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Die Möglichkeit moderner Gebäudenutzung von denkmalgeschützten Gebäuden

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Beschreibung

Inhaltsangabe:Einleitung: Beim Gang durch Altstädte, dem Betrachten und Erleben alter Wehr- oder Kriegsanlagen, religiöser Bauten und anderer Baudenkmäler fasziniert der Anblick der historischen und erhaltenen Gebäude. Sie sind in der Lage, eine Geschichte zu erzählen, und zeigen Ausschnitte aus Kunst, Handwerk und Technik vergangener Tage. Baudenkmäler sind Anziehungspunkte für Touristen und damit ein nicht zu unterschätzendes Wirtschaftsgut. Daneben beschäftigen sich auch Wissenschaften mit Denkmälern. Sie wollen Erkenntnisse über die Kunst, Geschichte, Wirtschaft, Technik und städtebauliche Entwicklungen aus Forschungen an historischer Bausubstanz ziehen. Um all diese Bedürfnisse an einem Baudenkmal erfüllen zu können, müssen sie erhalten, saniert, instand gesetzt und gepflegt werden, um die historische Substanz zu bewahren. Diese Aufgabe kommt dem Denkmalschutz und der Denkmalpflege zu und obliegt als Aufgabengebiet den einzelnen Ländern mit seinen Behörden und Denkmalschutzgesetzen. Trotz der Faszination für historische Gebäude schrecken das große öffentliche Interesse an Baudenkmälern und die strenge denkmalschutzrechtliche Reglementierung vom Erwerb und von der Nutzung eines Baudenkmals ab. Oftmals werden nur die Pflichten, die ein Baudenkmal mit sich bringt und die hohen Kosten der notwenigen Sanierung oder der Pflege und Instandhaltung wahrgenommen. Die nachfolgende Betrachtung soll am Beispiel des ehemaligen Getreidespeichers in Neubrandenburg zeigen, dass eine moderne Nutzung denkmalgeschützter Gebäude mit der damit verbundenen Altbausanierung realisierbar ist, ohne die Kosten eines Neubaus zu übersteigen. Dabei wird ein Blick auf die Vorschriften und Behörden des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege geworfen, das Zusammenspiel von Verwaltung und Denkmaleigentümer gezeigt sowie Vor- und Nachteile der Nutzung von Baudenkmälern gegenüber Neubauten beleuchtet.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: AbkürzungsverzeichnisV AnlagenverzeichnisVII AbbildungsverzeichnisVIII 1.Denkmalschutz im Zwiespalt2 2.Begriffsdefinitionen3 2.1Begriff des Denkmals3 2.1.1Der gesetzliche Denkmalbegriff3 2.1.2Das Denkmal als Sache3 2.1.3Das Baudenkmal4 2.2Begriff des Denkmalschutzes5 2.3Begriff der Denkmalpflege6 3.Rechtliche Fundierung und Gesetzgebung beim Denkmalschutz7 3.1Rechtliche Fundierung des Denkmalschutzrechts7 3.1.1Normen im Interesse des Denkmalschutzes7 3.1.2Normen gegen die Interessen des Denkmalschutzes8 3.2Gesetzgebung beim [...]

Christian Kunz, Diplom-Finanzwirt (FH), Studium der Allgemeinen Finanzverwaltung an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg. Abschluss als Dipom-Finanzwirt. Derzeit tätig als Objektmanager im Facility Management und Sachbearbeiter in der Grundstücks- und Liegenschaftsbeschaffung.

Autorentext
Christian Kunz, Diplom-Finanzwirt (FH), Studium der Allgemeinen Finanzverwaltung an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg. Abschluss als Dipom-Finanzwirt. Derzeit tätig als Objektmanager im Facility Management und Sachbearbeiter in der Grundstücks- und Liegenschaftsbeschaffung.

Klappentext

Inhaltsangabe:Einleitung: Beim Gang durch Altstädte, dem Betrachten und Erleben alter Wehr- oder Kriegsanlagen, religiöser Bauten und anderer Baudenkmäler fasziniert der Anblick der historischen und erhaltenen Gebäude. Sie sind in der Lage, eine Geschichte zu erzählen, und zeigen Ausschnitte aus Kunst, Handwerk und Technik vergangener Tage. Baudenkmäler sind Anziehungspunkte für Touristen und damit ein nicht zu unterschätzendes Wirtschaftsgut. Daneben beschäftigen sich auch Wissenschaften mit Denkmälern. Sie wollen Erkenntnisse über die Kunst, Geschichte, Wirtschaft, Technik und städtebauliche Entwicklungen aus Forschungen an historischer Bausubstanz ziehen. Um all diese Bedürfnisse an einem Baudenkmal erfüllen zu können, müssen sie erhalten, saniert, instand gesetzt und gepflegt werden, um die historische Substanz zu bewahren. Diese Aufgabe kommt dem Denkmalschutz und der Denkmalpflege zu und obliegt als Aufgabengebiet den einzelnen Ländern mit seinen Behörden und Denkmalschutzgesetzen. Trotz der Faszination für historische Gebäude schrecken das große öffentliche Interesse an Baudenkmälern und die strenge denkmalschutzrechtliche Reglementierung vom Erwerb und von der Nutzung eines Baudenkmals ab. Oftmals werden nur die Pflichten, die ein Baudenkmal mit sich bringt und die hohen Kosten der notwenigen Sanierung oder der Pflege und Instandhaltung wahrgenommen. Die nachfolgende Betrachtung soll am Beispiel des ehemaligen Getreidespeichers in Neubrandenburg zeigen, dass eine moderne Nutzung denkmalgeschützter Gebäude mit der damit verbundenen Altbausanierung realisierbar ist, ohne die Kosten eines Neubaus zu übersteigen. Dabei wird ein Blick auf die Vorschriften und Behörden des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege geworfen, das Zusammenspiel von Verwaltung und Denkmaleigentümer gezeigt sowie Vor- und Nachteile der Nutzung von Baudenkmälern gegenüber Neubauten beleuchtet. Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: AbkürzungsverzeichnisV AnlagenverzeichnisVII AbbildungsverzeichnisVIII 1.Denkmalschutz im Zwiespalt2 2.Begriffsdefinitionen3 2.1Begriff des Denkmals3 2.1.1Der gesetzliche Denkmalbegriff3 2.1.2Das Denkmal als Sache3 2.1.3Das Baudenkmal4 2.2Begriff des Denkmalschutzes5 2.3Begriff der Denkmalpflege6 3.Rechtliche Fundierung und Gesetzgebung beim Denkmalschutz7 3.1Rechtliche Fundierung des Denkmalschutzrechts7 3.1.1Normen im Interesse des Denkmalschutzes7 3.1.2Normen gegen die Interessen des Denkmalschutzes8 3.2Gesetzgebung beim Denkmalschutzrecht8 4.Das Denkmalschutzgesetz in Mecklenburg-Vorpommern10 4.1Entstehung des Denkmalschutzes10 4.2Wesentliche Inhalte des DSchG M-V13 4.2.1Behörden13 4.2.2Denkmalliste13 4.2.3Rechtsfolgen14 4.2.3.1Erhaltungspflicht15 4.2.3.2Genehmigungspflicht15 4.2.3.3Anzeigepflicht16 4.2.3.4Auskunfts- und Duldungspflicht16 4.2.3.5Anzeige von Denkmalfunden17 4.2.4Denkmale öffentlich-rechtlicher Religionsgemeinschaften18 4.2.5Unterteilungsmöglichkeiten von Denkmalen in M-V19 4.2.6Schatzregal19 5.Bedeutung von Denkmälern für die heutige Gesellschaft und die Zukunft20 5.1Künstlerische Bedeutung21 5.2Wissenschaftliche Bedeutung21 5.3Geschichtliche Bedeutung22 5.4Städtebauliche Bedeutung23 6.Der Speicher Tiedt in Neubrandenburg24 6.1Einordnen des Speichers in das Denkmalschutzrecht24 6.2Geschichte des Speichers24 6.3Baubeschreibung des Speichers27 6.4Nutzungskonzepte für den Speicher28 6.5Sanierung des Speichers30 6.5.1Der Begriff der Sanierung30 6.5.2Sanierung des Speichers31 6.5.2.1Abriss des jüngeren Speichers von 193431 6.5.2.2Grund und Boden31 6.5.2.3Die Außenwände32 6.5.2.4Die Fenster33 6.5.2.5Die Außentreppen35 6.5.2.6Die Innenwände36 6.5.2.7Das Tragwerk37 6.5.2.8Das Atrium38 6.5.2.9Der Fahrstuhl und die Transmissionen39 6.5.2.10Das Dach40 6.6Heutige Nutzung42 6.7Bestehende Einflüsse auf das Gebäude42 6.7.1Bahntrasse nördlich des Speichergebäudes42 6.7.2Bundesstraße westlich des Speichergebäudes43 6.7.2.1Erste Option - Fahrbahnverlauf nach Westen verrücken44 6.7.2.2Zweite Option - Fahrbahnverlauf beibehalten44 7.Normen, die eine zeitgemäße Nutzung von Baudenkmälern in Mecklenburg-Vorpommern erschweren, in Bezug auf den Speicher46 7.1Erschwernisse durch das Denkmalschutzgesetz46 7.1.1Die Materialgerechtigkeit47 7.1.1.1Die Materialgerechtigkeit im Allgemeinen47 7.1.1.2Die Materialgerechtigkeit im Bezug auf den Speicher48 7.1.2Die Fenster49 7.1.2.1Die Fenster im Allgemeinen49 7.1.2.2Die Fenster im Bezug auf den Speicher49 7.1.3Das Dach51 7.1.3.1Das Dach im Allgemeinen51 7.1.3.2Das Dach im Bezug auf den Speicher51 7.1.4Das Fachwerk/Tragwerk52 7.1.4.1Das Fachwerk/Tragwerk im Allgemeinen52 7.1.4.2Das Fachwerk/Tragwerk im Bezug auf den Speicher53 7.2Erschwernisse durch die Landesbauordnung53 8.Vor- und Nachteile bei der Nutzung denkmalgeschützter Gebäude im Gegensatz zum Neubau bezogen auf den Speicher55 8.1Vorteile55 8.2Nachteile56 8.3Vor- und Nachteile beim Speicher57 9.Steuerliche Förderungen von Baudenkmälern und am Beispiel des Speichers58 9.1Steuerliche Förderungen von Baudenkmälern58 9.1.1Die Anschaffungskosten58 9.1.2Die Herstellungskosten59 9.1.3Der Erhaltungsaufwand59 9.2Steuerliche Förderungen beim Speicher60 10.Kostenbilanz für die Nutzung und den Erhalt vom Denkmal im Gegensatz zum Neubau eines Gebäudes am Beispiel des Speichers62 10.1Allgemeine Kostenüberlegungen62 10.2Kostenbilanz beim Speicher63 11.Fazit und Ausblick64 Anlagen66 Literaturverzeichnis82 Textprobe:Textprobe: Kapitel 6.2, Geschichte des Speichers: Das Gebäude ließ der Getreidehändler Hans Georg Tiedt, der aus Neubrandenburg stammt, errichten. Er hatte konkretes Wissen über den zukünftigen Verlauf der Bahntrasse durch Neubrandenburg, die Hamburg mit Stettin verbinden sollte und erwarb große Flächen in diesem Bereich. Die städtischen Behörden waren gegen Tiedts Projekt, einen Getreidespeicher mit einer Lagerfläche von 2500m³, vor der Stadt zu erbauen, da er für die etwa 100 Scheunen, die ebenfalls vor der Stadtmauer lagen, Konkurrenz darstellte. Durch die Unterstützung des Landesfürsten in Neustrelitz konnte er sein Vorhaben durchsetzen. Baubeginn war offiziell 1845. Bei der Sanierung traten, entgegen der bisherigen Meinung, Funde auf, die auf einen Baubeginn 1847 hindeuten. Ab 1857 begann eine Kommission mit der exakten Planung der Bahntrasse von Güstrow nach Neubrandenburg. Tiedt behielt mit seinem Wissen über den Bahnlinienverlauf Recht und überließ das, an den Speicher angrenzende Land, der Bahn unter der Bedingung, dass die Bahn die von Tiedt benötigten Waggons kostenlos an- und abtransportiert. Der Speicher wurde um 1860 fertiggestellt und diente als Lager und Umschlagstelle. Die Bahntrasse nach Neubrandenburg weihte man 1864 ein. Der Getreidehändler hatte in der Region zu dieses Zeit weitere ähnliche Getreidespeicher erbaut. So u.a. 1835 in Wolgast, der jedoch im Juni 2006 abgebrannt ist. Eigentümer war ein Erbe Tiedts - Max-Georg Tiedt - der zuletzt Eigentümer des Speichers in Neubrandenburg war. In Vorbereitung auf den zweiten Weltkrieg wurde neben den bestehenden Speicher ein weiteres Speichergebäude errichtet. Es war größer und grenzte direkt an die Ostwand des Speichers vom Getreidehändler Tiedt. Den neuen Speicher konstruierte man bomben- und brandsicher. Sein Inneres bestand aus einer Betonkonstruktion. Im Rahmen der geplanten Sanierung des alten Speichers riss man im Frühjahr 2004 den neuen Speicher, der ebenfalls unter Denkmalschutz stand, ab. Aufgrund seiner Innenkonstruktion stand keine dauerhafte Nutzung in Aussicht, außer der ursprünglichen Nutzung als Getreidespeicher, die an diesem Standort nicht mehr benötigt wird. Durch die einvernehmliche Lösung zwischen der unteren Denkmalschutzbehörde Neubrandenburg, dem Landesdenkmalamt M-V (§ 7 DSchG M-V), Max-Georg Tiedt (ehemaliger Eigentümer der Speichergebäude) und der Webasto AG Neubrandenburg, den alten Speicher zu sanieren und den neuen Speicher abzureißen, konnte zumindest das ältere und geschichtsträchtigere der beiden Speichergebäude erhalten, saniert und einer dauerhaften Nutzung zugeführt werden. Baubeschreibung des Speichers: Der Speicher hat eine rechteckige Grundfläche mit einer Länge von 35,87m und einer Breite von 16,36m. Das Gebäude ist fünfgeschossig mit einer Nutzfläche von 2800 m2 und hat eine Gesamthöhe von 16,88m. Dabei sinkt die Deckenhöhe, ohne die neuen Fußbodenkonstruktionen, vom Erdgeschoss (2,94 m) bis zum dritten Obergeschoss (2,64 m) immer weiter ab. Die jeweilige Geschosshöhe sinkt weiter auf ca. 2,60 m im Erdgeschoss und 2,35 m im 1. bis 3. Obergeschoss durch die geplante Deckenkonstruktion. Im dritten Obergeschoss sind zwischen der Tragkonstruktion und dem Bodenbelag stellenweise nur etwa 1,80 m Höhe (Siehe Abbildung 3). Die Tragkonstruktion wird bei der lichten Raumhöhe allerdings nicht mit einbezogen. Das Dachgeschoss besitzt durch den offenen Dachstuhl die größte Deckenhöhe. Die Außenwände sind massiv aus Backsteinen mit dem Format 27cm x 13cm x 7cm und beinhalten an der Fassade Verzierungen (Siehe Abbildung 4). Die restlichen Teile bestehen aus einem skelettartigem Tragsystem aus Holz. Dabei werden Holzdecken durch Holzbalken gestützt. Diese lagern auf Kopfbändern und Unterstützen und diese lagern wiederum auf 24 senkrechten Pfeilern. So wird die Traglast der einzelnen Geschosse durch die Holzkonstruktion in den Keller abgeleitet. Der Keller sowie die Fundamente unter den Außenwänden und den einzelnen Stützen sind aus Feldsteinen. Nutzungskonzepte für den Speicher: Der Speicher stand über ein Jahrzehnt (von 1990 bis Ende 2003) leer. In dieser Zeit gab es einige Ideen, wie der Speicher genutzt und damit erhalten werden sollte. Es gab drei Möglichkeiten, die allerdings schnell wieder an Bedeutung verloren. Der Speicher sollte als Studentenwohnheim genutzt werden. Eine ähnliche Idee war die Nutzung des Speichers als Jugendherberge. Eine weitere Nutzungsidee bestand darin, in dem Gebäude einen Elektrodiscounter unterzubringen. Das erste ernsthaft Konzept gab es im Frühjahr 1999. Da erarbeiteten Studenten der Fachhochschule Neubrandenburg die Idee, den Speicher als kulturelles Forum zu nutzen. Dafür sollten im Speicher (damals noch beide Speichergebäude) Galerien, Studios für Musik- und Theaterproduktionen, Werkstätten, Probe- und Aufführungsräume, Arbeitsräume für Tagungen usw. eingerichtet werden. Als Träger und Verwalter des Objektes wäre ein gemeinnütziger Verein oder eine gemeinnützige GmbH in Frage gekommen. Für die Umsetzung gab es zwei verschiedene Pläne. Bei der einen Variante sollten die zukünftigen Nutzer (Vereine, Theatergruppen, Bands usw.) das Gebäude schrittweise selber ausbauen, um so den Geldbeutel zu schonen. Die andere Variante wäre gewesen, einen Investor zu finden, der das Gebäude auf eigene Kosten saniert und dann später vermietet oder teilkommerziell nutzt. Dieses Konzept konnte aufgrund mangelndem Interesses und mangelnder Fördermittel nicht umgesetzt werden. 2002 bekundete die Webasto AG Interesse am Speicher und wollte es von M.-G. Tiedt erwerben. Erste Verhandlungen brach man aufgrund unterschiedlicher Preisvorstellungen ab. Im gleichen Zeitraum wollte die Stadt Neubrandenburg von Webasto ein anderes Grundstück in einem anderem Stadtgebiet erwerben. Das Unternehmen schlug der Stadt vor, das Speichergelände von Herrn Tiedt zu kaufen und es dann mit dem anderem Gelände zu tauschen. Das Gelände des Speichers grenzt direkt an das Firmengelände des Unternehmens. Webasto setzte allerdings eine Abrissgenehmigung für den jüngeren Speicher von 1934 für den Kauf/Tausch voraus, da für dieses Gebäude keine sinnvolle, neuzeitliche Nutzung in Aussicht stand. Der Leiter der Webasto AG Werk Neubrandenburg, Heinrich Nostheide, hat schon von 1994 an über das Speichergelände mit den beiden Speicherbauten nachgedacht, da ein erfolgreiches Produktionsunternehmen immer Ausweitungsmöglichkeiten brauchen könnte und da er sich für Bauten mit Geschichte begeistert.



Zusammenfassung
Inhaltsangabe:Einleitung:Beim Gang durch Altstädte, dem Betrachten und Erleben alter Wehr- oder Kriegsanlagen, religiöser Bauten und anderer Baudenkmäler fasziniert der Anblick der historischen und erhaltenen Gebäude. Sie sind in der Lage, eine Geschichte zu erzählen, und zeigen Ausschnitte aus Kunst, Handwerk und Technik vergangener Tage. Baudenkmäler sind Anziehungspunkte für Touristen und damit ein nicht zu unterschätzendes Wirtschaftsgut. Daneben beschäftigen sich auch Wissenschaften mit Denkmälern. Sie wollen Erkenntnisse über die Kunst, Geschichte, Wirtschaft, Technik und städtebauliche Entwicklungen aus Forschungen an historischer Bausubstanz ziehen. Um all diese Bedürfnisse an einem Baudenkmal erfüllen zu können, müssen sie erhalten, saniert, instand gesetzt und gepflegt werden, um die historische Substanz zu bewahren. Diese Aufgabe kommt dem Denkmalschutz und der Denkmalpflege zu und obliegt als Aufgabengebiet den einzelnen Ländern mit seinen Behörden und Denkmalschutzgesetzen.Trotz der Faszination für historische Gebäude schrecken das große öffentliche Interesse an Baudenkmälern und die strenge denkmalschutzrechtliche Reglementierung vom Erwerb und von der Nutzung eines Baudenkmals ab. Oftmals werden nur die Pflichten, die ein Baudenkmal mit sich bringt und die hohen Kosten der notwenigen Sanierung oder der Pflege und Instandhaltung wahrgenommen.Die nachfolgende Betrachtung soll am Beispiel des ehemaligen Getreidespeichers in Neubrandenburg zeigen, dass eine moderne Nutzung denkmalgeschützter Gebäude mit der damit verbundenen Altbausanierung realisierbar ist, ohne die Kosten eines Neubaus zu übersteigen. Dabei wird ein Blick auf die Vorschriften und Behörden des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege geworfen, das Zusammenspiel von Verwaltung und Denkmaleigentümer gezeigt sowie Vor- und Nachteile der Nutzung von Baudenkmälern gegenüber Neubauten beleuchtet.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis:AbkürzungsverzeichnisVAnlagenverzeichnisVIIAbbildungsverzeichnisVIII1.Denkmalschutz im Zwiespalt22.Begriffsdefinitionen32.1Begriff des Denkmals32.1.1Der gesetzliche Denkmalbegriff32.1.2Das Denkmal als Sache32.1.3Das Baudenkmal42.2Begriff des Denkmalschutzes52.3Begriff der Denkmalpflege63.Rechtliche Fundierung und Gesetzgebung beim Denkmalschutz73.1Rechtliche Fundierung des Denkmalschutzrechts73.1.1Normen im Interesse des Denkmalschutzes73.1.2Normen gegen die Interessen des Denkmalschutzes83.2Gesetzgebung beim []

Produktinformationen

Titel: Die Möglichkeit moderner Gebäudenutzung von denkmalgeschützten Gebäuden
Untertitel: Dargestellt am Speicher Neubrandenburg
Autor:
EAN: 9783836607513
ISBN: 978-3-8366-0751-3
Digitaler Kopierschutz: frei
Format: E-Book (pdf)
Herausgeber: Diplom.de
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 94
Veröffentlichung: 17.12.2007
Jahr: 2007
Dateigrösse: 15.2 MB

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