

Beschreibung
Nach wie vor gehen laut FAO-Statistik jährlich 15 Millionen Hektar Tropenwald verloren, das ist mehr als die gesamte Waldfläche der Bundesrepublik Deutschland. Eine Hauptursache für die Vernichtung des Tropenwaldes ist seine Inanspruchnahme für landwirtschaftl...Nach wie vor gehen laut FAO-Statistik jährlich 15 Millionen Hektar Tropenwald verloren, das ist mehr als die gesamte Waldfläche der Bundesrepublik Deutschland. Eine Hauptursache für die Vernichtung des Tropenwaldes ist seine Inanspruchnahme für landwirtschaftliche Zwecke, sei es im Zuge des kleinbäuerlichen Wanderfeldbaus und der Weidewirtschaft oder in großem Maßstab durch die Anlage von Plantagen zur stofflichen oder energetischen Nutzung. Die Folgen sind gravierend: Die landwirtschaftliche Nutzung gefährdet die Humusvorräte, von denen die Bodenfruchtbarkeit maßgeblich abhängt; ein unwiederbringlicher Verlust an Biodiversität geht mit der Entwaldung einher und die Auswirkungen auf den Kohlenstoffhaushalt der Erde sind enorm gehen doch bereits heute schätzungsweise 12 bis 20 % der weltweit emittierten Treibhausgasemissionen auf das Konto der Tropenwaldvernichtung. Die klassischen Instrumente des Naturschutzes wie die Ausweisung von Schutzgebieten oder die Ausarbeitung internationaler Konventionen reichen offenbar für einen wirkungsvollen Schutz von Tropenwäldern nicht aus. Es sind neue Konzepte nötig, die die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung, die von der Nutzung der Wälder lebt, einbeziehen. Der Berichtband enthält die überarbeiteten Vorträge und Diskussionen einer gleichnamigen Fachtagung der Kommission für Ökologie, ergänzt mit einem Schlagwortverzeichnis. Neben einem allgemeinen Überblick über die Entwicklungen im Tropenwald werden an einem konkreten Fallbeispiel dem tropischen Bergregenwald in Südecuador, wo deutsche Wissenschaftler im Rahmen einer von der DFG geförderten Forschergruppe seit über 15 Jahren ökologische Prozesse untersuchen Möglichkeiten zum Schutz und zur Nutzung des Tropenwaldes aufgezeigt. Der Band richtet sich gleichermaßen an Fachleute wie an interessierte Laien.
Der Berichtband enthält die überarbeiteten Vorträge und Diskussionen einer gleichnamigen Fachtagung der Kommission für Ökologie, ergänzt mit einem Schlagwortverzeichnis. Neben einem allgemeinen Überblick über die Entwicklungen im Tropenwald werden an einem konkreten Fallbeispiel dem tropischen Bergregenwald in Südecuador, wo deutsche Wissenschaftler im Rahmen einer von der DFG geförderten Forschergruppe seit über 15 Jahren ökologische Prozesse untersuchen Möglichkeiten zum Schutz und zur Nutzung des Tropenwaldes aufgezeigt. Der Band richtet sich gleichermaßen an Fachleute wie an interessierte Laien.
Autorentext
Beck, Andreas, Dr., Botanische Staatssammlung München, München. Bendix, Jörg, Prof. Dr., Philipps-Universität Marburg, Fachbereich Geographie, Physische Geographie, Marburg. Bresinsky, Andreas, Prof. Dr., Sinzing. Eschrich, Alfred, Dr., Unterhaching. Fechter, Jürgen, Dr., KfW Entwicklungsbank, Kompetenzcenter Landwirtschaft und Naturressourcen, Frankfurt. Fiedler, Konrad, Prof. Mag. Dr., Universität Wien, Department für Tropenökologie & Biodiversität der Tiere, Wien, Österreich. Fischer, Anton, Prof. Dr., Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der Technischen Universität München, Fachgebiet Geobotanik, Freising. Gradstein, Robbert, Prof. Dr., Muséum national d'Histoire naturelle, Département Systématique et Evolution, Paris, Frankreich. Haber, Wolfgang, Prof. Dr. Dr. h.c., Freising. Hoffmann, Karl-Heinz, Prof. Dr. Dr. h.c. mult., Bayerische Akademie der Wissenschaften, Präsident, München. Hoppe, Brigitte, Prof. Dr., MZWTG - Münchner Zentrum für Wissenschafts- und Technikgeschichte, Geschichte der Naturwissenschaften, München. Kirchner, Korbinian, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Studentische Förderinitiative der Naturwissenschaften e.V., Halle. Kleinn, Christoph, Prof. Dr., Georg-August-Universität Göttingen, Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie, Abteilung Waldinventur und Fernerkundung, Göttingen. Klink, Hans-Jürgen, Prof. Dr., Aachen. Knoke, Thomas, Prof. Dr., Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der Technischen Universität München, Fachgebiet Waldinventur und nachhaltige Nutzung, Freising. Kollmann, Johannes, Prof. Dr., Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der Technischen Universität München, Lehrstuhl für Renaturierungsökologie, Freising. Küppers, Manfred, Prof. Dr., Universität Hohenheim, Institut für Botanik, Stuttgart. Mannigel, Elke, Dr., OroVerde - Die Tropenwaldstiftung, Teamleitung Internationale Projekte, Bonn. Martin, Konrad, Prof. Dr., Universität Hohenheim, Institut für Pflanzenproduktion und Agrarökologie in den Tropen und Subtropen, Stuttgart. Mosandl, Reinhard, Prof. Dr., Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der Technischen Universität München, Lehrstuhl für Waldbau, Freising. Niekisch, Manfred, Prof. Dr., Zoologischer Garten Frankfurt, Direktion, Frankfurt. Pohle, Perdita, Prof. Dr., Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Kulturgeographie und Entwicklungsforschung, Erlangen. Reichholf, Josef H., Prof. Dr., Neuötting. Reiner, Susann, Dr., Regenwald-Institut e.V., Geschäftsführung, Freiburg. Rößiger, Jörg, Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der Technischen Universität München, Fachgebiet Waldinventur und nachhaltige Nutzung, Freising. Sauer, Hans Dieter, Wissenschaftsjournalist, Pähl. Stetter, Karl O., Prof. Dr., Bayerische Akademie der Wissenschaften, Kommission für Ökologie, München. Strobl, Adolf, Dr., München. Tscharntke, Teja, Prof. Dr., Georg-August-Universität Göttingen, Department für Nutzpflanzenwissenschaften, Abteilung Agrarökologie, Göttingen. Waechter, Annette, Pro Regenwald e.V., München. Weber, Michael, Prof. Dr., Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der Technischen Universität München, Fachgebiet Internationale Forstwirtschaft, Freising.
Klappentext
Nach wie vor gehen laut FAO-Statistik jährlich 15 Millionen Hektar Tropenwald verloren, das ist mehr als die gesamte Waldfläche der Bundesrepublik Deutschland. Eine Hauptursache für die Vernichtung des Tropenwaldes ist seine Inanspruchnahme für landwirtschaftliche Zwecke, sei es im Zuge des kleinbäuerlichen Wanderfeldbaus und der Weidewirtschaft oder in großem Maßstab durch die Anlage von Plantagen zur stofflichen oder energetischen Nutzung. Die Folgen sind gravierend: Die landwirtschaftliche Nutzung gefährdet die Humusvorräte, von denen die Bodenfruchtbarkeit maßgeblich abhängt; ein unwiederbringlicher Verlust an Biodiversität geht mit der Entwaldung einher und die Auswirkungen auf den Kohlenstoffhaushalt der Erde sind enorm - gehen doch bereits heute schätzungsweise 12 bis 20 % der weltweit emittierten Treibhausgasemissionen auf das Konto der Tropenwaldvernichtung. Die klassischen Instrumente des Naturschutzes wie die Ausweisung von Schutzgebieten oder die Ausarbeitung internationaler Konventionen reichen offenbar für einen wirkungsvollen Schutz von Tropenwäldern nicht aus. Es sind neue Konzepte nötig, die die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung, die von der Nutzung der Wälder lebt, einbeziehen. Der Berichtband enthält die überarbeiteten Vorträge und Diskussionen einer gleichnamigen Fachtagung der Kommission für Ökologie, ergänzt mit einem Schlagwortverzeichnis. Neben einem allgemeinen Überblick über die Entwicklungen im Tropenwald werden an einem konkreten Fallbeispiel - dem tropischen Bergregenwald in Südecuador, wo deutsche Wissenschaftler im Ra…
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