

Beschreibung
Die Himmelssängerin Rhapsody und ihre tapferen Gefährten Achmed und Grunthor entdecken eine neue Welt. Doch auch hier ist der Frieden trügerisch: Das Feuerwesen F'dor, ihr unbarmherziger Verfolger, ist den Freunden dicht auf den Fersen. Während Rhapsody e...Die Himmelssängerin Rhapsody und ihre tapferen Gefährten Achmed und Grunthor entdecken eine neue Welt. Doch auch hier ist der Frieden trügerisch: Das Feuerwesen F'dor, ihr unbarmherziger Verfolger, ist den Freunden dicht auf den Fersen. Während Rhapsody einer alten Prophezeiung folgt und die Drachin Elynsynos aufsucht, bereitet der Dämon seine Rückkehr vor. Nur gemeinsam können die Gefährten die letzte Schlacht um das Schicksal der Welt gewinnen - wenn unter ihnen kein Verräter ist ...
Elizabeth Haydon hat mit ihrer 'Rhapsody'-Saga, bestehend aus den Bänden 'Tochter des Windes', 'Tochter der Erde' und 'Tochter des Feuers', die internationale Fantasy-Szene im Sturm erobert. Die musikbegeisterte Autorin arbeitet nebenbei als Lektorin in einem Schulbuchverlag und reist auf den Spuren vergangener Kulturen um die Welt. Die Autorin lebt mit ihrer Familie an der Ostküste der USA.
Autorentext
Elizabeth Haydon hat mit ihrer "Rhapsody"-Saga, bestehend aus den Bänden "Tochter des Windes", "Tochter der Erde" und "Tochter des Feuers", die internationale Fantasy-Szene im Sturm erobert. Die musikbegeisterte Autorin arbeitet nebenbei als Lektorin in einem Schulbuchverlag und reist auf den Spuren vergangener Kulturen um die Welt. Die Autorin lebt mit ihrer Familie an der Ostküste der USA.
Leseprobe
1
In der Morgendämmerung, am Rand des Vorgebirges, planten sie ihre weitere Route durch die Länder nördlich der Grenze zwischen Avonderre und Navarne. Ashe behauptete, die Höhle von Elynsynos liege im alten Wald, nordwestlich von Llaurons Reich und dem ausgedehnten lirinschen Wald von Tyrian, sodass sie der Sonne folgen und sich dann am Tara'fel nach Norden wenden würden.
Als sie die Stelle erreichten, an der die Hügel am Rand des Gebirges in felsige Steppe übergingen, lenkte Ashe Rhapsody auf einmal in ein Dickicht immergrüner Bäume. Sie folgte ihm rasch und versteckte sich; sie konnte selbst Ashe kaum sehen.
»Was ist los?«, flüsterte sie in die dunklen Zweige, deren dichte, duftende Nadeln jetzt, zu Beginn des Frühjahrs, weich und frisch waren.
»Ich habe gerade eine bewaffnete Karawane gesichtet«, antwortete er mit gedämpfter Stimme. »Unterwegs in Richtung Ylorc.«
Rhapsody nickte. »Ja, das ist die vierwöchentliche Postkarawane.«
»Postkarawane?«
»Ja, Achmed hat einen vierwöchentlichen Zyklus von Karawanen eingerichtet, die zwischen Ylorc, Sorbold, Tyrian und Roland hin und her reisen. Jetzt, da es ein Handelsabkommen zwischen den Bolgs und Roland gibt, dachte er, es sei sinnvoll, dafür zu sorgen, dass Nachrichten und Transporte von Soldaten aus Roland begleitet werden, damit sie nicht Opfer dieser unerklärlichen Überfälle werden, die seit einiger Zeit immer häufiger werden.
Ein Kontingent kommt immer am selben Wochentag an, und wenn es nicht eintrifft, macht sich der Posten, der die Karawane in diesem Fall erwartet hat, auf die Suche, um eventuell eingreifen zu können. Jede Karawane braucht zwei Zyklen oder acht Wochen, um einmal den ganzen Weg zwischen Roland, Tyrian, Sorbold und Ylorc zurückzulegen. Bisher hat es ganz gut geklappt.« Und Llauron hat die Gelegenheit genutzt, mir gehörig damit auf die Nerven zu gehen, dass ich ihm Informationen schicken soll, fügte Rhapsody im Stillen hinzu. Bisher war sie nicht sehr mitteilsam gewesen. Sie erwähnte auch nicht, dass die heikelsten Nachrichten nicht den Soldaten in der Karawane anvertraut wurden, sondern Vögeln. Achmed hatte eine ganze Schwadron fliegender Boten aufgebaut, welche die wichtigsten Sendschreiben durch die Lüfte an ihren Zielort beförderten. Auch Llauron griff auf geflügelte Boten zurück.
Ashe erwiderte nichts. Rhapsody wartete eine Weile, und als dann immer noch keine Reaktion erfolgte, wandte sie sich um und wollte das Dickicht verlassen.
»Warte.«
»Was ist denn jetzt schon wieder, Ashe?«
In der Dunkelheit zwischen den Zweigen war er immer noch schlecht zu sehen. »Wir müssen hier ausharren. Ich dachte, du hättest verstanden, dass wir nicht gesehen werden dürfen, wenn wir gemeinsam über Land reisen.«
Rhapsody zog ihren Umhang enger um sich. »Ja natürlich ... wenn wir auf dem freien Feld angreifbar sind oder uns auf unbekanntem Gebiet befinden. Aber das da draußen ist doch nur die Postkarawane.«
»Nein, diese Vorsichtsmaßnahme gilt immer. Ohne Ausnahme. Verstanden?«
Sein Ton ärgerte sie; seine Stimme hatte einen entschlossenen Unterton, den sie nie zuvor von ihm gehört hatte - eine Mahnung daran, wie wenig sie Ashe eigentlich kannte und dass sie die Einwände, die Achmed und Grunthor von Anfang an gegen ihre Reise mit ihm vorgebracht hatten, womöglich unterschätzte. Rhapsody seufzte, und ein Teil ihrer Zuversicht löste sich auf wie Nebel in der kalten Luft. »Nun gut«, erwiderte sie. »Dann warten wir eben, bis die Karawane vorübergezogen ist. Sag mir Bescheid, wenn sie außer Sichtweite sind.«
Sie überquerten die Steppen und Einöden der Krevensfelder, sich stets in nordwestlicher Richtung haltend, sodass sie nur die Außenbezirke der Provinz Bethe Corbair streiften und die Stadt selbst ganz umgingen. Die Reise gestaltete sich beschwerlich; das Terrain war holprig und unwirtlich, und im Schlamm, den der steti