

Beschreibung
In seinem Opus magnum Theorie des Films faßt Kracauer seine über vier Jahrzehnte geführte Auseinandersetzung mit dem Medium in Gestalt einer »materialen Ästhetik« zusammen. Neben dem für diese Ausgabe durchgesehenen Text der Theorie des Films macht der Band e... In seinem Opus magnum Theorie des Films faßt Kracauer seine über vier Jahrzehnte geführte Auseinandersetzung mit dem Medium in Gestalt einer »materialen Ästhetik« zusammen.
Neben dem für diese Ausgabe durchgesehenen Text der Theorie des Films macht der Band erstmals den legendären »Marseiller Entwurf« zugänglich: den umfangreichen Aufriß einer Filmtheorie, den Kracauer in einer Situation der äußersten Bedrohung 1940/41 in Marseille notierte. Ergänzend werden Skizzen und Vorfassungen aus der Entstehungszeit der Theorie des Films veröffentlicht, die die umstrittene und oft mißverstandene Realismusthese der Studie in ein neues Licht rücken.
In seinem Opus magnum Theorie des Films fasst Kracauer seine über vier Jahrzehnte geführte Auseinandersetzung mit dem Medium in Gestalt einer "materialen Ästhetik" zusammen.
Neben dem für diese Ausgabe durchgesehenen Text der Theorie des Films macht der Band erstmals den legendären "Marseiller Entwurf" zugänglich: den umfangreichen Aufriss einer Filmtheorie, den Kracauer in einer Situation der äussersten Bedrohung 1940/41 in Marseille notierte. Ergänzend werden Skizzen und Vorfassungen aus der Entstehungszeit der Theorie des Films veröffentlicht, die die umstrittene und oft missverstandene Realismusthese der Studie in ein neues Licht rücken.
In der Gesellschaftsbiographie Jacques Offenbach, die erstmals 1937 in Amsterdam erschien, hat Kracauer nicht nur den bewegenden Aufstieg des Komponisten erzählt; er berichtet gleichzeitig vom Durchbruch der Moderne unter Louis Philippe (1830-1848) und porträtiert vor allem die Gesellschaft des Zweiten Kaiserreichs (1852-1870), die Weltstadt Paris, die mit ihren Salons, Cafés, Theatern und Boulevards, ihren Zeitungen, technischen Erfindungen und dem Aufstieg des Finanzkapitals der grossen Operette erst zum Durchbruch verhilft, während diese durch Spott und Parodie dazu beiträgt, das Regime zu sprengen. Diese Neuausgabe, die auch weitere, die Darstellung ergänzende Dokumente enthält, wurde mit Annotationen und einem kommentierten Personenregister versehen.
Autorentext
Siegfried Kracauer, geboren am 8. Februar 1889 in Frankfurt am Main, war Architekt, Soziologe, Filmkritiker und Geschichtsphilosoph. Er gilt als einer der bedeutendsten Feuilletonisten der Weimarer Republik und leitete von 1930 bis 1933 die Feuilleton-Redaktion der Frankfurter Zeitung. Mit Die Angestellten veröffentlichte Kracauer 1930 die erste empirisch-soziologische Studie in Deutschland. Er wird darüber hinaus zu den Begründern der Filmsoziologe gezählt. 1933 floh Kracauer mit seiner Frau nach Paris und 1941, nach Kriegsbeginn, nach New York. Am 26. November 1966 starb er dort an einer Lungenentzündung. Zu den wichtigsten Werken Kracauers zählen neben Die Angestellten u.a. die Theorie des Films, die Essaysammlung Von Caligari zu Hitler und der Roman Ginster.
Klappentext
In seinem Opus magnum Theorie des Films faßt Kracauer seine über vier Jahrzehnte geführte Auseinandersetzung mit dem Medium in Gestalt einer »materialen Ästhetik« zusammen.Neben dem für diese Ausgabe durchgesehenen Text der Theorie des Films macht der Band erstmals den legendären »Marseiller Entwurf« zugänglich: den umfangreichen Aufriß einer Filmtheorie, den Kracauer in einer Situation der äußersten Bedrohung 1940/41 in Marseille notierte. Ergänzend werden Skizzen und Vorfassungen aus der Entstehungszeit der Theorie des Films veröffentlicht, die die umstrittene und oft mißverstandene Realismusthese der Studie in ein neues Licht rücken.
Inhalt
Einführung
Fotografie: Historischer Überblick / Frühe Anschauungen und Trends / Gegenwärtige Anschauungen und Trends / Systematische Betrachtungen / Das ästhetische Grundprinzip / Die fotografische Einstellung / Affinitäten / Wirkungen / Die Frage der Kunst
I. Allgemeine Merkmale
Affinitäten: Ungestellte Realität / Das Zufällige / Endlosigkeit / Im Ablauf von 24 Stunden / Wanderrouten / Das Unbestimmbare / Psychophysische Entsprechungen / Ein Grundprinzip des Schnitts / Der »Fluß des Lebens« / Noch einmal die Straße / Bühneneinlagen
II. Bereiche und Elemente
Der Zuschauer: Wirkungen / Wirkung auf die Sinne / Reduziertes Bewusstsein / Exkurs: Propaganda und Film / Träume / Befriedigungen / Film und Fernsehen / Lebenshunger / Der Begriff von Leben als solchem / Film - das »flimmernde Lebensrad« / Kindliche Allmacht / Rückkehr aus der Traumwelt
III. Komposition
Fragen des Inhalts: Drei Aspekte des Inhalts / Unfilmischer Inhalt / Begriffliches Denken / Das Tragische / Filmischer Inhalt / Gegenstandsmaterial / Motive
Epilog
Film in unserer Zeit: Vorrang des inneren Lebens? / Die intellektuelle Landschaft / »Ruinen alter Glaubensinhalte« / Ausblicke / Straßen durch die Leere / Forderun…