

Beschreibung
In dem zweiten Band über den Geopark Grenzwelten in der Reihe Wanderungen in die Erdgeschichte wird der westliche Bereich des Geoparks vorgestellt. Dieser Bereich umfasst die Regionen Sauerland mit dem Rothaargebirge und das Ederbergland am nordöstlichen Rand ...In dem zweiten Band über den Geopark Grenzwelten in der Reihe Wanderungen in die Erdgeschichte wird der westliche Bereich des Geoparks vorgestellt. Dieser Bereich umfasst die Regionen Sauerland mit dem Rothaargebirge und das Ederbergland am nordöstlichen Rand des Rheinischen Schiefergebirges. Neben dem Edersee ist vor allem das Sauerland die bekannteste und touristisch am besten erschlossene Region des Geoparks. Millionen Besucher und Besucherinnen verbringen jedes Jahr ihren Urlaub hier oder unternehmen Tagesausflüge oder Wochenendtouren. Geologisch werden diese Regionen fast ausschließlich aus devonischen und karbonischen Sedimentgesteinen und Vulkaniten aufgebaut, die während der variszischen Orogenese gestört, gefaltet und überschoben wurden. Es sei hier darauf hingewiesen, dass die post-karbonische Entwicklung des Geoparks bereits ausführlich im östlichen Band beschrieben wurde und hier nicht mehr dargestellt wird. Eine Ausnahme bildet die Verkarstung der devonischen Massenkalke, der wichtige Fossilfundstellen wie die Dinosaurierfundstelle Brilon-Nehden oder Höhlen wie der Veleda-Höhle zu verdanken sind. Seit dem Ende des 19.Jahrhunhderts wurde das Sauerland zunehmend Ziel erholungssuchender Urlauber. Die höheren Lagen entwickelten sich zu beliebten Wintersportgebieten, wie zum Beispiel Winterberg oder Willingen (Upland). Wegen der bergigen Landschaften, weiten Waldgebiete und guter Luftqualität der Region wird auch der Wander- und Mountainbike-Tourismus immer beliebter. Aber auch geologisch hat die Region jede Menge zu bieten. Zahlreiche Aufschlüsse liefern spannende Einblicke in die Erdgeschichte der Region der letzten 400Millionen Jahren. Von besonderer Bedeutung sind zum Beispiel die Bruchhauser Steine, Relikte eines devonischen Vulkans, die mittlerweile ein Nationales Geotop ist oder die weltbekannte Dinosaurierfundstelle Brilon-Nehden. Zusätzlich war der westlich Geopark jahrhundertelang eines der bedeutendsten Bergbau-Zentren in Deutschland. So finden sich am Eisenberg die reichste Goldlagerstätte Deutschlands, in Ramsbeck die bedeutendste Blei-Zink-Lagerstätte Deutschlands, in Marsberg die drittgrößte Kupferlagerstätte Deutschlands und am Martenberg eine der größten Eisenlagerstätten Deutschlands. All diese Bergwerke sind mittlerweile Besucherbergwerke und können besichtigt werden. Nach den einführenden Kapiteln, in denen die Erdgeschichte des westlichen Bandes skizziert wird, werden in dem Exkursionsteil die interessantesten und wichtigsten geologischen, paläontologischen, mineralogischen, aber auch bergbaulichen und lagerstättenkundlichen Zeugnisse im westlichen Geopark vorgestellt. Zusätzlich werden Vorschläge für Wanderungen gegeben. Der Autor hofft, dass die Bände dem Leser und der Leserinnen die spannende Erdgeschichte des Geoparks GrenzWelten näherbringt. Ohne die äußert hilfreichen Unterstützungen wäre dieser Band gewiss nicht zustande gekommen. Dabei war die mittlerweile jahrelange enge und freundschaftliche Zusammenarbeit mit Herrn Dr. G. Bresser (Leiter Projektbüro Nationaler Geopark GrenzWelten) sicherlich die wichtigste Voraussetzung zum Gelingen. Auch sei Herr Dr. G. Bresser, sowie den Geopark Mitarbeiterinnen Dr. U. Richter und S. Tielke für die gewissenhafte Durchsicht des Manuskripts gedankt. Spezieller Dank geht an Herrn Dr. H. Heggemann (Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie, HLNUG) und Frau Dr. B. Dölling vom Geologischen Dienst Nordrhein-Westfalen für die weitreichenden Genehmigungen zur Verwendung von Abbildungen, den geologischen Karten und Unterstützung während der Erstellung des Buches. Herr Dr. H. Heggemann sei zusätzlich für die Überarbeitung der geologischen Karten Hessens gedankt. Besonderen Dank gilt auch Herrn Dr. R. Kunz (Wolfhagen), G. Rosenkranz (Marsberg), W. Kleffner (Besucherbergwerk Kilianstollen, Marsberg), M.Pauly (Geoparkführer, Marsberg), Frau B. Emde, Herrn K.-V. Emde, Kaufmann, H. (Burgwald), Dr. M. Müllenhoff (Stadtmarketing & Tourismus Korbach), Dr. A. Scriba (Wolfgang-Bonhage-Museum, Korbach), Dr. H.-D. Nesbor (ehemals Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie, HLNUG), S. Nüse (Bestwig), Dr. G. Fischer (Bremen), R. Kubosch (Landkreis Waldeck-Frankenberg, FD Umwelt und Klimaschutz), dem Museum Haus Hövener und dem Briloner Heimatbund Semper Idem für die gemeinsamen übertägigen Geländebegehungen und untertägige Befahrungen, vielen Diskussionen und die für den Band zur Verfügung gestellten zahlreichen Fotos, Abbildungen und Literatur. Weiterhin sei Herr J. Mühlenbein (B. Mühlenbein GmbH & Co KG) ausdrücklich gedankt, den Steinbruch Rösenbeck und den ehemaligen Steinbruch Burg zu begehen. Zuletzt sei noch meiner Frau Tanja liebevoll gedankt, die mich auf den zahlreichen Geländebegehungen und Vorexkursionen tatkräftig und mit viel Geduld begleitet hat. Herr Dr. F.Pfeil und Herr Dr. M.Scheungrab (alle Verlag Dr. Friedrich Pfeil) haben wertvolle Tipps bei der Erstellung des Buches gegeben sowie das Manuskript durchgearbeitet und ihm ein perfektes Layout gegeben. Leider ist es nicht möglich, alle Personen hier persönlich aufzuführen, die mich während der jahrelangen Arbeit so hilfsbereit unterstützt haben. Trotzdem gilt auch ihnen mein Dank. Dieser Exkursionsführer und alle darin enthaltenen Informationen wurden nach bestem Wissen und größtmöglicher Sorgfalt des Autors erstellt. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass die angegebenen Informationen sich auch jederzeit ändern können. So können Feld-, Wald- und Wanderwege kurzfristig gesperrt oder umgeleitet werden. Baustellen können das Erreichen von Parkplätzen verhindern. Aufschlussverhältnisse können sich mit der Zeit ändern. Auch können Museen oder Besucherbergwerke wegen Umbauarbeiten vorübergehend oder sogar längerfristig geschlossen werden. Ebenso sind Fehler trotz großer Sorgfalt nicht mit letzter Gewissheit auszuschließen. Deshalb sollte man sich immer vorher informieren, bevor man eine Exkursion startet oder ein Museum oder Bergwerk besucht. Bei Museen und Bergwerken wurde daher die Webadressen angegeben. Für den Besuch des Geoparks liefert auch die Webseite des Geoparks sowie das Projektbüro des Geoparks nützliche Informationen: Geopark GrenzWelten Landkreis Waldeck-Frankenberg, Auf Lülingskreuz 60, D-34497 Korbach Tel. 05631-954 512 E-mail: geopark@lkwafkb.de www.geopark-grenzwelten.de Im Gegensatz zum östlichen Band liegen viele der Exkursionspunkte und Wanderungen im westlichen Band im deutlich gebirgigen Rothaargebirge und Hochsauerland. Es ist daher dringend empfohlen bei einer Wanderung oder Besuch eines der Exkursionspunkte wetterfeste Kleidung inklusive Sonnen- und Regenschutzes und festes Schuhwerk mitzunehmen. Unbedingt sollte man auch auf die Wettervorhersage achten und bei schlechtem Wetter von einer Tour absehen. Auch sollte man darauf achten, dass man genügend Wasser mit sich führt. Ist man Abseits breiter Wege unterwegs, empfiehlt es sich Zeckenschutzmittel aufzutragen. Ebenso sei darauf hingewiesen, dass man bei den Exkursionen immer auf das Gelände achten sollte und nur das Gelände bewältiget, dass man sich auch guten Gewissens zutraut. Wegen Steinschlag wird empfohlen, genügend Abstand zu Felsen, Steinbruchwänden, etc. zu halten und einen Helm aufzusetzen. Ist man entlang von Straßen unterwegs, sollte man eine Warnweste tragen. Steiles Gelände wird in den Exkursionspunkten aufgeführt. Wegen den auf geführten Gründen können deshalb keine Garantie, Verpflichtungen, Verantwortung oder Haftung seitens des Autors übernommen werden. Dr. Thomas Pawellek
Autorentext
Thomas Pawellek interessierte sich schon seit Kindesalter für Geologie. Das Interesse blieb auch während der gesamten Schulzeit geweckt und führte schließlich zum Geologie- und Paläontologie-Studium an der LMU in München. Die abschließende Diplomarbeit fand über den Oberjura des Keltiberikums statt. Anschließend promovierte er über den Oberjura der Schwäbischen Alb. Danach führte ihn sein Weg in die Wirtschaft. Mitt…
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