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Akteure im Standortkonversionsprozeß

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Beschreibung

Inhaltsangabe:Zusammenfassung: Einführung in die Problemstellung Im Zuge der weltpolitischen Veränderungen Ende der 1980-er Jahre in Europa war besonders Deutschland von militärischen Abrüstungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen betroffen. Doch nicht nur bei der Bundeswehr kam es hinsichtlich der Truppenreduzierungen zu einschneidenden Veränderungen, auch die alliierten Streitkräfte verringerten immens die Anzahl ihrer Truppen auf deutschem Boden. Diese Entwicklung, wie positiv sie aus friedens- und sicherheitspolitischer Lage auch zu bewerten ist, hat die verantwortlichen Akteure auf verschiedenen Ebenen vor eine Reihe neuer Herausforderungen gestellt. So kam es im Zuge des Truppenabbaus zu Standortschließungen, womit ein Arbeitsplatzabbau bei den Zivilbeschäftigten und die Freigabe militärischer Liegenschaften einherging. Unter dem Stichwort „Konversion“ gewann diese neue Situation in der politischen Diskussion der 1990- er Jahre zunehmend an Bedeutung. Abgesehen von den sozialen Veränderungen, die aus Standortreduzierungen- und auflösungen resultieren, stellt die Umnutzung freiwerdender militärischer Liegenschaften, wie Kasernen, Wohnungen, Übungs- und Flugplätze für die betroffenen Kommunen einen akuten Handlungsbedarf dar. In vielen Fällen lagen zwischen der Ankündigung und den tatsächlichen Standortschließungen nur wenige Jahre. Das bedeutet, daß die Erarbeitung von Umnutzungskonzepten relativ zügig und effektiv von statten gehen mußte. In der Konversionsforschung wurde in diesem Zusammenhang vor allem auf die Gesichtspunkte Raumnutzung- und Planung bzw. die vergleichende Darstellung von Konversionsprojekten in einer oder verschiedenen Regionen verwiesen. Jedoch blieb die die Betrachtung und Analyse der involvierten Akteure in den meisten Fällen unberücksichtigt. Die badische Stadt Lahr, zwischen Rhein und den Ausläufern des Schwarzwaldes gelegen, ist ein besonders einschlägiges Beispiel dafür, wie der Abzug der alliierten Truppen die ökonomische und soziale Situation einer Kommune drastisch verändern konnte. Die Stadt Lahr war über lange Jahre hinweg Garnisonsstadt, da bereits im Jahr 1952 ein NATO–Flugplatz eingerichtet wurde, den bis 1967 die französische Luftwaffe und später die kanadischen Streitkräfte nutzten. Seit den 1970- er Jahren bis zum Abzug der kanadischen Armee 1994 war Lahr der logistische Dreh- und Angelpunkt der kanadischen Streitkräfte in Europa. Außerdem waren in Lahr zeitweilig mehr als 8000 kanadische Soldaten mit [...]

Klappentext

Inhaltsangabe:Zusammenfassung: Einführung in die Problemstellung Im Zuge der weltpolitischen Veränderungen Ende der 1980-er Jahre in Europa war besonders Deutschland von militärischen Abrüstungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen betroffen. Doch nicht nur bei der Bundeswehr kam es hinsichtlich der Truppenreduzierungen zu einschneidenden Veränderungen, auch die alliierten Streitkräfte verringerten immens die Anzahl ihrer Truppen auf deutschem Boden. Diese Entwicklung, wie positiv sie aus friedens- und sicherheitspolitischer Lage auch zu bewerten ist, hat die verantwortlichen Akteure auf verschiedenen Ebenen vor eine Reihe neuer Herausforderungen gestellt. So kam es im Zuge des Truppenabbaus zu Standortschließungen, womit ein Arbeitsplatzabbau bei den Zivilbeschäftigten und die Freigabe militärischer Liegenschaften einherging. Unter dem Stichwort Konversion gewann diese neue Situation in der politischen Diskussion der 1990- er Jahre zunehmend an Bedeutung. Abgesehen von den sozialen Veränderungen, die aus Standortreduzierungen- und auflösungen resultieren, stellt die Umnutzung freiwerdender militärischer Liegenschaften, wie Kasernen, Wohnungen, Übungs- und Flugplätze für die betroffenen Kommunen einen akuten Handlungsbedarf dar. In vielen Fällen lagen zwischen der Ankündigung und den tatsächlichen Standortschließungen nur wenige Jahre. Das bedeutet, daß die Erarbeitung von Umnutzungskonzepten relativ zügig und effektiv von statten gehen mußte. In der Konversionsforschung wurde in diesem Zusammenhang vor allem auf die Gesichtspunkte Raumnutzung- und Planung bzw. die vergleichende Darstellung von Konversionsprojekten in einer oder verschiedenen Regionen verwiesen. Jedoch blieb die die Betrachtung und Analyse der involvierten Akteure in den meisten Fällen unberücksichtigt. Die badische Stadt Lahr, zwischen Rhein und den Ausläufern des Schwarzwaldes gelegen, ist ein besonders einschlägiges Beispiel dafür, wie der Abzug der alliierten Truppen die ökonomische und soziale Situation einer Kommune drastisch verändern konnte. Die Stadt Lahr war über lange Jahre hinweg Garnisonsstadt, da bereits im Jahr 1952 ein NATO Flugplatz eingerichtet wurde, den bis 1967 die französische Luftwaffe und später die kanadischen Streitkräfte nutzten. Seit den 1970- er Jahren bis zum Abzug der kanadischen Armee 1994 war Lahr der logistische Dreh- und Angelpunkt der kanadischen Streitkräfte in Europa. Außerdem waren in Lahr zeitweilig mehr als 8000 kanadische Soldaten mit ihren Angehörigen stationiert. Dieser kurze historische Abriß soll verdeutlichen, welche zentrale Bedeutung dem Konversionsprozess in Lahr nach dem Abzug der kanadischen Truppen zukam. Abgesehen von den Liegenschaften wie Kasernen und Wohnungen in der Stadt Lahr selbst stellte das Flugplatzareal mit einer Gesamtgröße von 560,8 ha die größte Herausforderung für die in den Konversionsprozess involvierten Akteure dar. Daß gerade die Konversion eines Flugplatzgeländes als besonders problematisch zu bewerten ist, läßt sich bei der Analyse der Entwicklungen in Lahr anschaulich verdeutlichen. Der Konversionsfall Lahr/ Flugplatz ist gekennzeichnet durch eine Reihe von Schwierigkeiten und Problemen, die einen erfolgreichen Abschluß des Umwandlungsprozesses zeitweise in Frage stellten. So kam es im Rahmen der Konversion des Flugplatzareals zu erheblichen Interessenkonflikten und Dissonanzen zwischen den beteiligten Akteuren. Bei der Suche nach den Gründen für diese Entwicklung drängen sich dem Betrachter folgende Fragen auf: Welche Akteure sind auf horizontaler und vertikaler Ebene grundsätzlich in einen Konversionsprozess eingebunden? Welche Akteure waren in die jeweilige Phase des Konversionsprozesses involviert? Diktierten Sachzwänge die Entwicklung, die zur heutigen Situation auf dem Flugplatzareal führten oder ist dies auf den Einfluß bestimmter Akteure zurückzuführen? Konnten die jeweiligen Akteurskonstellationen die Form und den Verlauf des Konversionsprozesses gezielt beeinflussen? In der vorliegenden Arbeit mit dem Titel Akteure im Standortkonversionsprozeß dargestellt am Beispiel des ehemaligen Militärflughafens Lahr/ Schwarzwald soll diesen Fragen mit Hilfe einer Policy-Analyse nachgegangen werden. Dabei werden der Akteurseinfluß und die Akteurskonstellation als unabhängige Variable betrachtet. Die abhängige Variable ist die spezifische Entwicklung auf dem Flugplatzgelände Lahr. Aus den zentralen Fragestellungen ergeben sich folgende untersuchungsleitenden Hypothesen: 1.) Der Standortkonversionsprozeß auf dem Flugplatzgelände Lahr vollzog sich in einzelnen Entwicklungsphasen, die von jeweils unterschiedlichen, aber insbesondere von den neu aufgetretenen Akteuren beeinflußt und dominiert wurden. 2.) Die an dem Umnutzungsprozeß beteiligten Akteure waren in ein Policy-Netz involviert. Die theoretische Grundlage der diesbezüglichen Analyse bilden dabei der Policy Cycle Ansatz und das Netzwerkmodell. Deshalb soll in diesem Zusammenhang des weiteren die Praktikabilität des Zyklusansatzes für die Analyse eines Konversionsprozesses untersucht werden. Dieser (Unter) Punkt läßt sich dabei auf folgende These bringen: 3.) Der Policy Cyle- Ansatz bietet ein praktikables Instrumentarium zur Analyse eines Standortkonversionsprozesses. Aufbau der Arbeit In einem ersten Schritt soll die methodische Vorgehensweise vorgestellt werden. Dabei ist es notwendig die Untersuchungsform Fallstudie zu erörtern und anschließend die grundlegenden methodischen Instrumentarien zu erläutern, die dieser Arbeit zu Grund liegen. Das erste Kapitel wird durch die Darstellung der Fallsituation auf dem Flugplatz Lahr/ Schwarzwald abgeschlossen. Im Mittelpunkt des zweiten Kapitels soll der Konversionsbegriff erläutert und ein schematischer Überblick über die mit der Konversionsproblematik verbundenen Themenbereiche gegeben werden. In diesem Zusammenhang soll auch der aktuelle Stand in dem relativ neuen Forschungsbereich der Konversionsforschung vorgestellt werden. Um den Bezug zu der theoretischen Vorgehensweise herzustellen, soll schließlich dargestellt werden, in wie fern das Themenfeld Konversion als neues Politikfeld klassifiziert werden kann. Die Vorstellung der theoretischen Herangehensweise wird im dritten Kapitel erfolgen. Dabei sollen zwei bedeutende theoretische Ansätze der Policy Analyse dargestellt werden: der Policy Cycle und der Policy-Netzwerkansatz. Im Rahmen des struktur funktionalisitischen Zyklusansatzes sollen im Einzelnen kurz die idealtypischen Phasen erläutert werden. Daran anschließend wird die eher handlungs- und steuerungstheoretische Policy Netzwerk- Konzeption erörtert werden. Um eine problemadäquate Herangehensweise zu gewährleisten, soll daran anschließend versucht werden beide Ansätze in einen gemeinsamen analytischen Rahmen zu integrieren. Eine Diskussion soll verdeutlichen in wie fern die Synthese beider Ansätze auf die Standortkonversionsproblematik des Flugplatzgeländes Lahr angewandt werden kann. Am Ende dieses dritten Kapitels sollen die so gewonnen Erkenntnisse in graphisch aufbereiteter Form mit Hilfe eines Modells vorgestellt werden. Des weiteren soll der Terminus Einfluß diskutiert und abschließend im Rahmen des Erkenntnisinteresses dieser Arbeit expliziert und definiert werden. Das vierte Kapitel markiert den Beginn der eigentlichen Analyse. Dabei soll der gesamte bisherige Umnutzungsprozeß im Fallbeispiel analog zu der Phaseneinteilung des Policy Cycle analytisch zerlegt werden. Dabei gilt die besondere Berücksichtigung den involvierten Akteuren. Im fünften Kapitel werden in Form eines Zwischenfazits, die ersten Ergebnisse vorgestellt, die sich aus der Anwendung des Phasenmodells ergeben. Dabei soll die gesamte Konversionsentwicklung auf dem Flugplatz Lahr in graphischer Form aufgezeigt werden, um insbesondere die in jeder Phase beteiligten Akteure zu benennen. Des weiteren soll die Anwendbarkeit des konzeptionellen Untersuchungsrahmens, d.h. des Zyklusmodells, auf die Konversionsproblematik in einer kritischen Gesamtschau diskutiert werden. In wie fern beim Konversionsprozeß in Lahr Policy Netze gebildet wurden, soll im Untersuchungsfokus des sechsten Kapitels stehen. Dabei soll unter Berücksichtigung der in Kapitel vier und fünf erarbeiteten Ergebnisse die Entwicklung des gesamten Policy Netzes während des Umnutzungsprozesses analysiert werden. Am Ende diese Kapitels sollte es möglich sein, Aussagen über den Einfluß der in den Konversionsprozeß involvierten Akteure zu treffen. Im Schlußkapitel sollen in einer Zusammenfassung sämtliche Untersuchungsergebnisse vorgestellt werden. In diesem Zusammenhang sollen auch die untersuchungsleitenden Ausgangsfragestellungen und die entsprechenden Thesen überprüft werden. Im Rahmen eines Ausblickes soll die Gesamtproblematik einer kritischen Würdigung zugeführt werden. Inhaltsverzeichnis: 1.EINLEITUNG5 1.1Einführung in die Problemstellung5 1.2Aufbau der Arbeit7 1.3Die Untersuchungsform Fallstudie8 1.4Methodik10 1.5Die Stadt Lahr und das Flugplatzgelände10 2.KONVERSIONSFORSCHUNG13 2.1 Begriffsklärung- und abgrenzung13 2.2Stand der Forschung14 2.3Das Politikfeld Standortkonversion18 3.THEORETISCHE GRUNDLAGE: POLICY-CYCLE UND NETZWERKANSATZ19 3.1Der Policy-Cycle im Fokus der Policy-Forschung19 3.1.1Phase 1: Die Problemdefinition20 3.1.2Phase 2: Die Agenda-Gestaltung21 3.1.3Phase 3: Die Politikformulierung22 3.1.4Phase 4: Die Implementation23 3.1.5Phase 5: Die Termination26 3.1.6Phase 6: Die Evaluation26 3.2Das Policy-Netz und die Netzwerkanalyse27 3.3Die Integration von Policy-Cycle- und Netzwerkansatz30 3.4Zwischenfazit: Standortkonversionsprozeß, Policy-Cycle und Netzwerkansatz32 3.5Exkurs: Der Akteurseinfluß34 4.DER KONVERSIONSPROZEß IN LAHR IM FOKUS DES POLICY-CYCLE36 4.1Der Ost- Westbereich des Flugplatzgeländes Lahr36 4.1.1Problemdefinition: Die geplante Standortauflösung36 4.1.2Die Agenda-Gestaltung41 4.1.3Das Konversionsprogramm42 4.1.4Die Implementation und zwei neue Akteure46 4.1.4.1Die IGZ46 4.1.4.2Der Zweckverband Industrie- und Gewerbepark Raum Lahr 50 4.1.4.3Die finanzielle Unterstützung durch den Bund und das Land Baden-Württemberg53 4.2Das Flugbetriebsgelände55 4.2.1Die Diskussion über eine fliegerische Option: Problemdefinition und Agenda-Gestaltung55 4.2.2Die Frage der fliegerischen Nutzung in der Phase der Politikformulierung55 4.2.3Die Implementation des politischen Programmes: Der Verkehrslandeplatz59 4.2.3.1Unabhängige Variable 1: Der Konflikt zwischen Flugplatzgegnern- und befürwortern60 4.2.3.2Unabhängige Variable 2: Die ökonomische Entwicklung61 4.3Die Phasen der Termination und Evaluation im Konversionsprozeß Lahr65 4.3.1Die Programmbeendigung65 4.3.2Die Evaluation66 5.ZWISCHENFAZIT: AKTEURE UND POLICY-CYCLE68 5.1Die Akteure im Standortkonversionsprozeß auf dem Flugplatz Lahr68 Akteure69 Problemdefinition69 Akteure70 Problemdefinition70 5. 2Die Anwendung des Policy-Cycle- Ansatzes71 6.DIE POLICY-NETZE IM STANDORTKONVERSIONSPROZEß LAHR73 6.1Das Policy-Netz bei der Konversion des Ost- bzw. Westareals74 6.1.1Das Policy-Netz während der Problemdefinition und der Agenda- Gestaltung74 6.1.2Die Koalitionen in der Phase der Politikformulierung75 6.1.3Das Policy-Netz in der Implementationsphase76 6.2Das Policy-Subnetzwerk auf dem Flugbetriebsgelände78 6.2.1Das Policy-Subnetzwerk in der Phase der Politikformulierung78 6.2.2Das Policy-Subnetzwerk in der Implementationsphase80 6.3Vergleich zwischen dem Policy-Netz auf dem Ost- Westareal und dem Policy-Subnetzwerk auf dem Flugbetriebsgelände82 Abbildung 6-1:Das neu enstandenen Policy-Netz auf dem Flugplatzgelände Lahr85 6.4Fazit: Der Akteurseinfluß im Standortkonversionsprozeß auf dem Flugplatz Lahr85 6.4.1Der Zweckverband: Ein Akteur ohne Einfluß?91 7.RESÜMEÉ94 7.1Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse94 7.2Ausblick97 8.ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS99 9.ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS100 9.1Abbildungsverzeichnis100 9.2Tabellenverzeichnis100 10.LITERATURVERZEICHNIS101 10.1Dokumente und sonstige Quellen110 10.2Verwendete Presseartikel111 Lahrer Zeitung111 Badische Zeitung112 10.3Verwendete Internetlinks113 10. 4Gesprächspartner113 11.EXPERTENINTERVIEW MIT DEM IGZ-GESCHÄFTSFÜHRER UND VERBANDSDIREKTOR JÜRGEN GACKSTATTER114 12.EXPERTENINTERVIEW MIT DEM LAHRER BM AXEL LAUSCH126



Zusammenfassung
Inhaltsangabe:Zusammenfassung:Einführung in die Problemstellung Im Zuge der weltpolitischen Veränderungen Ende der 1980-er Jahre in Europa war besonders Deutschland von militärischen Abrüstungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen betroffen. Doch nicht nur bei der Bundeswehr kam es hinsichtlich der Truppenreduzierungen zu einschneidenden Veränderungen, auch die alliierten Streitkräfte verringerten immens die Anzahl ihrer Truppen auf deutschem Boden. Diese Entwicklung, wie positiv sie aus friedens- und sicherheitspolitischer Lage auch zu bewerten ist, hat die verantwortlichen Akteure auf verschiedenen Ebenen vor eine Reihe neuer Herausforderungen gestellt. So kam es im Zuge des Truppenabbaus zu Standortschließungen, womit ein Arbeitsplatzabbau bei den Zivilbeschäftigten und die Freigabe militärischer Liegenschaften einherging. Unter dem Stichwort ?Konversion? gewann diese neue Situation in der politischen Diskussion der 1990- er Jahre zunehmend an Bedeutung.Abgesehen von den sozialen Veränderungen, die aus Standortreduzierungen- und auflösungen resultieren, stellt die Umnutzung freiwerdender militärischer Liegenschaften, wie Kasernen, Wohnungen, Übungs- und Flugplätze für die betroffenen Kommunen einen akuten Handlungsbedarf dar. In vielen Fällen lagen zwischen der Ankündigung und den tatsächlichen Standortschließungen nur wenige Jahre. Das bedeutet, daß die Erarbeitung von Umnutzungskonzepten relativ zügig und effektiv von statten gehen mußte.In der Konversionsforschung wurde in diesem Zusammenhang vor allem auf die Gesichtspunkte Raumnutzung- und Planung bzw. die vergleichende Darstellung von Konversionsprojekten in einer oder verschiedenen Regionen verwiesen. Jedoch blieb die die Betrachtung und Analyse der involvierten Akteure in den meisten Fällen unberücksichtigt.Die badische Stadt Lahr, zwischen Rhein und den Ausläufern des Schwarzwaldes gelegen, ist ein besonders einschlägiges Beispiel dafür, wie der Abzug der alliierten Truppen die ökonomische und soziale Situation einer Kommune drastisch verändern konnte. Die Stadt Lahr war über lange Jahre hinweg Garnisonsstadt, da bereits im Jahr 1952 ein NATO?Flugplatz eingerichtet wurde, den bis 1967 die französische Luftwaffe und später die kanadischen Streitkräfte nutzten. Seit den 1970- er Jahren bis zum Abzug der kanadischen Armee 1994 war Lahr der logistische Dreh- und Angelpunkt der kanadischen Streitkräfte in Europa. Außerdem waren in Lahr zeitweilig mehr als 8000 kanadische Soldaten mit []

Produktinformationen

Titel: Akteure im Standortkonversionsprozeß
Untertitel: Dargestellt am Beispiel des ehemaligen Militärflughafens Lahr/Schwarzwald
Autor:
EAN: 9783832474324
ISBN: 978-3-8324-7432-4
Digitaler Kopierschutz: frei
Format: E-Book (pdf)
Herausgeber: Diplom.de
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 138
Veröffentlichung: 13.11.2003
Dateigrösse: 0.9 MB

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