

Beschreibung
Wohlbefinden in der Schule ist zu einem ernsthaften Anliegen geworden, obwohl bisher noch unklar ist, was darunter zu verstehen ist und was dazu beiträgt. In diesem Band werden theoretische und empirische Grundlagen zum psychologischen Konzept "Wohlbefinden in...Wohlbefinden in der Schule ist zu einem ernsthaften Anliegen geworden, obwohl bisher noch unklar ist, was darunter zu verstehen ist und was dazu beiträgt. In diesem Band werden theoretische und empirische Grundlagen zum psychologischen Konzept "Wohlbefinden in der Schule" bereitgestellt. Aus Schülerperspektive werden Quellen des Wohlbefindens in der Schule identifiziert, um eine empirisch gestützte Alternative zu programmatischen pädagogischen Ausführungen zu gewinnen.
Das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen in der Schule ist zu einem ernsthaften Anliegen geworden, obwohl bisher noch weitgehend unklar ist, was darunter zu verstehen ist und was zum Wohlbefinden in der Schule beiträgt. In diesem Buch werden theoretische Grundlagen zum psychologischen Konzept 'Wohlbefinden in der Schule' gelegt und anhand eines Forschungsprojekts mit über 2000 Schüler/-innen der Sekundarstufe I (Klassenstufe 7-9) überprüft. Der Schwerpunkt der Studien bestand darin, aus der Perspektive der Schüler/-innen relevante Quellen des Wohlbefindens in der Schule zu identifizieren. Anhand von qualitativen und quantitativen Forschungsarbeiten werden Alternativen zu programmatischen pädagogischen Ausführungen vorgeschlagen, und es wird eine empirisch abgestützte Basis für Schulreformen vorgelegt.
Autorentext
Tina Hascher (geb. 1965) ist Professorin für Erziehungswissenschaft an der Universität Bern (Schweiz) und leitet die Abteilung Schul- und Unterrichtsforschung. Ihre Forschungsarbeiten sind in den folgenden Themenbereichen angesiedelt: Lernen, Motivation, Emotionen und Wohlbefinden in der Schule sowie Lehrer/innenbildung. Sie ist Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, Mitglied in mehreren wissenschaftlichen Beiräten und im österreichischen Qualitätssicherungsrat PädagogInnenbildung NEU. Sie fungiert als Gutachterin für nationale und internationale, wissenschaftliche Zeitschriften, Buchreihen und Forschungsorganisationen. Tina Hascher (born 1965) is Professor of Educational Science at the University of Bern (Switzerland) and Head of the Department of Research in School and Instruction. Her research addresses school learning, academic motivation, emotions and well-being, and teacher education. She is member of the board of the German Educational Research Association, member of the scientific boards of several teacher education institutions, and member of the Austrian Board for Quality Assurance in Teacher Education. She also serves as reviewer for national and international journals, book Series and research organisations.
Zusammenfassung
Den Schulen, die ihren Leitgedanken "Unsere Schule ist ein Ort, an dem sich alle wohl fühlen" nicht nur zu einer leeren pädagogischen Formel verkommen lassen wollen, liefert die vorliegende Studie höchst brauchbare Grundlagen und Strukturen schulischer Arbeit. - Ledi Turra Rebuzzi in: Forum Schule heute. 1/2005, S. 45.
Leseprobe
6. Eine Schule zum Wohlfühlen (S. 275-276)
Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit war die Überzeugung, dass das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen in der Schule einen Wert darstellt, den es zu stützen und zu fördern gilt. Hinter dieser Überzeugung steht ein Menschenbild, das auf Humanität, Gleichberechtigung und Emotionalität beruht.
Emotionen sind im Leben nicht nur eine wichtige Quelle der Motivation, sondern verleihen dem (Schul-)Alltag aufgrund ihrer impliziten subjektiven Bewertungen Sinn und Bedeutung, Farbe und Dynamik. Auf dieser Basis erst wird pädagogisches Handeln möglich und effizient und deshalb wurde diesem Bereich der eher kognitiv-orientierten Regelschule besondere Beachtung geschenkt.
Zu Beginn der Arbeit wurde ein wesentliches Manko deutlich: Zwar wird heute viel vom Wohlbefinden – auch als pädagogischem Ziel – gesprochen, unklar war jedoch, was unter Wohlbefinden in der Schule zu verstehen ist und wie es sichergestellt bzw. gefördert werden kann. Deshalb wurde ein Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit auf die Erarbeitung theoretischer Grundlagen gelegt und das Konzept des Wohlbefindens in der Schule anhand verschiedener Forschungsrichtungen – der (allgemeinen) Wohlbefindensforschung, der Emotionsforschung und der empirischen Schulforschung – entwickelt und mit Schüler/innen der Sekundarstufe I unter Anwendung qualitativer und quantitativer Verfahren empirisch überprüft.
Der zweite Schwerpunkt der Arbeit bestand darin, aus der Perspektive der Schüler/innen66 relevante Quellen des Wohlbefindens in der Schule zu identifizieren, um eine Alternative zu programmatischen pädagogischen Ausführungen und eine empirisch abgestützte Basis für Schulentwicklungsprojekte auf der Sekundarstufe I bieten zu können. Die Arbeit war stets von einer Vielzahl an Fragen begleitet. Einige konnten beantwortet werden, andere mussten offen bleiben. Stellvertretend für letztere sollen im Abschlusskapitel die folgenden drei Fragen diskutiert werden:
Inhalt
1;Inhalt;6
2;1. Wohlbefinden mehr als nur ein gesellschaftlicher Kitschbegriff?;10
2.1;1.1 Wohlbefinden ist in!;10
2.2;1.2 Was ist Wohlbefinden?;11
2.3;1.3 Wohlbefinden in der Schule eine neue pädagogische Leitidee?;14
2.4;1.4 Ziele und Aufbau der vorliegenden Arbeit;18
3;2. Definition und Analyse des psychologischen Konstrukts Wohlbefinden;20
3.1;2.1 Zur Definition des Begriffs Wohlbefinden ;20
3.2;2.2 Das Wohlbefinden von Jugendlichen;35
3.3;2.3 Korrelate, Quellen und Ursachen des Wohlbefindens;43
4;3. Forschungsüberblick zum Wohlbefinden in der Schule;76
4.1;3.1 Wohlbefinden in der Schule ein Forschungsüberblick;76
4.2;3.2 Schulfreude, Spass am Lernen und Zufriedenheit in der Schule;98
4.3;3.3 Positive Gefühle im Schulalltag;109
4.4;3.4 Das Zusammenspiel von Emotion und (Leistungs-)Motivation;116
4.5;3.5 Zusammenfassung und Diskussion;131
5;4. Entwicklung einer Theorie des Wohlbefindens in der Schule;136
5.1;4.1 Grundlagen für die Konzeption und Definition des Begriffs Wohlbefinden in der Schule ;136
5.2;4.2 Definition des Konzepts Wohlbefinden in der Schule ;143
5.3;4.3 Systematischer Überblick über Entstehungsbedingungen und Quellen schulischen Wohlbefindens;150
5.4;4.4 Forschungsdefizite, -desiderate und Hypothesen für neue, weiterführende Studien;169
6;5. Neue empirische Studien zum Wohlbefinden Jugendlicher in ihrer Schule;180
6.1;5.1 Überblick über den Untersuchungsrahmen, über Design, Stichproben, Instrumente und Methoden;180
6.2;5.2 Emotionsgenese im Alltag von Schülerinnen und Schülern;185
6.3;5.3 Wie wohl fühlen sich Jugendliche in der Schule?;215
6.4;5.4 Quellen und Ursachen des Wohlbefindens in der Schule;251
6.5;5.5 Zusammenfassung;273
7;6. Eine Schule zum Wohlfühlen;276
7.1;6.1 Welche Bedeutung besitzen Emotionen der Schüler/innen für die Lehrpersonen?;277
7.2;6.2 Wie können sich Schulen zu einem Ort des Wohlbefindens entwickeln?;283
7.3;6.3 Wohlbefinden trotz Schule?;289
7.4;6.4 Einige Worte zum Schluss;295
8;7. Literatur;296
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