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Gebrauchsanweisung für Sizilien

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Hätten Sie gewusst, wovon Palermo wirklich träumt? Vom Erfolg in der Serie A, der Ersten Liga, und von einer U-Bahn. Was eine echt... Weiterlesen
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Beschreibung

Hätten Sie gewusst, wovon Palermo wirklich träumt? Vom Erfolg in der Serie A, der Ersten Liga, und von einer U-Bahn. Was eine echte Granita zum besten Eis der Welt macht? Und dass 'mafiusu' ursprünglich ein Kompliment für eine schöne Frau war? Die Autorin, die auf Sizilien ihre zweite Heimat fand, kennt sich im Centro Storico von Cefalù genauso gut aus wie in den antiken Stätten von Taormina und Agrigent. Sie nimmt uns mit in das Barockjuwel Noto und zu den Inselparadiesen um Pantelleria, Stromboli, Salina und Lampedusa. Sie verrät, worin ein Samstagabend in Catania gipfelt. Warum Marzipan an Allerheiligen nicht fehlen darf. Wie der Sizilianer feiert. Und wo er das macht, was er am besten kann: 'una bella figura'.

Constanze Neumann, 1973 in Leipzig geboren, lebte 1995 ein Jahr in Sizilien und kehrte 2003 dorthin zurück. Von ihrer Terrasse in Palermo blickt die Romanistin, die als Literaturübersetzerin und -vermittlerin arbeitet, auf den Palazzo Giuseppe Tomasi di Lampedusas.

Hätten Sie gewusst, wovon Palermo wirklich träumt? Vom Erfolg in der Serie A, der Ersten Liga, und von einer U-Bahn. Was eine echte Granita zum besten Eis der Welt macht? Und dass 'mafiusu' ursprünglich ein Kompliment für eine schöne Frau war? Die Autorin, die auf Sizilien ihre zweite Heimat fand, kennt sich im Centro Storico von Cefalù genauso gut aus wie in den antiken Stätten von Taormina und Agrigent. Sie nimmt uns mit in das Barockjuwel Noto und zu den Inselparadiesen um Pantelleria, Stromboli, Salina und Lampedusa. Sie verrät, worin ein Samstagabend in Catania gipfelt. Warum Marzipan an Allerheiligen nicht fehlen darf. Wie der Sizilianer feiert. Und wo er das macht, was er am besten kann: 'una bella figura'.

Constanze Neumann, 1973 in Leipzig geboren, lebte 1995 ein Jahr in Sizilien und kehrte 2003 dorthin zurück. Von ihrer Terrasse in Palermo blickt die Romanistin, die als Literaturübersetzerin und -vermittlerin arbeitet, auf den Palazzo Giuseppe Tomasi di Lampedusas.

Vorwort
Wo die Pasta das Licht der Welt erblickte

Autorentext

Constanze Neumann, 1973 in Leipzig geboren, lebte 1995 ein Jahr in Sizilien und kehrte 2003 dorthin zurück. Von ihrer Terrasse in Palermo blickt die Romanistin, die als Literaturübersetzerin und -vermittlerin arbeitet, auf den Palazzo Giuseppe Tomasi di Lampedusas.



Leseprobe
Wo liegt eigentlich Sizilien? Sizilien ist eine Insel der Gegensätze. Die einen sagen, dass man hier Italianità und Dolce Vita in Reinkultur erlebt wie sonst nirgends. Die anderen behaupten, dass Süditalien in Kalabrien endet - und schon scheiden sich erneut die Geister: Ist Sizilien die nördlichste Region Afrikas oder der südlichste Zipfel des germanisch angehauchten Nordens der Welt? Immerhin regierten hier im Mittelalter die Stauferkönige, und Richard Wagner komponierte in Palermos Nobelherberge »Grand Hotel et des Palmes« den ?Parsifal?. Anfangs staunt man über diese scheinbar abwegigen Ideen. Bleibt man aber länger auf Sizilien, leuchten alle ein - und man hört auf, sich zu wundern. Sizilien war schon immer ein Topos und die Insel der Mythen und Legenden: An den Hängen des Ätna weideten die heiligen Rinder des Sonnengottes Helios, an Siziliens Ostküste hausten die wilden Zyklopen, und die Nymphe Galatea verliebte sich in den Riesen Aci, was den grausamen Zyklopen Polyphem vor Eifersucht rasen ließ. Der Vulkangott Hephaistos und Demeter, die Göttin der Fruchtbarkeit, stritten erbittert um Sizilien, und die Nymphe Ätna versuchte zu schlichten. Der geniale Erfinder Dädalus erreichte die Westküste Siziliens, nachdem er aus dem Gefängnis des Minos geflohen war und dem Tod seines Sohnes Ikaros tatenlos hatte zuschauen müssen. In der Straße von Messina hausten die schrecklichen Meeresungeheuer Skylla und Charybdis und erschwerten dem umherirrenden Odysseus die Landung auf der Insel des Sonnengottes, vor der ihn sowohl der blinde Sänger Tereisas als auch Kirke gewarnt hatten. Und die schöne Nymphe Arethusa, die der zudringliche Flussgott Alpheios verfolgte, ließ sich von Artemis in einen Quellbach verwandeln, der unter dem Mittelmeer hindurch einen Weg von der Peloponnes nach Sizilien fand und bei Syrakus entsprang. In der Nähe von Enna verliebte sich Hades in die schöne Persephone, die Tochter der Demeter, und entführte sie in sein Schattenreich. Der These eines deutschen Physikers zufolge liegt gar das sagenhafte Atlantis ein wenig südöstlich von Syrakus unter den Wellen des Mittelmeers - genau dort, wo es Platon vermutete. Die architektonische Vielfalt der Insel lässt sich kaum erschöpfend beschreiben, und folgende Ratschläge sind die Quintessenz der einschlägigen Reiseführer: Wer das antike Griechenland kennenlernen will, muss die Tempel von Agrigent, Selinunt und Segesta und das Theater von Syrakus besichtigen, wer erleben will, wie Islam und Christentum miteinander harmonieren können, darf sich die wunderbaren Bauten in arabo-normannisch-byzantinischem Stil in Palermo und Cefalù nicht entgehen lassen, und wer Barock pur liebt, muss unbedingt nach Catania, Noto, Ragusa und Modica. Die antiken Mythen und das reiche architektonische Erbe der zahlreichen Eroberer der Insel haben die Phantasie von Sizilienreisenden aller Jahrhunderte angeregt, und jeder hat sich sein persönliches Bild gemacht. Goethe schrieb 1787 auf seiner Reise durch Sizilien den immer wieder zitierten Satz: »Italien ohne Sizilien [macht] gar kein Bild in der Seele: hier ist erst der Schlüssel zu allem«, was in erster Linie auf das antike Erbe gemünzt war, während der Dichter die überbordenden Barockphantasien der Villa Palagonia in Bagheria verabscheute. Sizilienbilder gibt es unendlich viele: Schmelztiegel der Kulturen, Wiege Europas, Ort der Begegnung von Orient und Okzident, aber auch das von Karl Marx, für den die sizilianische Geschichte ein Symbol für den Klassenkampf war: »In der bisherigen Geschichte der Menschheit hat wohl kein Land und kein Volk so entsetzlich unter Sklaverei, fremden Eroberungen und Unterdrückungen gelitten und so leidenschaftlich um seine Freiheit gekämpft, wie Sizilien und die Sizilianer.« Und das moderne Sizilien? Das ist leider die Region Italiens, der man im In- und Ausland mit den meisten Vorurteilen begegnet: Sizilien ist nicht Italien und Europa, sondern Afrika. Ein Landstrich, durch den meuchelnde Mafiabanden zi

Inhalt

Inhalt

Wo liegt eigentlich Sizilien?

Palermo flüstert nicht

Leben unterm Vulkan

Barockidylle am Ende der Welt

Badefreuden

Inselparadiese

Lampedusa, die Vergessene zwischen Afrika und Europa

Pantelleria, arabische Tochter des Windes

Favignana, Heimat der Mattanza

Die Liparischen Inseln

Salina, die stille Grüne

Stromboli, Leuchtturm des Mittelmeers

Die ehrenwerte Gesellschaft zwischen Mythos und Realität

Addiopizzo langsamer Abschied von der Mafia

Dolce Vita auf Sizilianisch

Feste feiern

Alles außer Frühstück

Sizilien lesen und sehen: Literatur und Filme

Dank

Produktinformationen

Titel: Gebrauchsanweisung für Sizilien
Untertitel: Mit den Liparischen Inseln
Autor:
EAN: 9783492952903
ISBN: 978-3-492-95290-3
Digitaler Kopierschutz: Wasserzeichen
Format: E-Book (epub)
Herausgeber: Piper Verlag GmbH
Genre: Europa
Anzahl Seiten: 224
Veröffentlichung: 17.03.2011
Jahr: 2011
Features: Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
Dateigrösse: 3.6 MB