

Beschreibung
Der mysteriöse 'Axeman-Mörder' versetzt ganz New Orleans in Angst und Schrecken. Seine Waffe ist eine Axt, sein Markenzeichen Tarotkarten, die er bei seinen Opfern hinterlässt. Detective Michael Talbot ist mit dem Fall betraut und verzweifelt an der ...Der mysteriöse 'Axeman-Mörder' versetzt ganz New Orleans in Angst und Schrecken. Seine Waffe ist eine Axt, sein Markenzeichen Tarotkarten, die er bei seinen Opfern hinterlässt. Detective Michael Talbot ist mit dem Fall betraut und verzweifelt an der Wendigkeit des Killers. Der ehemalige Polizist Luca d'Andrea sucht ebenfalls nach dem Axeman - im Auftrag der Mafia. Und Ida, die Sekretärin der Pinkerton Detektivagentur, stolpert zufällig über einen Hinweis, der sie und ihren besten Freund Louis Armstrong mitten in den Fall hineinzieht. Als Michael, Luca, Ida und Louis der Identität des Axeman immer näherkommen, fordert der Killer die Bewohner von New Orleans heraus: Spielt Jazz - sonst komme ich, um euch zu holen.
Ray Celestin studierte Asiatische Kunstgeschichte und Sprachen in Großbritannien. Er ist Drehbuchautor für Film und Fernsehen und veröffentlichte bereits mehrere Kurzgeschichten. Auf seinen Debütroman Höllenjazz in New Orleans, der die britischen Bestsellerlisten und Feuilletons im Sturm eroberte, folgten mit Todesblues in Chicago und Gangsterswing in New York Band zwei und drei seiner 'City Blues Quartett'-Reihe. Derzeit schreibt Ray Celestin an seinem vierten Roman.
Der mysteriöse »Axeman-Mörder« versetzt ganz New Orleans in Angst und Schrecken. Seine Waffe ist eine Axt, sein Markenzeichen Tarotkarten, die er bei seinen Opfern hinterlässt. Detective Michael Talbot ist mit dem Fall betraut und verzweifelt an der Wendigkeit des Killers. Der ehemalige Polizist Luca d'Andrea sucht ebenfalls nach dem Axeman - im Auftrag der Mafia. Und Ida, die Sekretärin der Pinkerton Detektivagentur, stolpert zufällig über einen Hinweis, der sie und ihren besten Freund Louis Armstrong mitten in den Fall hineinzieht. Als Michael, Luca, Ida und Louis der Identität des Axeman immer näherkommen, fordert der Killer die Bewohner von New Orleans heraus: Spielt Jazz - sonst komme ich, um euch zu holen.
Autorentext
Ray Celestin studierte Asiatische Kunstgeschichte und Sprachen in Großbritannien. Er ist Drehbuchautor für Film und Fernsehen und veröffentlichte bereits mehrere Kurzgeschichten. Auf seinen Debütroman Höllenjazz in New Orleans, der die britischen Bestsellerlisten und Feuilletons im Sturm eroberte, folgten mit Todesblues in Chicago und Gangsterswing in New York Band zwei und drei seiner "City Blues Quartett"-Reihe. Derzeit schreibt Ray Celestin an seinem vierten Roman.
Leseprobe
2
Ein schwarzer Landaulett-Polizeiwagen jagte durch die nebligen Straßen von Little Italy, während der Fahrer, um bloß keinen Unfall zu bauen, wild auf die Hupe drückte. Er schlitterte an Marktständen, Bauernkarren und verdutzten Fußgängern vorbei und holperte in den engen Straßen hier und da über Bordsteine und Gehwege. An der Kreuzung Upperline und Magnolia Street lenkte er den Wagen um eine spitze Ecke und kam einen halben Block vor einem Lebensmittelladen mit quietschenden Bremsen zum Stehen. Mit einem erleichterten Seufzer sank Detective Lieutenant Michael Talbot auf die Rückbank.
»Toller Fahrstil, Rez.«
»Danke«, antwortete der Fahrer, dem Talbots sarkastischer Unterton entgangen war. Durch die Glasscheibe, die die beiden Männer trennte, beobachtete Michael, wie er eine Taschenuhr aufklappte und nach der Zeit sah.
»Sieben Minuten und fünfundzwanzig Sekunden«, sagte der Fahrer, ein rundlicher, dunkelhäutiger Mann namens Perez. »Das ist bestimmt 'n Rekord«, fügte er hinzu und schenkte Michael im Rückspiegel ein Lächeln. Michael erwiderte es matt, denn ihm war immer noch ein wenig übel.
Perez kramte auf dem Armaturenbrett nach einem Notizblock und schrieb mit einem Bleistiftstummel die Zeit auf. Die Polizei von New Orleans hatte vor nur wenigen Monaten ihre ersten motorisierten Einsatzwagen bekommen, und die Fahrer in den verschiedenen Polizeibezirken hatten, wenn Michael es richtig mitbekommen hatte, eine Art Wette darüber abgeschlossen, wie schnell sie ihre jeweiligen Routen zurücklegen konnten. Drei der neuen Automobile waren bereits zu Schrott gefahren worden, eines von Perez.
Michael gab seinem Magen eine Minute, um sich zu beruhigen, dann verrenkte er den Rücken, um aus dem Heckfenster zu schauen. Sein Blick fiel auf den ärmlichen Lebensmittelladen an der Ecke, ein Stück die Straße hinunter. Ein typischer Laden italienischer Einwanderer, wie es sie in der ganzen Stadt gab - einstöckig, vorne das Geschäft, hinten die Wohnung, dahinter ein Hof für die Lieferungen, und über der ganzen Bruchbude ein schaukelndes Blechschild, das stolz den Namen des Besitzers verkündete. Michael rieb sich seufzend das Gesicht, strich mit den Fingern über die Pockennarben auf seinen Wangen.
Vor dem Laden, zwischen der Kutsche der Polizei und der des Leichenbeschauers, hatte sich eine Menschenmenge versammelt - Italiener aus dem Viertel, die von einer Gruppe Streifenbeamter halbherzig zurückgehalten wurden. Michael sah, dass es nicht die üblichen Gaffer waren, die sich immer an Schauplätzen grässlicher Verbrechen einfanden - Passanten, Nachbarn, Reporter und die, die immer an den Straßenecken herumhingen, weil sie nichts Besseres zu tun hatten. Die Menschen hier hatten sich nicht aus makabrer Neugier versammelt. Sie waren gekommen, weil sie Angst hatten, und bei ihrem Anblick wurde es Michael eng ums Herz. Wie er die menschliche Natur kannte, brauchte es nicht viel, damit ein ängstlicher Mob gewalttätig wurde.
»Auf in die tobende Menge«, murmelte er leise.
»Wie bitte?«, fragte Perez mit gerunzelter Stirn, sah von seinem Notizblock auf und blickte in den Rückspiegel. Doch Michael hatte bereits die Tür geöffnet, setzte seinen Homburg auf und trat hinaus auf die Straße.
Er beschloss, um die Polizeiabsperrung herum zu gehen, weil er hoffte, unbemerkt zu bleiben, aber Michaels Statur war außergewöhnlich und leicht auszumachen. Er war einen Kopf größer als die meisten anderen Männer und hatte schlaksige, ungelenke Gliedmaßen und ein Gesicht, das von Pocken rot und narbig war. Als er sich dem Kordon näherte, zog er den Homburg tief ins Gesicht, doch ein Reporter mit glänzenden Knopfaugen drehte sich genau im falschen Moment in seine Richtung. Michael sah, dass er einen Kollegen anstieß und ihm etwas zuflüsterte, und im nächsten Augenblick explodierte die Menschenmenge. Kameras schwenkten auf ihn, und zahllose Blitzlichter zuckten auf, ließen puf
Inhalt
Personenverzeichnis
Prolog
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
Teil 6
Epilog
Dank
Glossar
Karte von New Orleans