

Beschreibung
Banatsko ist die Feier einer Landschaft, des nördlichen Banat. Noch nie wurde dieses Niemandsland zwischen Ungarn, Serbien und Rumänien mit einem so liebenden Blick betrachtet, seine melancholische Poesie so zum Blühen gebracht wie in diesem neuen Roman von Es...Banatsko ist die Feier einer Landschaft, des nördlichen Banat. Noch nie wurde dieses Niemandsland zwischen Ungarn, Serbien und Rumänien mit einem so liebenden Blick betrachtet, seine melancholische Poesie so zum Blühen gebracht wie in diesem neuen Roman von Esther Kinsky. Während der Leser sie in die halbverfallenen Straßenzüge Battonyas und die sie überwuchernde, sirrende und flirrende Natur begleitet, erzählt sie von einem alten Kino, den Kontakten zu den Dorfbewohnern, einer Liebschaft und der langsamen Eroberung des eigenen Zuhauses in dieser neuen Welt. Vom Rhythmus ihrer Sprache getragen wird der Alltag im ländlichen Banat zum Erlebnis, Kinsky macht ihn hörbar, riechbar. In aller Stille ereignet sich dabei Welt: Den Worten und Dingen wird eine Bedeutung verliehen, die aus der langsamen Annäherung an die fremde Sprache erwächst. Durch genaues Hinsehen wird Einzelheiten auf den Grund gegangen, mit einem Blick, der den Schmerz, der den Dingen innewohnt, mitfühlt, ihn aber nicht beklagt.
"Auf wunderbar paradoxe Weise zaubert Kinsky aus der Negativität der Erscheinungen Reichtum hervor, unter ihrer Hand entwickelt das Tiefland einen wehmütig-unwiderstehlichen Sog. [...] Nur erahnen lässt sich, aus wieviel Fremdheit heraus 'Banatsko' entstanden ist und zu wieviel Nähe es womöglich geführt hat."[Quelle: Ilma Rakusa, Osteuropa, Dezember 2011]"Gewiss das poetischste Buch auf der Liste."[Quelle: Wolfgang Schneider, Börsenblatt, 18. August 2011]"Was Esther Kinsky, die auch als Übersetzerin bekannt geworden ist, aus dieser Situation macht, ist hinreißend: Sie entlockt den Menschen ihre Geschichten und der kargen Gegend eine zeitlos elegische Schönheit. Annäherung und Fremdheit, Melancholie und Verfall, Erblühen und Absterben; präzise beobachtet und glänzend formuliert. 'Banatsko' ist das sinnliche Porträt einer Landschaft im Wandel der Epochen und der Jahreszeiten."[Quelle: Christoph Schröder, KulturSPIEGEL, Juli 2011]"Esther Kinsky [erzählt] von ihrer Poetik des Blickes, der im Schäbigen und Übersehenen einer ärmlichen Landschaft eine sinnfällige Ordnung und deren Schönheit findet."[Quelle: Jörg Plath, Neue Zürcher Zeitung, 25. Mai 2011]"Nicht den Menschen ist dieser leise und faszinierende Roman gewidmet - sondern dem Banat."[Quelle: Deutschlandradio, 16. Mai 2011]"Nun aber drängt mit aller Macht eine Autorin mit einem überwältigenden sprachlichen Sensorium für Atmosphärisches in die Öffentlichkeit."[Quelle: Jörg Plath, ARTE, 26. April 2011]"Die sprachliche Komposition macht das Buch zu einem Lesegenuss."[Quelle: der Freitag - Blog, 19. April 2011]"Esther Kinskys neues Buch entführt den Leser in einen meditativen Raum, der den Alltag vergessen macht. Sie lässt ihn eintauchen in die empfindsamen Beschreibungen des unspektakulär Offensichtlichen und offensichtlich Unspektakulären."[Quelle: Thomas Hummitzsch, Glanz und Elend, Februar 2011]"Wie sehr der Blick ins je andere Land vom Standort abhängt und der Sprache, die man spricht, weiß kaum jemand besser als die Übersetzerin Kinsky mit ihren Übertragungen aus dem Polnischen, Russischen und Englischen. Und so macht sie auch als Autorin ihre Grenzlandreflexionen zu einem Ereignis der Sprache. Man riecht, schmeckt, hört, sieht dieses Land, weil Kinsky es wie ein Fotoalbum langsam durchblättert. Mit der Zeit gewöhnt uns Esther Kinsky an ihren ruhigen, tiefen Blick, an die
Autorentext
Esther Kinsky, 1956 in Engelskirchen geboren, lebt in Berlin und in Battonya/Ungarn, nahe der Grenze zu Rumänien und Serbien. Sie ist Schriftstellerin und Übersetzerin aus dem Polnischen, Russischen und Englischen (u. a. Henry D. Thoreau, Lob der Wildnis). 2009 war sie für den Übersetzerpreis der Leipziger Buchmesse nominiert und erhielt den Paul-Celan-Preis. In dem Essayband Fremdsprechen (2013) reflektiert sie das Verhältnis von Texten und ihren Übersetzungen. Seit 2010 sind drei Gedichtbände erschienen: die ungerührte schrift des jahrs (2010), Aufbruch nach Patagonien (2012) und Naturschutzgebiet (2013). 2014 veröffentlichte sie den Roman Am Fluß, der ebenso wie ihr Roman Banatsko (2011) auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis stand, und 2015 mit dem deutsch-französischen Franz-Hessel-Preis ausgezeichnet wurde.Sie bekleidet im Wintersemester 2017/2018 die August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessur Poetik der Übersetzung an der Freien Universität Berlin2015 wurde ihr der Kranichsteiner Literaturpreis zuerkannt. Aus der Preisbegründung: »Am Fluß ist ein Roman von packender Intensität. Mit behutsamer Präzision nimmt Esther Kinsky armselige Geschäfte, schäbige Reihenhäuser, Stadtbrachen und sumpfige Treidelpfade in den Blick, entwirft die Topographie eines Londoner Vororts und stößt auf Spuren der eigenen Vergangenheit. Durch ihre bildhafte Sprache gewinnt sie den Randbezirken der Wirklichkeit, die zu Abbildern eines seelischen Zustandes werden, poetische Facetten ab. Ihre mäandrierenden Erkundungen folgen den Ausläufern des River Lea und spülen Geschichten von seltsamer Schönheit an die Oberfläche.«2020 wurde sie mit dem Deutschen Preis für Nature Writing ausgezeichnet.
Klappentext
Banatsko ist die Feier einer Landschaft, des nördlichen Banat.
Noch nie wurde dieses Niemandsland zwischen Ungarn, Serbien und Rumänien mit einem so liebenden Blick betrachtet, seine melancholische Poesie so zum Blühen gebracht wie in diesem neuen Roman von Esther Kinsky.
Während der Leser sie in die halbverfallenen Straßenzüge Battonyas und die sie überwuchernde, sirrende und flirrende Natur begleitet, erzählt sie von einem alten Kino, den Kontakten zu den Dorfbewohnern, einer Liebschaft und der langsamen Eroberung des eigenen Zuhauses in dieser neuen Welt. Vom Rhythmus ihrer Sprache getragen wird der Alltag im ländlichen Banat zum Erlebnis, Kinsky macht ihn hörbar, riechbar. In aller Stille ereignet sich dabei Welt: Den Worten und Dingen wird eine Bedeutung verliehen, die aus der langsamen Annäherung an die fremde Sprache erwächst. Durch genaues Hinsehen wird Einzelheiten auf den Grund gegangen, mit einem Blick, der den Schmerz, der den Dingen innewohnt, mitfühlt, ihn aber nicht beklagt.
