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Das unklassische Bild

  • Fester Einband
  • 341 Seiten
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Seit der Renaissance und bis ins 19. Jahrhundert beanspruchte das sogenannte klassische Bild seine Vorrangstellung. Es sollte Idee... Weiterlesen
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Beschreibung

Seit der Renaissance und bis ins 19. Jahrhundert beanspruchte das sogenannte klassische Bild seine Vorrangstellung. Es sollte Ideen zum Ausdruck bringen, die letztlich immateriell waren. Ebenfalls seit der Renaissance gab es jedoch eine zweite Tradition, die sich an der sinnlichen Erscheinung der Dinge orientierte. Werner Busch stellt diese Geschichte des unklassischen Bildes zum ersten Mal zusammenhängend dar.

Während beim klassischen Bild die Linie dominiert, ist das unklassische von der Farbe beherrscht. Sucht das klassische Bild seine Vollendung, so ist das unklassische prinzipiell unabschließbar. Erzählt das klassische Bild oft eine Geschichte, die von einem Text (etwa der Bibel) vorgegeben ist, so beruft sich das unklassische Bild auf die Natur und ihre Phänomene. Nachdem die Renaissance das klassische Bild definiert hatte, wurde es über Jahrhunderte von den mächtigen Akademien und unzähligen Traktaten gepredigt. Das unklassische Bild hingegen fand nie vergleichbare öffentliche Fürsprecher. Dabei hat es die abendländische Kunst seit Tizian begleitet, in Caravaggio und Rembrandt, in Constable und Turner prominente Protagonisten gefunden und in der Druckgraphik zu wichtigen Innovationen geführt. Mit seiner Gegengeschichte der neuzeitlichen Kunst macht Werner Busch sichtbar, welche Möglichkeiten eine Kunst abseits der offiziellen Doktrin hatte und wie sie die Kunst der Moderne vorbereitete.


Autorentext

Werner Busch, geb. 1944, lehrt als Professor für Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin. Bei C.H. Beck sind von ihm erschienen: Das sentimentalische Bild (1993), Caspar David Friedrich. Ästhetik und Reli-gion (22008) und Adolph Menzel (2004).



Inhalt

Vorwort Prolog Das "Museum Britannicum". Wie die Natur zur Kunst wird 1. Kapitel Die Erfindung des Clairobscurholzschnittes. Ugo da Carpi nach Tizian, Raphael und Parmigianino 2. Kapitel Der hässliche Sebastian. Tizians Bilderdialog 3. Kapitel Die Möglichkeiten der nicht-fixierenden Linie. Von Tizian bis Seurat 4. Kapitel Erscheinung statt Erzählung. Tizians Dianenbilder 5. Kapitel "Houding". Rembrandts Farbaufbau 6. Kapitel Rembrandts späte Zeichnungen mit der Rohrfeder 7. Kapitel Newtons Schatten auf Joseph Wright of Derbys "Tischplanetarium" 8. Kapitel Joseph Priestleys Optik in Newtons Bahnen und die Darstellung des Regenbogens. Die naturwissenschaftliche Entdeckung der tonalen Abstufung 9. Kapitel Turner und Constable als künstlerische Antipoden. Zur Topik des Klassischen und des Unklassischen 10. Kapitel John Constables Wolkenstudium und das "chiaroscuro of nature" 11. Kapitel Constables Himmel - Objektivität und Subjektivität in eins ? 12. Kapitel Ruskin und Turner. Von der Wahrheit des Himmels und der Wolken 13. Kapitel Alles Unvollständige ist der Zeitlichkeit unterworfen. Zur Dialektik von Ölskizze und naturwissenschaftlicher Erkenntnis in den Überlegungen von Valenciennes und Ruskin 14. Kapitel Druckgraphische Eroberungen. Zur Differenzierung des Sehens im 18. und 19. Jahrhundert Epilog Das Ende der Antithese "klassisch - unklassisch" und die Freisetzung des Malerischen Anmerkungen Drucknachweise Bibliographie Bildnachweis Personenregister

Produktinformationen

Titel: Das unklassische Bild
Untertitel: Von Tizian bis Constable und Turner
Autor:
EAN: 9783406582462
ISBN: 978-3-406-58246-2
Format: Fester Einband
Herausgeber: Beck, C H
Anzahl Seiten: 341
Gewicht: 990g
Größe: H246mm x B180mm x T28mm
Veröffentlichung: 17.03.2009
Jahr: 2009
Land: DE