

Beschreibung
Im Alter werden psychische Erkrankungen oft von körperlichen Gebrechen begleitet. Auf der anderen Seite führen altersbedingte Erkrankungen häufig zu psychischen Veränderungen. Wie Fachkräften und Laienpflegern angesichts dieser doppelten Herausforderung eine g...Im Alter werden psychische Erkrankungen oft von körperlichen Gebrechen begleitet. Auf der anderen Seite führen altersbedingte Erkrankungen häufig zu psychischen Veränderungen. Wie Fachkräften und Laienpflegern angesichts dieser doppelten Herausforderung eine gute Pflege- und Beziehungsarbeit gelingen kann, zeigt dieses Buch. In der gerontopsychiatrischen Pflege müssen die Pflegenden die grundlegenden Bedürfnisse des alten Menschen erkennen, subjektive und objektive Hinweiszeichen verstehen und in der individuellen Beziehung gezielt unterstutzend handeln. Dieses Buch liefert praktisches Handwerkszeug für klinisch und ambulant Pflegende mit Hilfe einer klaren Systematisierung nach Gesundheitsverhaltensmustern. Fallbeispiele sowie umfangreiches Downloadmaterial unterstützen die gerontopsychiatrische Arbeit ganz konkret. Ein praktischer Handwerkskoffer für • professionell Pflegende • nicht spezialisierte Pflege- und Betreuungskräfte • Laienhelfer • für klinische, ambulante und familiäre Pflege.
Autorentext
Diakon Dr. Rüdiger Noelle hat langjährige Erfahrung als Fachkrankenpfleger für Psychiatrie und im Management der Psychiatrie und Altenhilfe. Er ist Dozent und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld.
Inhalt
Vorwort: Mit den Augen des Gegenübers sehen 10 Einleitung: Erkennen, verstehen, handeln 12 Grundlagen 14 Alter und Psychiatrie. 14 Altersbilder. 14 Alter und Einsamkeit. 16 Hoffnung und Alter. 17 Die gerontopsychiatrische Pflege. 19 Beziehungsarbeit und Milieugestaltung . 19 Pflege im Team. 21 Assessmentformen. 21 Der Pflegeprozess und seine Dokumentation. 22 Prioritäten und Verantwortlichkeiten. 24 Basisassessments zum Ausschluss lebensbedrohlicher Situationen 26 Notfallassessment. 26 Delir im Alter. 27 Delirerkennung. 28 Interventionen bei Delirrisiko und Delir. 30 Behandlung des Delirs. 31 Sonderfall Entzugsdelir. 32 Suizidalität im Alter. 33 Suizidalität erkennen . 35 Handeln bei akuter Suizidalität. 35 Gesundheitsverhaltensmuster Ernährung und Stoffwechsel 38 Erfassung der Fakten und Gewohnheiten . 39 Ernährung lebensphasengerecht sicherstellen. 40 Exkurs Dekubitus: Risikoerkennung, -prophylaxe und -behandlung. 42 Gesundheitsverhaltensmuster Ausscheidung 45 Assessment von Stuhl- und Harnkontinenz. 46 Unterstützungsmöglichkeiten zur Kontinenz. 48 Gesundheitsverhaltensmuster Aktivität und Bewegung 49 Grundlegende Modelle zur Aktivität und Bewegung im Alter. 49 Modell der Handlungsspielräume . 50 Modell der Selektiven Optimierung mit Kompensation . 51 Assessment zur Aktivität im Alter. 52 Sicherstellung von Aktivität im Alter . 54 Motivierung zur Aktivität. 55 Zufriedenheit mit der Aktivität. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57 Gesundheitsverhaltensmuster Schlaf und Ruhe 58 Schlafassessment. 59 Hilfen zu einem erholsamen Schlaf. 60 Gesundheitsverhaltensmuster Kognition und Perzeption 62 Demenzen und andere kognitive Störungen erkennen und handeln . 64 Die häufigsten Demenztypen. 65 Besonderheiten seltener Demenzformen. 68 Die Alzheimer-Demenz und ihr Verlauf. 71 Phasen des Erlebens. 72 Drei-Welten-Modell. 76 Das Umkehrphänomen. 78 Arbeitsmethoden im Umfeld der Demenz. 82 Von der Validation zur Mäeutik. 82 Biografiearbeit. 86 DCM. 89 H.I.L.DE.. 90 Schmerz bei Demenz. 92 Exkurs Problemgerecht kommunizieren . 94 Körpersprache. 96 Visuelle Kommunikation. 98 Demenz und Depression unterscheiden. 100 Psychosen. 103 Sucht im Alter. 107 Gesundheitsverhaltensmuster Selbstwahrnehmung und Selbstkonzept 110 Depressionsrisiken erkennen und handeln. 111 Assessment der Depression. 113 Positive Selbstwahrnehmung unterstützen. 116 Gruppentraining sozialer Kompetenz. 117 Psychoedukation . 119 Psychotherapie im Alter. 119 Exkurs Die Person in den Mittelpunkt stellen. 122 Gefühle und Bedürfnisse der zu Pflegenden einschätzen. 122 Eigene Gefühle und Bedürfnisse mit Achtsamkeit wahrnehmen. 125 Gesundheitsverhaltensmuster Bewältigungs verhalten und Stresstoleranz 127 Pflege im Umfeld von Agitation, Aggression und Gewalt. 130 Interventionsmöglichkeiten bei dementen Menschen. 131 Allgemeine gewaltpräventive Interventionen. 136 Einsatz von Rechtsmitteln bei fehlendem Bewältigungsverhalten. 138 Betreuungsrecht. 139 Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. 140 Gesundheitsverhaltensmuster Rollen und Beziehungen 141 Informationssammlung im Umfeld des zu Pflegenden. 141 Beratung und Unterstützung von pflegenden Angehörigen. 144 Gesundheitsverhaltensmuster Werte und Überzeugungen der zu Pflegenden 146 Religionsanamnese. 148 Gesundheitsverhaltensmuster Sexualität und Reproduktion 150 Kultur- und individualsensibel handeln. 150 Exkurs Ekel. 151 Abschied nehmen 153 Entlassung, Verlegung oder Umzug. 153 Sterbebegleitung. 154 Schlussbemerkung: Was die gerontopsychiatrische Pflege ausmacht 157 Literatur 159