











Beschreibung
In seinem neuen Buch Dr. Wald und sein Holzknecht offenbart Sebastian Viellechner seine tiefe Verbundenheit, ja Liebe zur Natur. Sein Respekt, seine Demut beruht auf der Erkenntnis, dass der Wald einen wirksamen Dialog zwischen Körper und Seele herstellt. Ehrf...In seinem neuen Buch Dr. Wald und sein Holzknecht offenbart Sebastian Viellechner seine tiefe Verbundenheit, ja Liebe zur Natur. Sein Respekt, seine Demut beruht auf der Erkenntnis, dass der Wald einen wirksamen Dialog zwischen Körper und Seele herstellt. Ehrfurchtsvoll setzt der Holzknecht den Wald mit einem Hörsaal gleich und bezeichnet ihn respektvoll als Doktor. Diese hohe Auszeichnung rechtfertigt der Wald durch seine Heilkräfte allein durch das Einatmen der Waldluft vermeiden wir Krankheiten. Mit seinen Beeren, Früchten und Pilzen trägt die Speisekammer Dr. Wald zur gesunden Ernährung bei eine Steilvorlage für Sebastian Viellechner für zahlreiche Appetit anregende Rezepte vom Waldkraftsalat über den Fichtenspitzensenf bis zum Judasohr. Zur besseren Wiedererkennung von typischen Waldpflanzen hat der auch als Kräuterwastl bekannte Autor ein stimmiges Herbarium beigefügt. Mit vielen Rezeptideen vom Kräuterwastl
Autorentext
Sebastian Viellechner entwickelt bereits als Kind eine große Leidenschaft für essbare Pflanzen und Kräuter im beheimateten Mangfalltal. Während der Arbeit im Gotzinger Forstamt verstärkt sich seine Vorliebe für den Wald, das Leben in Einklang mit der Natur wird fortan zu seiner Lebensmaxime. Als staatlich anerkannter und zertifizierter Kräuterpädagoge fühlt er sich dazu berufen, sein fundiertes Wissen in Form von Kräuterwanderungen, Seminaren und Vorträgen an seine Mitmenschen weiterzugeben.
Klappentext
In seinem neuen Buch "Dr. Wald und sein Holzknecht" offenbart Sebastian Viellechner seine tiefe Verbundenheit, ja Liebe zur Natur. Sein Respekt, seine Demut beruht auf der Erkenntnis, dass der Wald einen wirksamen Dialog zwischen Körper und Seele herstellt. Ehrfurchtsvoll setzt der "Holzknecht" den Wald mit einem Hörsaal gleich und bezeichnet ihn respektvoll als "Doktor". Diese hohe Auszeichnung rechtfertigt der Wald durch seine Heilkräfte - allein durch das Einatmen der Waldluft vermeiden wir Krankheiten. Mit seinen Beeren, Früchten und Pilzen trägt die Speisekammer Dr. Wald zur gesunden Ernährung bei - eine "Steilvorlage" für Sebastian Viellechner für zahlreiche Appetit anregende Rezepte vom Waldkraftsalat über den Fichtenspitzensenf bis zum Judasohr. Zur besseren Wiedererkennung von typischen Waldpflanzen hat der auch als "Kräuterwastl" bekannte Autor ein stimmiges Herbarium beigefügt.
Mit vielen Rezeptideen vom Kräuterwastl
Leseprobe
Mit einem Schrei fing alles an Gleich nach dem Ende des 2. Weltkrieges hörte man am Waldrand aus einem selbst gezimmerten Holzhaus einen kräftigen Schrei an der Sonnleiten wurde im weiten Kreis der altehrwürdigen keltischen Gärten ein Bub geboren. Nach seinem ersten lauten Schrei das Leben beginnt ja mit dem Ausatmen atmete der Neugeborene, atmete ich Waldluft ein. Und das tue ich noch heute. Die Mutter Rosa stellte, so oft es ging, den Kleinen in einem Vorkriegskinderwagen stets an die frische Luft. Ja, und das tat ihm wirklich gut. Bester Schlaf ließ ihn wachsen, trotz einer Zeit der echten Armut. Das einfachste Essen war nicht immer ausreichend vorhanden. Heute kaum oder nicht vorstellbar. Probleme wurden überwunden und die Weichen für das kommende Leben seinerzeit schon gestellt. Meine früheste Erinnerung an familiäre Gebundenheit hing immer mit Wärme zusammen. Die körperliche Wärme zu Mutter und Vater wurde ergänzt und vergrößert durch die häusliche Wärme. In unserem sehr einfachen Holzhaus hatten wir drei Wärmespender. Der wichtigste war der Holzküchenherd in der Wohnküche, dann der Waschkessel in der Waschküche und ein kleiner Kanonenofen. Gegen die Kälte, gerade im Winter, gab es dicke Decken und das Prinzip kuscheln. Das Morgenlicht war damals schon mein Wecker. Gleich zu Tagesbeginn beschäftigte ich mich mit Wetterkunde, die Vorfreude auf das Spielen war stets vorhanden. Spielen in der freien Natur auf dem Spielplatz Wald. Im Wald war ich nie alleine Bäume und Sträucher dienten nicht nur als Spielzeug, sondern sie waren auch Begleiter und bedeuteten Schutz. Ein selbstgebautes Mooshäusl mit selbstgefertigten Figuren aus verschiedenen Zapfen, Zweiglein und Steinen haben Zeit und Raum vergessen lassen. Heute würde man sagen: Es war eine gute Kindheit! Statt einer olympischen Sportart wie Laufen, Werfen oder Springen erlernte ich das Baumklettern das werde ich nie vergessen. Die schönsten Baumerlebnisse in meinem direkt am Elternhaus gelegenen Wald habe ich heute noch fest in Erinnerung. Das Baumklettern schulte mich, Strategien wurden geboren, erlernt und auch umgesetzt. Hoch bin ich hinausgekommen. Ein Lieblingsspielplatz in einer dominanten, weit ausladenden Fichte, genannt Daxbaum, wurde zu meinem Stützpunkt. Ich brachte ein etwa ein Meter langes Brett auf eine Höhe von fast acht Metern und fixierte es mit dicken Stricken am Geäst. Einen Nagel wollte ich in das Leben meines Baumes nicht schlagen. Ich lehnte mich an den Baumstamm, drückte die Äste zur Seite und hatte von hoch oben einen Überblick, eine Aussicht. Jetzt konnte ich sogar auf die anderen unter mir herabschauen. Mein erster bedeutender Kraftort auf dem Baum im Schutzbereich Wald wirkte nachhaltig auf mich. Ich hatte dadurch auch einen Zufluchtsort gefunden, wenn mich die Maßnahmen der elterlichen Erziehung schon mal überforderten. Ich wich dann gerne aus, stieg auf den, auf meinen Daxbaum und fand, was ich suchte: Beruhigung, Selbstvertrauen und viele passende Antworten. In meinem späteren Leben nutzte ich die Hochstände der Jäger, um mich beispielsweise auf Prüfungen vorzubereiten. Der absolut beste Platz zum Lernen, nicht oberflächliches Lernen für Prüfungen, sondern als Stabilität für das Künftige. Für meine Bindung zum Wald sehr bedeutend war auch meine Großmutter, die Kreszenz, eine schlanke Frau mit einem auffälligen Kropf am Hals. Sie kochte gut, erledigte den Haushalt und es zog sie jede freie Minute in den Wald. Sie verstaute ihren Daxnkrei, eine kleine Axt, mit der Geäst und Zweige zerkleinert werden können, in ihrem hölzernen Leiterwagen und suchte im Holz wie sie den Wald nannte Stellen auf, wo Bäume gefällt wurden. Von den liegengebliebenen Ästen entfernte sie das Fichtenreisig. Großmutter meinte, dass die Äste nun keine Aufgabe mehr hätten und ihr energiereiches Holz liefern würde. Ich höre heute noch ihre Stimme, wie sie sagte: De Daxprügel, die machen eine Hitz! Mit vollgeladenem Leiterwagen ging es dann heim zur Holzlege, wo sie stolz ihre Tagesration deponierte. In ihrem Gesicht spiegelte sich die Freude über das Tageswerk deutlich wider. Auf einem Fichtenhackstock bekam dann der Daxprügel, also der Ast, seine Ofenlänge. Das Aufrichten, das Aufschlichten in der Holzlege (welch schönes Wort) betrachtete sie als kleine Kunst, mit der sie es manchmal ganz genau nahm. Ich stand Spalier mit kleinen Hilfereichungen, da konnte ich durchaus schon mitwirken. Als dann die Türe zum Holzschuppen zugemacht wurde, war ich immer noch begleitet vom Duft, dem Aroma des aufgearbeiteten Astes und seinen schon eingelagerten Vorgängern. Lange nach dem Tod der Großmutter habe ich noch ihre Daxprügel verheizt und im Holzherd Speisen zubereitet. Damit das Andenken und die Erinnerung bei mir wieder aufleben können, braucht es nur ein Stück Holz, einen Ast. Ein bis heute unvergessenes Sonntagserlebnis war der Waldspaziergang mit Vater Wastl. Da wir kein Auto hatten und auf dem alten Sachs, einem kleinen Motorrad Baujahr 1925, nur ein Gepäckträger war, gingen wir natürlich zu Fuß. Geschickt wählte der Vater jedes Mal einen anderen Weg. Es sollte ja auch abwechslungsreich für mich und meine Schwester sein. Über Waldbäche zu springen, war die erste Herausforderung. Das Schöne war, dass wir nicht geschimpft wurden, wenn wir unser Ziel, das andere Bachufer, nicht erreichten, sondern in den Bach platschten. Obwohl als eindrückliche Spuren dann die Walderde an unseren Kleidern kleben blieb. Die Mutter Rosa bekundete ihr Erstaunen über kleinere Missgeschicke immer mit der Frage: War's schön? Das son…