

Beschreibung
Mitten in den Vorbereitungen f r das L neburger Stadtfest muss Katharina von Hagemann sich mit grausigen Funden auseinandersetzen: Menschliche K"rperteile werden in und um L neburg entdeckt. Wer treibt hier sein sadistisches Spiel? Wird in der sonst so id...Mitten in den Vorbereitungen f r das L neburger Stadtfest muss Katharina von Hagemann sich mit grausigen Funden auseinandersetzen: Menschliche K"rperteile werden in und um L neburg entdeckt. Wer treibt hier sein sadistisches Spiel? Wird in der sonst so idyllischen Hansestadt jemand qualvoll zu Tode gefoltert? Ein Zufall bringt die Kommissarin auf eine verst"rende Spur und l"sst sie die verworrenen Zusammenh"nge hinter diesem brutalen Fall erahnen. Doch kann sie ihn auch aufkl"ren?
Kathrin Hanke studierte in L neburg Kulturwissenschaften, bevor Sie als Werbetexterin ihre Br"tchen verdiente. Heute lebt sie als freie Autorin mit ihrer Familie in Hamburg. Claudia Kr"ger ist gelernte Verlagskauffrau und heute als freiberufliche Redakteurin und Texterin t"tig. Sie wohnt mit ihrem Mann in der N"he von L neburg.
Mitten in den Vorbereitungen für das Lüneburger Stadtfest muss Katharina von Hagemann sich mit grausigen Funden auseinandersetzen: Menschliche Körperteile werden in und um Lüneburg entdeckt. Wer treibt hier sein sadistisches Spiel? Wird in der sonst so idyllischen Hansestadt jemand qualvoll zu Tode gefoltert? Ein Zufall bringt die Kommissarin auf eine verstörende Spur und lässt sie die verworrenen Zusammenhänge hinter diesem brutalen Fall erahnen. Doch kann sie ihn auch aufklären?
Autorentext
Kathrin Hanke studierte in Lüneburg Kulturwissenschaften, bevor Sie als Werbetexterin ihre Brötchen verdiente. Heute lebt sie als freie Autorin mit ihrer Familie in Hamburg. Claudia Kröger ist gelernte Verlagskauffrau und heute als freiberufliche Redakteurin und Texterin tätig. Sie wohnt mit ihrem Mann in der Nähe von Lüneburg.
Leseprobe
Kapitel: Dienstag, 11. Juni 2013,3 Tage vor dem Lüneburger Stadtfest
0.12 Uhr
Wieder sah sie Licht durch ihre geschlossenen Lider. Obwohl sie darauf vorbereitet war, machte die Angst sich in ihrem Körper breit. Wie ein Krebsgeschwür, das sie von innen nach außen hungrig auffraß. Was würde der Folterknecht diesmal mit ihr anstellen? Würde er sie auch jetzt nur betrachten und kurz an ihr herumtasten, um sie danach von Neuem ins Dunkel zu versenken? Wie das letzte Mal sah sie, als sie die Augen aufschlug, die schemenhafte Gestalt mit der pulsierenden Aura darum, die sich wie ein unheilschwangerer Nebel langsam lichtete. Die Gestalt beugte sich über sie und hauchte ihr den Atem des Todes ins Gesicht. Dieses Mal musste sie würgen. Es blieb dabei. Es war nichts in ihr, das sie der Gestalt hätte vor die Füße spucken können. Wie kam das? Warum war sie noch nicht verhungert oder verdurstet? Sie hatte zwar jegliches Zeitgefühl verloren, doch hätte sie nicht längst trinken und essen müssen? Sie war sicher, dass sie verdaute, fühlte sich jedoch nie besonders verschmutzt. Gab ihr die Gestalt flüssige Nahrung, wenn sie schlief? Wurde sie gesäubert, ohne es zu merken? Was stellte ihr Folterknecht womöglich noch mit ihr an? Sie mochte nicht daran denken, konnte die grauenvollen Fantasien aber auch nicht verdrängen.
Sie begann unkontrolliert zu zittern, und ein Wimmern brach aus ihr hervor, das sie nicht stoppen konnte.
Sie war schon einmal vergewaltigt worden. Vor ewigen Zeiten, als junges Mädchen. Doch ihr damaliger Peiniger hatte sie nicht gefangen gehalten. Er war ihr von der Disco gefolgt, hatte sie in einer dunklen Straße an eine Hauswand gepresst, ihren Rock hochgezerrt, ihre Strumpfhose mitsamt dem Höschen zerrissen und sie wie ein Tier genommen. Die ganze Zeit lang hatte er ihr ein Messer an die Halsschlagader gedrückt. Schreckensstarr hatte sie keinen Mucks getan und alles über sich ergehen lassen. Als er fertig gewesen war, hatte er sie zu Boden gestoßen und war davon gerannt. Sie war nach einer Weile aufgestanden, hatte ihre Kleidung notdürftig in Ordnung gebracht und war nach Hause gestolpert. In der elterlichen Wohnung hatte sie sich eine Plastiktüte geholt, war auf leisen Sohlen ins Bad gegangen, hatte sich ausgezogen und gewaschen. Die besudelten und zerfetzten Klamotten hatte sie in die Tüte gestopft, um sie in der hintersten Ecke des Schrankes in ihrem Zimmer zu verstecken. Anschließend hatte sie sich in ihr Bett gelegt und noch einige Zeit stumme Tränen geweint, bevor sie erschöpft eingeschlafen war. Am nächsten Morgen hatte sie die Tüte in der Mülltonne vor dem Haus entsorgt. Ihre Eltern hatten von alledem nichts mitbekommen.
Dieses Mal drehte sie von allein den Kopf von der Gestalt weg. Aber sie schloss ihre Augen dabei nicht. Hätte sie es bloß getan, dann hätte sie die zweite Gestalt nicht gesehen, die ähnlich gekleidet war wie ihr Folterknecht mit dem faulen Atem. Nur die Kappe und das Hemd waren nicht rot. Diese zweite Gestalt war komplett in Schwarz gekleidet. Sie stand breitbeinig etwas abseits. Reglos, abwartend, beobachtend.
Oh Gott, es sind zwei!, dachte sie in heller Panik und versuchte sich aufzubäumen, doch ihr Folterknecht drückte sie unsanft nieder, was ihr Wimmern stärker werden ließ. Sie hätte sich wegen ihrer gefesselten Füße und ihrer mit Schlingen am Boden des Sarges befestigten Hände sowieso nicht befreien können. Zudem hielt ein Riemen über ihrer Brust sie auf der harten Unterlage in Position. So war der Versuch, sich aufzubäumen, ihrer tiefen Angst entsprungen, die sie dann aber genauso schnell resignieren ließ. Als hätte das einmalige Aufbäumen g
