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Bewegte Dinge, bewegende Dinge. Der "Parzival" Wolframs von Eschenbach als Geschichte von Gegenständen

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  • 86 Seiten
Masterarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,3, Eberhard-... Weiterlesen
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Beschreibung

Masterarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,3, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Sprache: Deutsch, Abstract: 'er saget im gar die underscheit, wier von sîner muoter reit, umbez vingerl unde umbz fürspan, und wie erz harnasch gewan.' So lautet die Antwort im Parzival Wolframs von Eschenbach, als Gurnemanz Parzival mit den Worten 'hêrre, iu sol niht wesen leit, ob ich iuch vrâge mære, wannen iwer reise wære' auf seine Erlebnisse anspricht. Gleich drei Dinge finden in Parzivals Bericht Erwähnung: 'vingerl', 'fürspan' und 'harnasch'. Ein viertes Ding - wobei noch zu klären ist, ob Pferde und Tiere im Allgemeinen zu den Dingen gezählt werden können - wird mit 'reit' angedeutet. Der Ausdruck des ersten zitierten Verses 'die unterscheit sagen' kann unterschiedlich übersetzt werden. Das Mittelhochdeutsche Taschenwörterbuch Lexers, dessen Übersetzungsvorschläge allerdings nicht die letzte Gültigkeit für sich beanspruchen können, schlägt 'genau berichten' vor. 'underscheit' kann aber auch noch mit dem naheliegenden 'Unterschied' übersetzt werden. Wenn vom Unterschied zwischen den einzelnen Stationen berichtet wird, dann kommt es dem Berichtenden besonders auf die einzelnen Punkte an. Es wird also nicht nur 'genau berichtet', sondern, wie Dieter Kühn es übersetzt, 'Punkt für Punkt'. Die wichtigen Punkte von Parzivals Reise sind demnach die Dinge selbst. Parzival erzählt seine Geschichte also als eine Geschichte von Dingen. Die drei Dinge 'vingerl', 'fürspan' und 'harnasch' aus Parzivals Bericht haben zudem eines gemeinsam: Sie stellen Dinge dar, die zirkulieren oder transferiert werden, in jedem Fall aber werden sie bewegt. 'vingerl' und 'fürspan' stammen von Jeschute und beginnen ihre Reise mit der Erbeutung durch Parzival. Das 'harnasch' und das Pferd erbeutet er durch die Tötung Ithers. Die Modi, in denen Dinge zirkulieren und transferiert werden, sind vielfältig und beschränken sich nicht nur auf die Beute. Welche Modi es sind und welche Rollen Dinge einnehmen können, soll geklärt werden, nachdem der Begriff des 'Dinges' in einer Begriffsbestimmung aufgedeckt worden ist.

Zusammenfassung
Masterarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,3, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Sprache: Deutsch, Abstract: 'er saget im gar die underscheit,wier von sîner muoter reit,umbez vingerl unde umbz fürspan,und wie erz harnasch gewan.'So lautet die Antwort im Parzival Wolframs von Eschenbach, als Gurnemanz Parzival mit den Worten 'hêrre, iu sol niht wesen leit, ob ich iuch vrâge mære, wannen iwer reise wære' auf seine Erlebnisse anspricht. Gleich drei Dinge finden in Parzivals Bericht Erwähnung: 'vingerl', 'fürspan' und 'harnasch'. Ein viertes Ding wobei noch zu klären ist, ob Pferde und Tiere im Allgemeinen zu den Dingen gezählt werden können wird mit 'reit' angedeutet. Der Ausdruck des ersten zitierten Verses 'die unterscheit sagen' kann unterschiedlich übersetzt werden. Das Mittelhochdeutsche Taschenwörterbuch Lexers, dessen Übersetzungsvorschläge allerdings nicht die letzte Gültigkeit für sich beanspruchen können, schlägt genau berichten' vor. 'underscheit' kann aber auch noch mit dem naheliegenden Unterschied' übersetzt werden. Wenn vom Unterschied zwischen den einzelnen Stationen berichtet wird, dann kommt es dem Berichtenden besonders auf die einzelnen Punkte an. Es wird also nicht nur genau berichtet', sondern, wie Dieter Kühn es übersetzt, Punkt für Punkt'. Die wichtigen Punkte von Parzivals Reise sind demnach die Dinge selbst. Parzival erzählt seine Geschichte also als eine Geschichte von Dingen.Die drei Dinge 'vingerl', 'fürspan' und 'harnasch' aus Parzivals Bericht haben zudem eines gemeinsam: Sie stellen Dinge dar, die zirkulieren oder transferiert werden, in jedem Fall aber werden sie bewegt. 'vingerl' und 'fürspan' stammen von Jeschute und beginnen ihre Reise mit der Erbeutung durch Parzival. Das 'harnasch' und das Pferd erbeutet er durch die Tötung Ithers. Die Modi, in denen Dinge zirkulieren und transferiert werden, sind vielfältig und beschränken sich nicht nur auf die Beute. Welche Modi es sind und welche Rollen Dinge einnehmen können, soll geklärt werden, nachdem der Begriff des "Dinges" in einer Begriffsbestimmung aufgedeckt worden ist.

Produktinformationen

Titel: Bewegte Dinge, bewegende Dinge. Der "Parzival" Wolframs von Eschenbach als Geschichte von Gegenständen
Autor:
EAN: 9783668025882
ISBN: 978-3-668-02588-2
Digitaler Kopierschutz: frei
Format: E-Book (pdf)
Herausgeber: Grin Publishing
Genre: Deutsche Sprachwissenschaft, Deutschsprachige Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 86
Veröffentlichung: 04.08.2015
Jahr: 2015
Dateigrösse: 1.0 MB
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