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Heilige machen im spätmittelalterlichen Ostseeraum

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#039;Die vorliegende Studie verdient hohe Anerkennung. Sie ist überaus innovativ, obwohl sie in methodischer Hinsicht gewisse... Weiterlesen
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Beschreibung

#039;Die vorliegende Studie verdient hohe Anerkennung. Sie ist überaus innovativ, obwohl sie in methodischer Hinsicht gewisse Zweifel weckt. Die Verfasserin offenbart eine tiefgehende Vertrautheit mit der aktuellen Forschung, was insbesondere das hagiographische Schrifttum und dessen Quellenkritik angeht (auch wenn dabei die neuesten Erkenntnisse der französischen Geschichtsschreibung nur ungenügend berücksichtigt werden). Die Verfasserin legt ferner erkenntnistheoretische Reife und Originalität bei der Suche nach einer neuen Formel für die Kritik und Interpretation mittelalterlicher Quellen an den Tag. Sie enthüllt auf breiter Ebene interessante Einzelaspekte des religiösen Lebens in den Ostseeländern und weist dabei auch auf die Aktivitäten der Geistlichkeit bei der Gestaltung einer einheitlichen Kultlandschaft hin. Natürlich wäre die Betrachtungsweise der Verfasserin bei einer näheren Untersuchung der personellen Verbindungen zwischen Preußen und Skandinavien letztlich eine andere gewesen. Nichtsdestotrotz bildet die Arbeit von Cordelia Heß einen wesentlichen Beitrag zur Erhellung eines gesamteuropäischen Phänomens, das sich erst in der Neuzeit herausgebildet hat, nämlich die weitgehende konfessionelle Homogenisierung des Ostseeraums infolge der Reformation. Aber ist es überhaupt denkbar, dass die Ursachen dieses Phänomens im Spätmittelalter zu suchen sind? Zum Beispiel Ende des 14. bzw. im 15. Jahrhundert, als die Kirche in Skandinavien und Preußen derart enge Bindungen an Rom und die dort residierenden Päpsten aufrechterhielt?' 'Die gut geschriebene Arbeit stellt durch fundierte Analyse der hagiographischen Schriften der drei Heiligen einen wertvollen Beitrag zur Konstruktion mittelalterlicher Heiligkeitsideale dar und bietet interessante Ansätze zu weiteren Forschungen.' Jens E. Olesen in: Baltische Studien. Pommersches Jahrbuch für Landesgeschichte, Band 96 (2010), S. 149-150 'Erstmals werden hier Verhältnis, Unterschiede und Zensur dieser beiden Quellengruppen - Kanonisationsakten und hagiographische Texte - systematisch analysiert und auch Rückschlüsse auf das Verständnis von Geschlechterrollen gezogen. [...] es sei nachdrücklich auf den Anhang verwiesen, der neben den üblichen Verzeichnissen auch das Leben der Heiligen im Überblick zusammenfasst.' Michaela Wirsing in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 59 (2011) 5, S. 469-471 '[Es geht] Heß nicht so sehr um Kanonisationsprozesse, wie sie gemeinhin definiert werden, als vielmehr um die Metamorphose und Selektion, die bestimmte Inhalte der Hagiographie, das heißt biographische Akzente und Wunder, auf dem Weg von den ersten Aufzeichnungen in die Akten und in weitere Derivate durchliefen. Diese Stufen in lateinischen wie volkssprachlichen Texten werden eingehend analysiert und vergleichen, Gründe für Einbeziehung und Ausblendung von Aspekten erörtert und in Bezug zu relevanten Personengruppen gestellt sowie die Überlieferungszusammenhänge erläutert. Darin liegt der Wert dieser Studie. [...] Wertvoll ist die Arbeit zudem wegen der Berücksichtigung auch der skandinavischen Literatur.' Ofried Krafft in: sehepunkte, Ausgabe 9 (2009), Nr. 9 'La pertinence des résultats de travail de C.H. dépasse donc largement le cadre spatio-temporel de son étude et sa lecture pourra s'avérer fructueuse pour l'ensemble des chercheurs spécialistes d'histoire ecclésiastique et d'hagiographie médiévale.' Adrien Quéret-Podesta in: Revue de l'Institut Francais d'Histoire en Allemagne, Nr. 1 (2009)

Klappentext

"Die vorliegende Studie verdient hohe Anerkennung. Sie ist überaus innovativ, obwohl sie in methodischer Hinsicht gewisse Zweifel weckt. Die Verfasserin offenbart eine tiefgehende Vertrautheit mit der aktuellen Forschung, was insbesondere das hagiographische Schrifttum und dessen Quellenkritik angeht (auch wenn dabei die neuesten Erkenntnisse der französischen Geschichtsschreibung nur ungenügend berücksichtigt werden). Die Verfasserin legt ferner erkenntnistheoretische Reife und Originalität bei der Suche nach einer neuen Formel für die Kritik und Interpretation mittelalterlicher Quellen an den Tag. Sie enthüllt auf breiter Ebene interessante Einzelaspekte des religiösen Lebens in den Ostseeländern und weist dabei auch auf die Aktivitäten der Geistlichkeit bei der Gestaltung einer einheitlichen Kultlandschaft hin. Natürlich wäre die Betrachtungsweise der Verfasserin bei einer näheren Untersuchung der personellen Verbindungen zwischen Preußen und Skandinavien letztlich eine andere gewesen. Nichtsdestotrotz bildet die Arbeit von Cordelia Heß einen wesentlichen Beitrag zur Erhellung eines gesamteuropäischen Phänomens, das sich erst in der Neuzeit herausgebildet hat, nämlich die weitgehende konfessionelle Homogenisierung des Ostseeraums infolge der Reformation. Aber ist es überhaupt denkbar, dass die Ursachen dieses Phänomens im Spätmittelalter zu suchen sind? Zum Beispiel Ende des 14. bzw. im 15. Jahrhundert, als die Kirche in Skandinavien und Preußen derart enge Bindungen an Rom und die dort residierenden Päpsten aufrechterhielt?" "Die gut geschriebene Arbeit stellt durch fundierte Analyse der hagiographischen Schriften der drei Heiligen einen wertvollen Beitrag zur Konstruktion mittelalterlicher Heiligkeitsideale dar und bietet interessante Ansätze zu weiteren Forschungen." Jens E. Olesen in: Baltische Studien. Pommersches Jahrbuch für Landesgeschichte, Band 96 (2010), S. 149-150 "Erstmals werden hier Verhältnis, Unterschiede und Zensur dieser beiden Quellengruppen - Kanonisationsakten und hagiographische Texte - systematisch analysiert und auch Rückschlüsse auf das Verständnis von Geschlechterrollen gezogen. [...] es sei nachdrücklich auf den Anhang verwiesen, der neben den üblichen Verzeichnissen auch das Leben der Heiligen im Überblick zusammenfasst." Michaela Wirsing in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 59 (2011) 5, S. 469-471 "[Es geht] Heß nicht so sehr um Kanonisationsprozesse, wie sie gemeinhin definiert werden, als vielmehr um die Metamorphose und Selektion, die bestimmte Inhalte der Hagiographie, das heißt biographische Akzente und Wunder, auf dem Weg von den ersten Aufzeichnungen in die Akten und in weitere Derivate durchliefen. Diese Stufen in lateinischen wie volkssprachlichen Texten werden eingehend analysiert und vergleichen, Gründe für Einbeziehung und Ausblendung von Aspekten erörtert und in Bezug zu relevanten Personengruppen gestellt sowie die Überlieferungszusammenhänge erläutert. Darin liegt der Wert dieser Studie. [...] Wertvoll ist die Arbeit zudem wegen der Berücksichtigung auch der skandinavischen Literatur." Ofried Krafft in: sehepunkte, Ausgabe 9 (2009), Nr. 9 "La pertinence des rsultats de travail de C.H. dpasse donc largement le cadre spatio-temporel de son tude et sa lecture pourra s'avrer fructueuse pour l'ensemble des chercheurs spcialistes d'histoire ecclsiastique et d'hagiographie mdivale." Adrien Quret-Podesta in: Revue de l'Institut Francais d'Histoire en Allemagne, Nr. 1 (2009)

Produktinformationen

Titel: Heilige machen im spätmittelalterlichen Ostseeraum
Untertitel: Die Kanonisationsprozesse von Birgitta von Schweden, Nikolaus von Linköping und Dorothea von Montau
Autor:
EAN: 9783050047423
ISBN: 978-3-05-004742-3
Digitaler Kopierschutz: Adobe-DRM
Format: E-Book (pdf)
Herausgeber: Gruyter, Walter de GmbH
Genre: Mittelalter
Anzahl Seiten: 395
Veröffentlichung: 01.01.2008
Jahr: 2008
Dateigrösse: 43.8 MB

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