

Beschreibung
Messerscharf und rot wie Blut - das ist Gin Blancos neues Abendkleid, und es steht ihr ausgezeichnet. Auch wenn sie als Profikillerin eigentlich ununterbrochen Arbeit hat, gibt es eine Feierlichkeit, die sich Gin auf gar keinen Fall entgehen lassen möchte: In ...Messerscharf und rot wie Blut - das ist Gin Blancos neues Abendkleid, und es steht ihr ausgezeichnet. Auch wenn sie als Profikillerin eigentlich ununterbrochen Arbeit hat, gibt es eine Feierlichkeit, die sich Gin auf gar keinen Fall entgehen lassen möchte: In einer opulenten Gala in Ashlands angesagtesten Kunstmuseum sollen die ach-so-schicken Besitztümer ihrer jüngst verstorbenen Erzfeindin ausgestellt werden. Doch leider ist die Veranstaltung nicht nur super hip, sondern auch heiß begehrt bei Kriminellen. Kaum hat Gin begonnen, den Abend zu genießen, wird das Museum von einer Diebesbande gestürmt. Eine Frechheit, die die Auftragskillerin nicht auf sich sitzen lassen kann - schließlich ist nicht nur ihr Kleid scharf, sondern auch die Messer darunter ...
Jennifer Estep ist SPIEGEL-Bestsellerautorin und lebt in Tennessee. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab. Bei Piper erscheinen ihre Young-Adult-Serien um die 'Mythos Academy', 'Mythos Academy Colorado' und 'Black Blade' sowie die Urban-Fantasy-Reihen 'Elemental Assassin' und 'Bigtime'.
Autorentext
Jennifer Estep ist SPIEGEL-Bestsellerautorin und lebt in Tennessee. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab. Bei Piper erscheinen ihre Young-Adult-Serien um die "Mythos Academy", "Mythos Academy Colorado" und "Black Blade" sowie die Urban-Fantasy-Reihen "Elemental Assassin" und "Bigtime".
Zusammenfassung
Messerscharf und rot wie Blut das ist Gin Blancos neues Abendkleid, und es steht ihr ausgezeichnet. Auch wenn sie als Profikillerin eigentlich ununterbrochen Arbeit hat, gibt es eine Feierlichkeit, die sich Gin auf gar keinen Fall entgehen lassen möchte: In einer opulenten Gala in Ashlands angesagtesten Kunstmuseum sollen die ach-so-schicken Besitztümer ihrer jüngst verstorbenen Erzfeindin ausgestellt werden. Doch leider ist die Veranstaltung nicht nur super hip, sondern auch heiß begehrt bei Kriminellen. Kaum hat Gin begonnen, den Abend zu genießen, wird das Museum von einer Diebesbande gestürmt. Eine Frechheit, die die Auftragskillerin nicht auf sich sitzen lassen kann schließlich ist nicht nur ihr Kleid scharf, sondern auch die Messer darunter ...
Leseprobe
1
»Das sähe fantastisch an dir aus!«
Finn zeigte auf ein obszön großes Armband in der Mitte einer Vitrine voller Schmuck. Das Glänzen der Juwelen passte zu dem gierigen Funkeln in seinen Augen.
Ich warf einen Blick auf das Preisschild, das an der mit Edelsteinen überzogenen Monstrosität hing. »Dir ist schon klar, dass der Preis dieses Armbandes fast an mein monatliches Einkommen als Auftragsmörderin herankommt, oder?«
»Du meinst, dein Honorar zu der Zeit, als du tatsächlich noch Leute für Geld umgebracht hast«, hielt Finn dagegen. »Oder wie ich es gern nenne: in der guten alten Zeit.«
Finn bedachte das Diamantarmband noch mit einem sehnsüchtigen Blick, bevor er zu den Schuhen weiterzog. Er schnappte sich einen lilafarbenen Pump von einem Regalbrett und wedelte damit vor mir herum, bevor er ihn selbst eingehend betrachtete. Er musterte den Schuh vollkommen hingerissen, als wäre er ein Kunstwerk und nicht nur eine überteuerte Ansammlung von zusammengenähten Lederfetzen.
»Das ist der neuste Schrei«, erklärte er träumerisch. »Handgenähtes lavendelfarbenes Wildleder mit zehn Zentimeter hohen Absätzen. Ist er nicht fantastisch?«
Ich zog eine Augenbraue hoch. »Habe ich dir schon mal gesagt, wie unheimlich ich es finde, dass du mehr über Damenschuhe weißt als ich?«
Finn grinste und seine grünen Augen leuchteten amüsiert. »Mehrfach. Aber mein unfehlbarer Sinn für Mode ist auch eines der vielen Dinge, die du so an mir liebst.«
Er rückte seine graue Krawatte zurecht und zwinkerte mir zu. Ich schnaubte und wanderte zu einer Kleiderstange an der Wand, auf der die verschiedensten Klamotten hingen.
Wir waren zusammen shoppen, eine von Finns Lieblingsbeschäftigungen. Meine allerdings nicht. Ich achtete nicht besonders darauf, was ich anzog. Mir war nur wichtig, dass meine Jeans und Stiefel bequem genug waren, um darin zu kämpfen, und meine Ärmel meiner Oberteile so lang, dass sie die Messer verbargen, die ich unentwegt mit mir herumschleppte. Als Profikillerin »die Spinne« hatte ich schon vor langer Zeit gelernt, nicht zu viel Geld für Kleidung auszugeben, die letztendlich doch nur Blutflecken abbekommen würde.
Doch hier war ich nun, auf Shoppingtour. Finn war kurz nach dem Mittagessen im Pork Pit, meinem Barbecue-Restaurant, aufgetaucht und hatte mich nach Northtown geschleppt, den Teil von Ashland, in dem die soziale, magische und finanzielle Elite von Ashland lebte und einkaufte. Wir hatten die letzte Stunde damit verbracht, in einer schicken, neu angelegten Einkaufsstraße von Laden zu Laden zu flanieren.
Im Moment sahen wir uns im Posh um, einer der größten, schicksten und teuersten Boutiquen in diesem Block. Regale voller Ballkleider und Abendgarderobe füllten den Laden. Die weißen Kleider hingen ganz links, dann verdunkelten sich die Farben nach rechts bis zu Mitternachtsschwarz - als würde sich ein Regenbogen einmal quer durch den Raum ziehen. Es gab kein einziges Stück hier, das weniger als fünftausend Dollar kostete, die Schuhe an der hinteren Wand waren mindestens genauso teuer. Ganz zu schweigen von den winzigen Handtaschen, die zehnmal mehr wert waren als ein gutes Abendessen.
»Komm schon, Gin«, schmeichelte Finn und hielt mir den Pump entgegen. »Probier ihn doch wenigstens mal an.«
Ich verdrehte die Augen, nahm ihm den Schuh ab und wog ihn in der Hand. »Leicht, schöne Farbe. Nicht das Schlimmste, was du mir heute gezeigt hast. Und dieser schmale Absatz gibt eine akzeptable Waffe ab, wenn man sich die Mühe macht, ihn vom Schuh abzubrechen und das Ende zu einer Spitze zu feilen.«
Mit einem Seufzen nahm mir Finn den Schuh wieder ab. »Habe ich dir schon mal gesagt, wie gruselig ich es finde, dass du High Heels nur als potenzielle Stichwaffen betrachtest?«
Ich grinste ihn an. »Das sagst du mir ständig. Aber mein unfehlbarer Sinn für improvisierte Waffen ist eines der Dinge, die du so