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Das Schachbrett der Macht

  • Kartonierter Einband
  • 1202 Seiten
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Am späten Abend des 22. Februar 1939 verkündeten drei Richter des Militärkollegiums des Obersten Gerichtes der UdSSR mit müden Sti... Weiterlesen
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Beschreibung

Am späten Abend des 22. Februar 1939 verkündeten drei Richter des Militärkollegiums des Obersten Gerichtes der UdSSR mit müden Stimmen und ausdruckslosen Gesichtern ihr Urteil: Todesstrafe mit sofortigem Vollzug. Der Mann, der vor ihnen stand, durch wochenlange Tortur gebrochen, mental ausgelaugt und physisch am Ende, wirkte wie gelähmt. Er fand kaum Worte, um zu protestieren, um gegen die Ungerechtigkeit aufzubegehren, die ihm hier und jetzt widerfuhr, als er von kräftigen Bewachern fortgeschleppt wurde. Wenige Stunden später, es war bereits der 23., wurde er in einem finsteren Loch ohne Fenster erschossen. So endete der Lebensweg von Aleksandr Kosarev, einem heute weitgehend vergessenen sowjetischen Politiker der Vorkriegszeit, einem Helden der damaligen Jugend, die ihn in ihren Liedern verehrte und seinem Beispiel nachzueifern trachtete. Beinahe zehn Jahre lang leitete er den kommunistischen Jugendverband (Komsomol), ein einzigartiger Mensch an der Spitze einer einzigartigen Organisation. Dieses Buch versucht nicht nur, seinem Lebensweg nachzuspüren und seine Persönlichkeit aus dem Dunkel der ehemals geheimen Archive ans Licht der Öffentlichkeit herauszuzerren. Es ist darüber hinaus eine Studie über Macht und Handlungsspielräume, über epochenspezifische Möglichkeitsbestimmungen, über perspektivische Variabilität und Kontingenz eines Politikerlebens, über die sozialen, kulturellen und politischen Kontexte, in die Aleksandr Kosarev verstrickt war. Lenin und Stalin, Trockij und Zinov'ev, Maksim Gor'kij und Samuil Marak, Lazar' Kaganovi und Vjaeslav Molotov, Lavrentij Berija und Nikolaj Eov sie alle begleiteten Kosarev auf seinem Weg an die Spitze der Machtpyramide, und sie sind genauso handelnde Personen dieses Buches wie zahllose andere Akteure, deren Namen längst verblichen sind. Die verlockende Aussicht, von der Figur eines Bauern zu der des Königs aufzusteigen, ließ Kosarev mitunter die Tatsache vergessen, dass das Schachbrett der Macht ein gefährliches Minenfeld war, auf dem eine Karriere in Sekundenschnelle für immer in die Brüche gehen konnte. Sein politisches Leben wurde zu einem unablässigen Kampf um Einfluss und Autorität. Wer mehr darüber erfahren will, muss dieses Buch lesen.

Autorentext

Der Autor: Dr. Peter Kaiser studierte Neuere und Neueste Geschichte, Historische Anthropologie, Politikwissenschaften sowie Rechtswissenschaften in Leipzig und Freiburg. Zahlreiche Veröffentlichungen in deutschen und russischen Zeitschriften sowie Übersetzertätigkeiten. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Rechtsgeschichte und russischer/sowjetischer Geschichte. Zurzeit ist er in der Privatwirtschaft tätig. Der Vorwortautor: Prof. Dr. Dietmar Neutatz ist Lehrstuhlinhaber für Neuere und Osteuropäische Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.



Klappentext

Am späten Abend des 22. Februar 1939 verkündeten drei Richter des Militärkollegiums des Obersten Gerichtes der UdSSR mit müden Stimmen und ausdruckslosen Gesichtern ihr Urteil: Todesstrafe mit sofortigem Vollzug. Der Mann, der vor ihnen stand, durch wochenlange Tortur gebrochen, mental ausgelaugt und physisch am Ende, wirkte wie gelähmt. Er fand kaum Worte, um zu protestieren, um gegen die Ungerechtigkeit aufzubegehren, die ihm hier und jetzt widerfuhr, als er von kräftigen Bewachern fortgeschleppt wurde. Wenige Stunden später, es war bereits der 23., wurde er in einem finsteren Loch ohne Fenster erschossen. So endete der Lebensweg von Aleksandr Kosarev, einem heute weitgehend vergessenen sowjetischen Politiker der Vorkriegszeit, einem Helden der damaligen Jugend, die ihn in ihren Liedern verehrte und seinem Beispiel nachzueifern trachtete. Beinahe zehn Jahre lang leitete er den kommunistischen Jugendverband (Komsomol), ein einzigartiger Mensch an der Spitze einer einzigartigen Organisation. Dieses Buch versucht nicht nur, seinem Lebensweg nachzuspüren und seine Persönlichkeit aus dem Dunkel der ehemals geheimen Archive ans Licht der Öffentlichkeit herauszuzerren. Es ist darüber hinaus eine Studie über Macht und Handlungsspielräume, über epochenspezifische Möglichkeitsbestimmungen, über perspektivische Variabilität und Kontingenz eines Politikerlebens, über die sozialen, kulturellen und politischen Kontexte, in die Aleksandr Kosarev verstrickt war. Lenin und Stalin, Trockij und Zinov'ev, Maksim Gor'kij und Samuil MarSak, Lazar' Kaganovic und Vjaceslav Molotov, Lavrentij Berija und Nikolaj Ezov - sie alle begleiteten Kosarev auf seinem Weg an die Spitze der Machtpyramide, und sie sind genauso handelnde Personen dieses Buches wie zahllose andere Akteure, deren Namen längst verblichen sind. Die verlockende Aussicht, von der Figur eines Bauern zu der des Königs aufzusteigen, ließ Kosarev mitunter die Tatsache vergessen, dass das Schachbrett der Macht ein gefährliches Minenfeld war, auf dem eine Karriere in Sekundenschnelle für immer in die Brüche gehen konnte. Sein politisches Leben wurde zu einem unablässigen Kampf um Einfluss und Autorität. Wer mehr darüber erfahren will, muss dieses Buch lesen.

Produktinformationen

Titel: Das Schachbrett der Macht
Untertitel: Die Handlungsspielräume eines sowjetischen Funktionärs unter Stalin am Beispiel des Generalsekretärs des Komsomol Aleksandr Kosarev (1929-1938)
Autor:
Vorwort von:
Schöpfer:
Editor:
EAN: 9783838210520
ISBN: 978-3-8382-1052-0
Format: Kartonierter Einband
Hersteller: ibidem
Herausgeber: Ibidem-Verlag
Genre: 20. Jahrhundert (bis 1945)
Anzahl Seiten: 1202
Gewicht: 1497g
Größe: H214mm x B149mm x T63mm
Jahr: 2017
Untertitel: Deutsch
Auflage: Auflage

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