am eigenen Leib, was halblegale Grenzübertritte bedeuten. Sabine Peters entfaltet ein Panorama menschlicher Verhaltensweisen, in denen das Eigene sich im Fremden spiegelt - und erkennt.
"Nach der Lektüre sind wir aller beruhigenden Vorurteile beraubt. Dieser Verlust aber ist dringend geboten."[Quelle: Michael Braun, Frankfurter Rundschau, 5.7.2006]"Sabine Peters gelingt es immer wieder, das Nebeneinander von Tätern und Opfern und das zeitgleiche Vertauschen der Rollen sehr genau zu beschreiben."[Quelle: Annett Gröschner, Freitag, 17.3.2006]"Ein reiches Buch. Man erfährt viel. Wie wenn man selbst dort gewesen wäre."[Quelle: chrismon.de, 8.5.2006]"die zutiefst menschliche Seite des Konflikts, der kein Ende zu nehmen scheint, schildert Sabine Peters mit viel Einfühlungsvermögen für alle Beteiligten, einem klaren Blick für Details und einem offenen Ohr für (Zwischen-)Töne."[Quelle: Unsere Kirche, 14.5.2006]Das Buch "demonstriert die unglaubliche Anstrengung, in einer ausweglos erscheinenden Situation in einem zerrissenen Land erst einmal den Menschen ins Gesicht zu schauen."[Quelle: Detlef Grumbach, Saarländischer Rundfunk, 27.5.2006]"Sabine Peters hat Spaß an den Worten, jongliert damit, keines fällt daneben."[Quelle: Gesine Strempel, WDR, 18.6.2006]"Sabine Peters versucht, möglichst viele der Facetten aufzuzeigen, die das Land ausmachen"[Quelle: Insa Segebade, Ostfriesische Zeitung vom 13.6.2006]"Das Buch ist nicht nur klug, sondern - wegen seiner Ehrlichkeit - auch oft höchst komisch."(Chrismon, Juli 2006)"Singsand ist ein lesenswertes Buch, das weit verbreitete Klischees und Vorurteile zur Lage im Nahen Osten leichthin aufzubrechen vermag."[Quelle: Jüdische Zeitung, 8/2006]"Kurze Notate, oft nur ein Substantiv, Dialoge, Konfliktsituationen: es ist Literatur."[Quelle: Christine Razun, Der evangelische Buchberater, 03.2006]"Denn nur wer zu fragen versteht, mag verstehen. Dies lernt, wer "Singsand" liest."[Quelle: Dorothea Dieckmann, Neue Zürcher Zeitung, 07.09.2006]Sabine Peters erhält für ihren Reisebericht "Singsand" (Wallstein-Verlag) den vom ver.di-Fachbereich Medien, Kunst und Industrie Rheinland-Pfalz-Saar gestifteten Sonderpreis der Jury "Buch des Jahres 2006".Zur Begründung der Preisvergabe:"Sabine Peters' Reisebericht "Singsand" erzählt in poetischer Dichte von einer Reise in den Nahen Osten mit dem genauen Blick auf das Wesentliche. Unterschiedliche Sichtweisen finden in starken Sprachbildern ihren Ausdruck. Täter, Opfer, das Für und das Wi
Autorentext
Sabine Peters, geb. 1961, studierte Literaturwissenschaft, Politikwissenschaft und Philosophie in Hamburg. Nach einigen Jahren im Rheiderland lebt sie seit 2004 wieder in Hamburg. Neben Romanen, Erzählungen, Hörspielen schreibt Sabine Peters auch Essays und Kritiken. Sie wurde ausgezeichnet u.a. mit dem Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb, dem Clemens-Brentano-Preis, dem Evangelischen Buchpreis und dem Georg-K.-Glaser-Preis. 2016 erhielt sie den Italo-Svevo-Preis.
Klappentext
Als Marie und Rupert ihren Freunden sagen, daß sie für ein paar Wochen nach Israel reisen werden, reagieren die höchst unterschiedlich: Mit guten Wünschen, neidisch, manche auch bestürzt. Wie kann man in eine Krisenregion fahren, in der Attentate und Vergeltungsaktionen derart den Alltag bestimmen? Auf der Reise aber geht es darum, nicht vorschnelle Antworten zu geben, sondern genau hinzuschauen. Die Welt jenseits aller Vorurteile und allen scheinbaren Wissens über ein Entweder-Oder neu zu buchstabieren - ist das möglich? Erst einmal durch die Begegnung mit Menschen, mit Zvi und Mascha Vogel etwa, die seit fünfzig Jahren in Israel leben - vielleicht aber noch immer auch im galizischen Drohobyz. Und immer wieder spricht Marie mit Moshe Bibermann, der sich keinen Illusionen über die Schwierigkeit der Lage hingibt und dennoch ein fröhlicher Mensch ist. Oder deshalb? Am Center für German Studies in Beer Sheva, wo Marie Vorträge hält, trifft sie Amal, die israelische Palästinenserin, sie schließt Bekanntschaft mit Beduinen und mit einem Taxifahrer, der sie in die Westbank bringt, und sie erlebt am eigenen Leib, was halblegale Grenzübertritte bedeuten. Sabine Peters entfaltet ein Panorama menschlicher Verhaltensweisen, in denen das Eigene sich im Fremden spiegelt - und erkennt.