

Beschreibung
Eine ertragreiche Verbindung von Kulturwissenschaft und Linguistik relevantes Prüfungswissen verständlich aufbereitet An zahlreichen Beispielen vor allem aus dem Deutschen, Englischen, Französischen und Russischen zeigt der Band, wie Kulturwissenschaftliche Li...Eine ertragreiche Verbindung von Kulturwissenschaft und Linguistik relevantes Prüfungswissen verständlich aufbereitet An zahlreichen Beispielen vor allem aus dem Deutschen, Englischen, Französischen und Russischen zeigt der Band, wie Kulturwissenschaftliche Linguistik arbeitet. Diese immer wichtiger werdende Methode untersucht insbesondere die Pragmatik des Sprachgebrauchs in gesellschaftlich und kulturell relevanten Diskursen (Politik, Religion, Recht, Wirtschaft, Wissenschaft). Sie ermöglicht den Vergleich verschiedener Sprachkulturen in ihren Sprachkonventionen und Textsorten. In einer Zeit, in der Interkulturelle Kompetenz in fast allen Berufsfeldern immer wichtiger wird, ist Kulturwissenschaftliche Linguistik ein besonders fruchtbarer und zukunftsträchtiger Ansatz. Geeignet für die selbstständige Erarbeitung des Themas, für die vorlesungsbegleitende Lektüre und vor allem für die Prüfungsvorbereitung.
Autorentext
Dr. Holger Kuße ist Professor für Slavische Sprachwissenschaft an der TU Dresden.
Inhalt
1 Einleitung: Sprache und Kultur 13 1.1 Aufgaben und Methoden der Kulturwissenschaftlichen Linguistik 13 1.1.1 Ein Gespräch am Kopierer 14 1.1.2 Linguistiken 16 1.1.3 Zur Entwicklung der Methode 19 1.1.4 Humboldtianische und diskurssensitive Linguistik 21 1.2 Kultur 25 1.2.1 Die gegenständliche Gliederung von Kultur 26 1.2.2 Kultur ist Erkennen 29 1.2.3 Zentrum und Peripherie 31 1.2.4 Die funktionale Gliederung von Kultur 31 1.2.5 Kulturelle Gegenstände 35 1.2.6 Kultur ist Kommunikation 35 1.3 Sprache 36 1.3.1 Bedeutung und Funktionen 37 1.3.2 Das Nichtsprachliche 38 1.3.3 Sprache in der Kulturwissenschaftlichen Linguistik 38 1.3.4 Die Nadeln der Kleopatra 39 1.3.5 Sprache als Lebensform und die Linguistik der Norm 40 1.3.6 Objekteinbettung 41 1.4 Hinweise zum Aufbau der Einführung 42 1.5 Lektüreempfehlungen 44 2 Humboldtianische Linguistik 45 2.1 Wilhelm von Humboldt 45 2.2 Denken in Bildern: Aleksandr A. Potebnja 48 2.3 Der Einfluss der Sprache auf Weltanschauung und Stimmung: Baudouin de Courtenay 51 2.4 Das Relativitätsprinizip der Sprache: Boas, Whorf und Gipper 54 2.5 Das Worten der Welt: Johann Leo Weisgerber 57 2.6 Der Moskauer Konzeptualismus 60 2.7 Ein Beispiel: Russische Weite 61 2.8 Semantische Primitiva: Anna Wierzbicka 63 2.9 Englisches Herz und russische Seele (nach Wierzbicka 1992) 65 2.10 Zusammenfassung: Sprache und Kultur in der humboldtianischen Linguistik 68 2.11 Lektüreempfehlungen 69 3 Funktionale Linguistiken 70 3.1 Kommunikative Funktionen: Prager Kreis, Bühler, Jakobson, Popper 70 3.2 Textlinguistik 75 3.3 Soziolinguistik 77 3.4 Genderlinguistik 79 3.5 Lektüreempfehlungen 81 4 Pragmalinguistik 83 4.1 Perlokution und Persuasion 84 4.2 Höflichkeit 86 4.3 BEWERTEN und WERTE 88 4.4 Ein Beispiel: Sprachenlob in Europa 91 4.5 ARGUMENTIEREN 93 4.6 Pragmasemantik und partieller Kontextualismus 97 4.7 Lektüreempfehlungen 99 5 Diskurssensitive Linguistik 101 5.1 Ursachen und Gründe 101 5.2 Rapa Nui. Das Ende auf den Osterinseln 102 5.3 Der Mensch als animal symbolicum: Ernst Cassirer 102 5.4 Diskursbegriffe 104 5.5 Diskurs als Kritik: Jürgen Habermas 105 5.6 Diskurs als Macht: Michel Foucault 106 5.7 Diskurslinguistik nach Foucault: das diskursanalytische Mehr-Ebenen-Modell 108 5.8 Diskurs als Thema und Institution 112 5.9 Interdiskurse 114 5.10 Der mediale Interdiskurs 115 5.11 Diskursstabilität 115 5.12 Diskurs als Sammlung und Konvention 116 5.13 Die Diskurstypologie von Charles Morris 118 5.14 Diskurssensitivität 120 5.15 Konvention und Diffusion 121 5.16 Diskurs und Metadiskurs 122 5.17 Die Aufgaben der Diskursanalyse in der Kulturwissenschaftlichen Linguistik 125 5.18 Lektüreempfehlungen 126 6 Der politische Diskurs 127 6.1 Invarianten des politischen Diskurstyps 127 6.1.1 Politik als präskriptiv-valuativer und perlokutionärer Diskurstyp 127 6.1.2 Politik und Religion 128 6.1.3 Persuasion und Manipulation 129 6.2 Zur Geschichte des politischen Diskurses: Grenzphänomene 131 6.3 Metadiskurse des politischen Diskurses 133 6.3.1 Das Politische 133 6.3.2 Politik und Sprache 134 6.4 Textebene des politischen Diskurses: Institutionen und Kommuni kationsformen 136 6.5 Äußerungsebenes des politischen Diskurses 139 6.5.1 Funktionalstile 139 6.5.2 Diplomatischer Direktiv 141 6.5.3 Wertinstanziierung 142 6.5.4 New Speak, Langue de bois 144 6.6 Politolinguistik 146 6.7 Zusammenfassung: Merkmale des politischen Diskurses 148 6.8 Lektüreempfehlungen 149 7 Der religiöse Diskurs 151 7.1 Invarianten des religiösen Diskurstyps 151 7.1.1 Religion als präskriptiv-inzitiver Diskurstyp 151 7.1.2 Religion als Wissen und Sinnerschließung 151 7.1.3 Religion als Anrede und Antwort 153 7.1.4 Das Private und das Öffentliche: Religion und Religiosität 155 7.1.5 An der Grenze des Sagbaren: Paradoxa des religiösen Diskurses 156 7.2 Zur Geschichte des religiösen Diskurses: Sprachentwicklung und Institutionalisierung 159 7.3 Metadiskurse des religiösen Diskurses: der religiöse Äußerungssinn 162 7.4 Textebene des religiösen Diskurses 163 7.5 Äußerungsebene des religiösen Diskurses 164 7.5.1 Religiöse Sprechhandlungen 164 7.5.2 Tiefe und Weg: Religiöse Metaphorik und Säkularisierung 165 7.6 Religiolinguistik 168 7.7 Zusammenfassung: Merkmale des religiösen Diskurses 169 7.8 Lektüreempfehlungen 170 8 Der Rechtsdiskurs 171 8.1 Invarianten des juridischen Diskurstyps 171 8.1.1 Recht als designativ-inzitiver Diskurstyp 171 8.1.2 Juridischer Diskurstyp und Metadiskurse zum Recht 172 8.2 Zur Geschichte des Rechtsdiskurses 173 8.2.1 Konditionales und apodiktisches Recht 173 8.2.2 Recht und Moral 175 8.3 Metadiskurse des Rechtsdiskurses 177 8.3.1 Externe Metadiskurse: Recht und Gerechtigkeit 177 8.3.2 Interne Metadiskurse: Rechtshermeneutik 179 8.4 Textebene des Rechtsdiskurses 183 8.5 Äußerungsebene des Rechtsdiskurses 184 8.5.1 Illokutionen 184 8.5.2 Verständlichkeit 185 8.6 Rechtslinguistik 186 8.7 Zusammenfassung: Merkmale des Rechtsdiskurses 189 8.8 Lektüreempfehlungen 190 9 Der ökonomische Diskurs 191 9.1 Invarianten des ökonomischen Diskurstyps 191 9.1.1 Wirtschaft: Eine Lücke in der morrisschen Typologie 191 9.1.2 Bereiche des ökonomischen Diskurses 195 9.2 Unternehmen als Kulturen 197 9.2.1 Unternehmensidentität 197 9.2.2 Unternehmen als transkulturelle Kulturen 199 9.3 Metadiskurse des ökonomischen Diskurses 202 9.3.1 Unternehmensethik: ein externer Metadiskurs 202 9.3.2 Unternehmensphilosophien: ein interner Metadiskurs für die Öffentlichkeit 203 9.4 Textebene des ökonomischen Diskurses 206 9.4.1 Kommunikatives Handeln in der Unternehmenskommunikation 206 9.4.2 Visualisierungen 209 9.5 Äußerungsebene des ökonomischen Diskurses 210 9.5.1 Totalitäre Kommunikation 210 9.5.2 Unternehmenskultur und interkulturelle Kommunikation 213 9.6 Werbung 215 9.6.1 Illokutionen des Werbediskurses 216 9.6.2 Werbung und Argumentation 218 9.6.3 Werbung und Rhetorik 219 9.6.4 Werbung im Kulturvergleich 220 9.6.5 Werbung und interkulturelle Kommunikation 221 9.7 Wirtschaftslinguistik 223 9.8 Zusammenfassung: Merkmale des ökonomischen Diskurses 225 9.9 Lektüreempfehlungen 226 10 Der wissenschaftliche Diskurs 228 10.1 Invarianten des wissenschaftlichen Diskurstyps 228 10.1.1 Wissenschaft als designativ-informativer Diskurstyp 228 10.1.2 Wissenschaft als explizit argumentativer und dialogischer Diskurstyp 230 10.2 Wissenschaftskulturen 233 10.3 Zur Geschichte des wissenschaftlichen Diskurses 235 10.4 Metadiskurse des wissenschaftlichen Diskurses 238 10.4.1 Wissenschaftskritik als (nicht nur) externer Metadiskurs 238 10.4.2 Wissenschaft als interner Metadiskurs: Philosophie 241 10.5 Textebene des wissenschaftlichen Diskurses 243 10.5.1 Handlungsschritte der Erkenntnisproduktion 243 10.5.2 Visualisierungen 244 10.6 Äußerungsebene des wissenschaftlichen Diskurses 246 10.6.1 Wissenschaftliche Argumentationen 246 10.6.2 Reformulierungen 248 10.7 Nationale Wissenschaftsstile 249 10.8 Linguistik der Wissenschaftssprachen 252 10.9 Zusammenfassung: Merkmale des wissensch…