

Beschreibung
»Rassismus ist ein Konstrukt unserer weißen Gesellschaft - also müssen wir auch dafür sorgen, dass er wieder verschwindet!« Robin DiAngelo Rassismus ist kein Phänomen, das man lediglich am rechten Rand unserer Gesellschaft findet. Doch wir haben verlernt, ihn ...»Rassismus ist ein Konstrukt unserer weißen Gesellschaft - also müssen wir auch dafür sorgen, dass er wieder verschwindet!« Robin DiAngelo Rassismus ist kein Phänomen, das man lediglich am rechten Rand unserer Gesellschaft findet. Doch wir haben verlernt, ihn zu sehen und streiten ab, dass er in unserem Denken eine Rolle spielt (etwa, wenn Sigmar Gabriel Clemens Tönnies mit den Worten verteidigt: »Das ist Quatsch, wer ihn kennt, weiß, dass er kein Rassist ist. Vor allem aber verniedlicht dieser Vergleich die wirklichen Rassisten!«). Dieses Herunterspielen von Hetze und Vorurteilen und das Umdrehen eines solchen Vorwurfs als persönlichen Angriff gegen den Sprecher nennt Robin DiAngelo »Weiße Fragilität«. DiAngelo zeigt, wie wir ihn alle (oft unbewusst) nutzen. Dabei wissen wir aus jüngster Vergangenheit, wie schnell aus scheinbar harmlosen Worten Taten werden. Wie weit sich diese gefährliche Rhetorik vom rechten Rand bereits in die Mitte vorgefressen hat, zeigt Rassismus-Forscherin DiAngelo anhand erschreckender alltäglicher Beispiele. Ein Buch, das weh tut, das aufweckt, das aber auch zeigt, wie rassistisches Denken endlich aus unserer Gesellschaft verschwinden kann.
Robin DiAngelo ist Soziologin und forscht seit Jahren zum Thema Rassismus. Sie lehrt unter anderem an der University of Washington in Seattle. Außerdem gibt sie seit mehr als 20 Jahren Kurse zu Antirassismus. 2011 hat sie den Begriff white fragility geprägt, der die abwehrende und aggressive Reaktion vieler Weißer bezeichnet, wenn sie mit dem Rassismus konfrontiert werden, der von ihnen ausgeht.
»Rassismus ist ein Konstrukt unserer weißen Gesellschaft also müssen wir auch dafür sorgen, dass er wieder verschwindet!« Robin DiAngelo Rassismus ist ein gesellschaftliches Problem unserer Zeit. In diesem wegweisenden Buch zeigt Robin DiAngelo, welche Privilegien damit einhergehen, in einer von Weißen dominierten Gesellschaft weiß zu sein - und wie wir unbewusst Menschen aufgrund ihres Aussehens und ihrer Herkunft strukturell benachteiligen. Für das Phänomen, nicht über Rassismus sprechen zu wollen, hat DiAngelo den Begriff "weiße Fragilität" geprägt. Ausgehend davon erklärt sie den großen Riss in unserer Gesellschaft, die Gefahr, die von ihm ausgeht, und was wir tun können, um das System zu durchbrechen. Ein neues und hochaktuelles Standardwerk zum Thema Rassismus. Der New York Times-Bestseller der bekanntesten Rassismus-Expertin der USA
Vorwort
Das aktuell meistverkaufte Buch zum Thema Rassismus - hinterfragt geschickt die rassistischen Prinzipien, auf den unsere Gesellschaft ruht und von denen wir alle profitieren.
Autorentext
Robin DiAngelo ist Soziologin und forscht seit Jahren zum Thema Rassismus. Sie lehrt unter anderem an der University of Washington in Seattle. Außerdem gibt sie seit mehr als 20 Jahren Kurse zu Antirassismus. 2011 hat sie den Begriff white fragility geprägt, der die abwehrende und aggressive Reaktion vieler Weißer bezeichnet, wenn sie mit dem Rassismus konfrontiert werden, der von ihnen ausgeht.
Zusammenfassung
»Rassismus ist ein Konstrukt unserer weißen Gesellschaft – also müssen wir auch dafür sorgen, dass er wieder verschwindet!« Robin DiAngelo
Rassismus ist ein gesellschaftliches Problem unserer Zeit. In diesem wegweisenden Buch zeigt Robin DiAngelo, welche Privilegien damit einhergehen, in einer von Weißen dominierten Gesellschaft weiß zu sein - und wie wir unbewusst Menschen aufgrund ihres Aussehens und ihrer Herkunft strukturell benachteiligen. Für das Phänomen, nicht über Rassismus sprechen zu wollen, hat DiAngelo den Begriff "weiße Fragilität" geprägt. Ausgehend davon erklärt sie den großen Riss in unserer Gesellschaft, die Gefahr, die von ihm ausgeht, und was wir tun können, um das System zu durchbrechen. Ein neues und hochaktuelles Standardwerk zum Thema Rassismus.
Der New York Times-Bestseller der bekanntesten Rassismus-Expertin der USA
Leseprobe
Einleitung Von hier aus kommen wir nicht ans Ziel
Ich bin eine weiße Frau und stehe neben einer schwarzen Frau. Vor uns sitzt eine Gruppe weißer Angestellter. Wir befinden uns an ihrem Arbeitsplatz, weil wir von ihrem Arbeitgeber engagiert worden sind, damit wir mit ihnen einen Dialog über Rassismus anstoßen. Es herrscht eine angespannte, feindselige Atmosphäre. Gerade habe ich eine Definition von Rassismus dargelegt, die das Eingeständnis umfasst, dass Weiße gesellschaftliche und institutionelle Macht über Menschen of Color besitzen. Ein weißer Mann schlägt mit der Faust auf den Tisch und brüllt: »Als Weißer kann man doch gar keinen Job mehr kriegen!« Ich schaue mich im Raum um und sehe vierzig Angestellte, von denen achtunddreißig weiß sind. Warum ist dieser weiße Mann so wütend? Warum ist ihm die Wirkung seiner Wut so gleichgültig? Wieso merkt er nicht, wie sein Ausbruch auf die wenigen Menschen of Color im Raum wirken muss? Wieso sitzen die anderen Weißen da und stimmen ihm stillschweigend zu oder schalten einfach ab? Schließlich habe ich doch nur eine Definition von Rassismus formuliert.
Weiße Menschen leben in einer Gesellschaft, die zutiefst von praktischer Rassentrennung und -ungleichheit geprägt ist, und sie profitieren von dieser Trennung und Ungleichheit. Folglich sind wir Weißen gegen die Belastungen und den Stress abgeschirmt, die aus rassistischer Benachteiligung erwachsen, und haben zugleich das Gefühl, wir hätten einen wohlverdienten Anspruch auf unsere Vorteile. In Anbetracht der Tatsache, wie selten wir in einer von uns dominierten Gesellschaft Unbehagen und Unannehmlichkeiten aufgrund unserer »Rasse« erleben, mussten wir keine diesbezügliche Belastbarkeit entwickeln. Da uns ein tief verinnerlichtes Überlegenheitsgefühl anerzogen wurde, das uns entweder nicht bewusst ist oder das wir uns nicht eingestehen können, reagieren wir in Gesprächen, in denen es um »Rasse« und Rassismus geht, äußerst empfindlich. Ein Infragestellen unserer rassenbezogenen Weltsicht empfinden wir als Angriff auf unser Selbstverständnis als gute, moralische Menschen. Daher erleben wir jeden Versuch, uns mit dem rassistischen System in Verbindung zu bringen, als verunsichernden und ungerechten moralischen Vorwurf. Bereits der geringste Stress durch Konfrontation mit Rassismus ist unerträglich. Allein schon die Andeutung, Weißsein sei von Belang, löst häufig eine ganze Reihe von Abwehrreaktionen aus. Dazu gehören Emotionen wie Wut, Angst und Schuldgefühle und Verhaltensweisen wie Argumentieren, Schweigen und Rückzug aus der Stresssituation. Mit solchen Reaktionen versuchen weiße Menschen, ihr inneres Gleichgewicht wiederherzustellen, indem sie die Kritik abwehren, wieder in ihre Komfortzone zurückkehren und ihre Dominanz in der Rassenhierarchie aufrechterhalten. Diesen Mechanismus bezeichne ich als »weiße Fragilität« (White Fragility) - eine Empfindlichkeit, die zwar durch Unbehagen und Angst ausgelöst wird, aber aus einer Überlegenheits- und Anspruchshaltung erwächst. Sie ist nicht per se Schwäche, sondern ein starkes Mittel in der Machtausübung der weißen »Rasse« und der Bewahrung ihrer Privilegien.
Mein Versuch, die gängigen Reaktionsmuster weißer Menschen auf rassenbezogenes Unbehagen unter dem Begriff der weißen Fragilität zusammenzufassen, hat großen Widerhall gefunden. Die damit zum Ausdruck gebrachte Empfindlichkeit Weißer ist so verbreitet, weil unsere persönlichen Erzählungen zwar variieren, wir aber alle vom gleichen Umfeld getragen werden. Bei mir erwuchs die Erkenntnis aus meiner Arbeit. Ich leite täglich Gesprächsrunden eines überwiegend weißen Publikums über Rassismus - etwas, was viele von uns um jeden Preis vermeiden.
In der Anfangszeit meiner Tätigkeit als Diversity-Trainerin war ich bestürzt darüber, wie wütend und abwehrend viele Weiße auf die Andeutung reagierten, sie hätten irgendetwas mit Rassismu
**Inha…