

Beschreibung
So verliert Pflege ihren Schrecken Immer mehr Menschen sind pflegebedürftig und dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen. Von Pflegenotstand ist die Rede. Svenja Markert und Bettina Blaß nehmen Pflegeversicherung und Pflege den Schrecken: - Was bringt das Gesetz ...So verliert Pflege ihren Schrecken
Immer mehr Menschen sind pflegebedürftig und dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen. Von Pflegenotstand ist die Rede. Svenja Markert und Bettina Blaß nehmen Pflegeversicherung und Pflege den Schrecken:
Was bringt das Gesetz zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung (speziell für Demenz- und Alzheimer-Patienten)?
Was leistet die Pflegeversicherung, was nicht?
Wer hat Anspruch auf welche Leistungen?
Wir finanziert man zusätzlichen Leistungsbedarf?
Pflege zu Hause oder im Heim?
Immer mehr Menschen sind pflegebedürftig und dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen. Von Pflegenotstand ist die Rede. Svenja Markert und Bettina Blaß nehmen Pflegeversicherung und Pflege den Schrecken: - Was bringt das Gesetz zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung (speziell für Demenz- und Alzheimer-Patienten)? - Was leistet die Pflegeversicherung, was nicht? - Wer hat Anspruch auf welche Leistungen? - Wir finanziert man zusätzlichen Leistungsbedarf? - Pflege zu Hause oder im Heim?
Autorentext
Svenja Markert ist seit 2011 Redakteurin für neue Medien in der Redaktion WISO. Davor arbeitete sie in der Redaktion Test der Stiftung Warentest. Bettina Blaß ist selbstständige Wirtschaftsjournalistin, Dozentin und Buchautorin. Ihre Schwerpunkte liegt auf Themen der privaten Finanzen und des Internet. Sie hat einen Lehrauftrag für Onlinejournalismus an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz.
Klappentext
Immer mehr Menschen sind pflegebedürftig und dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen. Von Pflegenotstand ist die Rede. Svenja Markert und Bettina Blaß nehmen Pflegeversicherung und Pflege den Schrecken: - Was bringt das Gesetz zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung (speziell für Demenz- und Alzheimer-Patienten)? - Was leistet die Pflegeversicherung, was nicht? - Wer hat Anspruch auf welche Leistungen? - Wir finanziert man zusätzlichen Leistungsbedarf? - Pflege zu Hause oder im Heim?
Leseprobe
Vorwort
Pflegeversicherung - ein Wort, das schwer über die Lippen geht. Und wenn man ganz ehrlich zu sich selbst ist, will man damit auch gar nichts zu tun haben. Ich - ein Pflegefall? In jungen Jahren unvorstellbar. Erst wenn die Eltern oder andere Angehörige plötzlich nicht mehr alleine zurechtkommen, fangen wir an, über den Pflegefall nachzudenken. Zu spät - eigentlich. Denn wer sich früher Gedanken darüber macht, muss nicht unter Zeitdruck Entscheidungen fällen. Auch darum gibt es dieses Buch, das Ihnen dann zur Seite stehen soll, wenn Sie sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen.
Dass die Pflege ein Thema ist, das alle angeht, hat auch die Politik erkannt und darum zum Ende des Jahres 2012 das Pflege-Neuausrichtungsgesetz erlassen. Das ist jedoch langfristig nicht genug. Es wird sich in den kommenden Jahren noch mehr tun müssen. Schließlich ist das Thema brandaktuell: Erstens fehlen in Deutschland Pflegekräfte. Zweitens steigt die Zahl der Demenzkranken stetig. Auch sie sind pflegebedürftig - wenn auch noch nicht im Sinne des Gesetzes. Hier wird die Politik nachbessern müssen. Und weil die Pflege - drittens - finanziert werden muss, geht es auch ums Geld: Seit Januar 2013 gibt es den sogenannten Pflege-Bahr als Pflegezusatzversicherung. Über diese Police erfahren Sie in diesem Ratgeber mehr. Genauso über Leistungen, die Ihnen im Fall der Fälle aus der Pflegeversicherung zustehen, und über die Pflegemöglichkeiten, die Sie dann haben.
Unser Tipp für Sie: Setzen Sie sich möglichst früh mit diesen Dingen auseinander, auch wenn sie Ihnen nicht gefallen. Und unser Wunsch für Sie: Bleiben Sie möglichst lange gesund!
Svenja Markert und Bettina Blaß
Pflege als gesellschaftliche Herausforderung??12
Neudefinition notwendig??16
Das Pflege-Neuausrichtungsgesetz (PNG)??17
Wie das alles finanziert wird??25
Kritik am Gesetz??25
Weiterführende Informationen??26
Neuausrichtung der Pflege
Pflegebedürftigkeit und Demenz nehmen in Deutschland zu. Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich. Allerdings gibt es einen Hauptgrund dafür und das ist das Alter: Je älter wir werden, desto höher ist das Risiko, ein Pflegefall zu werden und an Demenz
zu erkranken. Zusammen mit dem gesellschaftlichen Wandel entsteht daraus ein Problem, das uns alle betrifft. Die Regierung hat darum das Pflege-Neuausrichtungsgesetz beschlossen.
Pflege als gesellschaftliche Herausforderung
Mit rund zwei Millionen Demenzkranken rechnet die Bundesregierung aufgrund einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2040. Der Grund für den erwarteten Anstieg liegt unter anderem im Alter selbst: Je älter die Menschen werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken. Experten gehen davon aus, dass ein Demenzkranker nach etwa sechs bis sieben Jahren zu einem Schwerstpflegefall wird. Statistiken zeigen jedoch auch, dass zwischen 65 und 69 Jahren die Gefahr, an Demenz zu erkranken, noch bei deutlich unter 2 Prozent liegt. Bei den 80- bis 84-Jährigen dagegen liegt sie bereits bei über 10 Prozent und nochmals zehn Jahre später bei gut 30 Prozent. Hinzu kommt: Demenz kann bisher nicht geheilt werden. Und bislang steht auch noch nicht fest, wie man gegen die Krankheit vorbeugen kann. Ende 2012 leben geschätzt etwa 1,2 Millionen Demenzkranke in Deutschland.
Zusätzlich gibt es natürlich auch Pflegebedürftige ohne Demenz. Insgesamt, so das Bundesgesundheitsministerium, sind in der Bundesrepublik Deutschland 2,5 Millionen Menschen pflegebedürftig. Dabei, so der Themenreport Pflege 2030 der Bertelsmann Stiftung aus dem November 2012, wird die Zahl der Pflegebedürftigen je nach Bundesland sehr unterschiedlich steigen. Die Studie sagt für Bremen beispielsweise für die Zeit von 2009 bis 2030 einen Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen um 28 Prozent voraus. In Mecklenburg-Vorpommern soll die Zahl um gut 56 Prozent steigen, in Brandenburg um 72 Prozent. Auch auf komm
Inhalt
Inhalt Vorwort9 Neuausrichtung der Pflege11 Pflege als gesellschaftliche Herausforderung12 Neudefinition notwendig16 Das Pflege-Neuausrichtungsgesetz (PNG) 17 Wie das alles finanziert wird25 Kritik am Gesetz25 Weiterführende Informationen 26 Die Pflegeversicherung29 Grundlagen der Pflegeversicherung30 Wer erhält Leistungen?32 Wer gilt als pflegebedürftig?33 Katalog mit vier Bereichen35 Die Hilfeformen bei der Pflege 37 Die Pflegestufen39 Leistungen der Pflegeversicherung43 Leistungen bei häuslicher Pflege44 Pflegegeld und Pflegesachleistungen46 Die Einzelpflegekraft49 Pflegehilfsmittel erleichtern den Alltag50 Seniorengerechter Umbau für mehr Selbstständigkeit51 Urlaub von der Pflege51 Kurzzeitpflege für Notfälle53 Teilstationär: Tages- oder Nachtpflege54 Vollstationär: Pflege im Heim55 Weitere Leistungen der Pflegekasse56 Das leistet die Pflegeversicherung nicht59 Wie Sie Leistungen beantragen 60 Pflegezusatzversicherungen63 Welche Versicherungsart wählen?64 Pflege-Bahr67 Bedarf klären69 Darauf sollten Sie achten70 Pflegefall - was nun? 73 Antrag stellen74 Besuch des Gutachters vorbereiten76 Der Tag des Gutachterbesuches 78 Was steht im Gutachten?84 Schriftlicher Bescheid der Pflegekasse86 Widerspruch gegen den Bescheid87 Wiederholungsgutachten und Änderungsantrag90 Gutachterbesuch bei Kindern90 Persönliche Situation klären91 Beratung suchen und finden92 Pflege zu Hause97 Pflege durch Angehörige98 Ambulante Dienste111 Pflegekräfte aus Osteuropa120 Tages- und Nachtpflege124 Auszeit von der Pflege nehmen125 Pflegeausgaben von der Steuer absetzen127 Das Pflegeheim131 Entscheidung für die Pflege im Heim132 Die Auswahl des Pflegeheims134 Der Pflege-TÜV136 Der Heimvertrag139 Die Kosten140 Unterhaltspflicht der Kinder143 Alternative Wohnformen149 Welche Wohnform für wen?150 Der richtige Zeitpunkt für einen Umzug151 Senioren-WGs154 Be…