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Ein ökonomisches Modell des Arztverhaltens

  • Kartonierter Einband
  • 395 Seiten
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Massnahmen der Gesundheits- und Sozialpolitik, z. B. der Kosten dampfung im Gesundheitswesen, zielen oft auf eine Beeinflussung de... Weiterlesen
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Beschreibung

Massnahmen der Gesundheits- und Sozialpolitik, z. B. der Kosten dampfung im Gesundheitswesen, zielen oft auf eine Beeinflussung des Verhaltens der niedergelassenen Aerzte abo Mangels diffe renzierter Vorstellungen liber die komplexen Zusammenhange werden dabei Primitivannahmen getroffen, z. B. nur ein Einkommensin teresse des Arztes unterstellt oder plumpe Versuche direkter Kontrollen unternommen. Eine erfahrungswissenschaftliche Fundie rung solcher Massnahmen setzt im Gegensatz hierzu voraus: eine konsistente und liberprlifte Theorie arztlichen Verhaltens, welche es ermoglicht, vorherzusagen, wie Veranderungen der sozialen Situation und demnach auch neu zu treffende Massnahmen auf die Handhabung der Handlungsparameter der Aerzte einwirken, womit dann auch erwlinschte oder unerwlinschte Wirkungen eintreten. Flir den deutschen Sprachraum liegt eine solche Theorie des Arztver haltens bisher nicht vor, und in der internationalen Literatur wurden Theorien dieses Typs zwar formuliert, die aus ihnen zu ziehenden Schlussfolgerungen jedoch nur in wenigen Zusa~enhan gen liberprlift, z. B. hinsichtlich des zusammenhangs zwischen Arztdichte und Inanspruchnahme arztlicher Leistungen im Rahmen der Diskussion liber arztinduzierte Mehrnachfrage. Die hier vorgelegte Arbeit von P. Zweifel flillt daher eine be deutsame Llicke aus. Dies gilt in methodischer Hinsicht, weil sie moderne mikrookonomische und okonometrische Verfahren auf einen Bereich anwendet, der angeblich wirtschaftswissenschaftlich nicht erschliessbar sein sollte und daher der medizinsoziologi schen Deutung oder gar nur der Spekulation des gesunden Menschen verstandes liberlassen war.

Klappentext

Massnahmen der Gesundheits- und Sozialpolitik, z. B. der Kosten­ dampfung im Gesundheitswesen, zielen oft auf eine Beeinflussung des Verhaltens der niedergelassenen Aerzte abo Mangels diffe­ renzierter Vorstellungen liber die komplexen Zusammenhange werden dabei Primitivannahmen getroffen, z. B. nur ein Einkommensin­ teresse des Arztes unterstellt oder plumpe Versuche direkter Kontrollen unternommen. Eine erfahrungswissenschaftliche Fundie­ rung solcher Massnahmen setzt im Gegensatz hierzu voraus: eine konsistente und liberprlifte Theorie arztlichen Verhaltens, welche es ermoglicht, vorherzusagen, wie Veranderungen der sozialen Situation und demnach auch neu zu treffende Massnahmen auf die Handhabung der Handlungsparameter der Aerzte einwirken, womit dann auch erwlinschte oder unerwlinschte Wirkungen eintreten. Flir den deutschen Sprachraum liegt eine solche Theorie des Arztver­ haltens bisher nicht vor, und in der internationalen Literatur wurden Theorien dieses Typs zwar formuliert, die aus ihnen zu ziehenden Schlussfolgerungen jedoch nur in wenigen Zusa~enhan­ gen liberprlift, z. B. hinsichtlich des zusammenhangs zwischen Arztdichte und Inanspruchnahme arztlicher Leistungen im Rahmen der Diskussion liber arztinduzierte Mehrnachfrage. Die hier vorgelegte Arbeit von P. Zweifel flillt daher eine be­ deutsame Llicke aus. Dies gilt in methodischer Hinsicht, weil sie moderne mikrookonomische und okonometrische Verfahren auf einen Bereich anwendet, der angeblich wirtschaftswissenschaftlich nicht erschliessbar sein sollte und daher der medizinsoziologi­ schen Deutung oder gar nur der Spekulation des gesunden Menschen­ verstandes liberlassen war.



Inhalt
1. Das ärztliche Verhalten als ökonomisches Problem.- 1.1 Nachfrage des Patienten oder Bedarfsfixierung durch den Arzt? Gesundheitspolitische Relevanz der Fragestellung.- 1.2 Nachfrage des Patienten oder Bedarfsfixierung Der theoretische Hintergrund.- 1.3 Eine kurze Inhaltsübersicht.- 2. Der Privatarzt in der gesundheitsökonomischen Literatur.- 2.1 Der Arzt als vollkommener Sachwalter des Patienten.- 2.1.1 Was ist ein vollkommener Sachwalter?.- 2.1.2 Eine Implikation des Sachwaltermodells.- 2.1.3 Abweichungen vom Ideal und ihre Kosten und Erträge.- 2.2 Der Arzt als normaler Anbieter.- 2.2.1 Marktpreise für ärztliche Leistungen?.- 2.2.2 Preisdifferenzierung heisst Preissetzung.- 2.3 Der Arzt als besonderer Anbietet.- 2.3.1 Die Arztpraxis ist keine normale Unternehmung.- 2.3.2 Angebot und Nachfrage unter Kontrolle des Arztes?.- 2.3.3 Mögliche Weiterentwicklungen des Modells.- 2.4 Der Arzt als unvollkommener Sachwalter.- 2.4.1 Doch philanthropische Preisdifferenzierung?.- 2.4.2 Das Modell eines altruistischen Arztes.- 2.5 Der Arzt in der gesundheitsökonomischen Literatur: Zusammenfassung und Kritik.- 3. Ein verallgemeinertes ökonomisches Modell des Arzt- Verhaltens.- 3.1 Die Elemente des Modells.- 3.1.1 Die Nutzenindexfunktion.- 3.1.2 Die Einkommensschöpfung.- 3.1.3 Die Nachfrage nach Erstkontakten.- 3.1.4 Der Beitrag zur Verbesserung der Ueberlebens- Chancen.- 3.1.5 Die Rolle der Zeitbeschränkung.- 3.1.6 Das Verhaltensmodell im Ueberblick und im Vergleich zu anderen Modellen.- 3.2 Die notwendigen Bedingungen für ein Optimum und ihre Interpretation.- 3.2.1 Die notwendige Bedingung bezüglich des kritischen Symptomniveaus (c).- 3.2.2 Die notwendige Bedingung bezüglich des impliziten Lohnsatzes (q).- 3.2.3 Die notwendige Bedingung bezüglich des durchschnittlichen Zeitaufwandes (t).- 3.3 Eine Funktionsform für die Symptomverteilung F(s,s).- 3.3.1 Allgemeine Einschränkungen.- 3.3.2 Wahl der Parameterwerte.- 3.3.3 Eine theoretische Begründung der Beta- Funktion.- 3.3.4 Die Symptomverteilung in der Bevölkerung und beim privaten Arzt.- 3.4 Ueberblick über die Fragestellungen an das Modell.- 3.4.1 Fragestellungen, die von parametrischen.- 3.4.2 Fragestellungen, die von institutionellen Veränderungen ausgehen.- 4. Die komparative Statik des Modells.- 4.1 Parametrische Veränderungen.- 4.1.1 Das zu lösende Gleichungssystem.- 4.1.2 Die von der Maximierungshypothese ausgehenden Restriktionen.- 4.1.3 Die Annahme lokaler dynamischer Stabilität.- 4.1.4 Zusätzliche Annahmen bezüglich der Nutzen- indexfunktion.- 4.2 Institutionelle Veränderungen.- 5. Der Einfluss der Krankenversicherung auf den Arzt.- 5.1 Die vom Selbstbehalt ausgehenden Einflusskanäle.- 5.1.1 Eine Einschränkung bezüglich Ucr.- 5.1.2 Ein empirisch begründetes Ergebnis bezüg- lich Uqr.- 5.1.3 Ein einleuchtendes Ergebnis bezüglich Utr.- 5.1.4 Die drei Einflusskanäle im Vergleich.- 5.2 Selbstbehalt und ueberweisungstendenz.- 5.2.1 Der Primäreffekt.- 5.2.2 Der vorausgesagte Gesamteffekt.- 5.2.3 Diskussion des Ergebnisses.- 5.3 Selbstbehalt und ärztliche Preissetzung.- 5.3.1 Ein normaler Primäreffekt.- 5.3.2 Der vorausgesagte Gesamteffekt.- 5.3.3 Diskussion des Ergebnisses.- 5.4 Selbstbehalt und durchschnittliche Behandlungs- dauer.- 5.4.1 Der Primäreffekt.- 5.4.2 Der vorausgesagte Gesamteffekt.- 5.4.3 Diskussion des Ergebnisses.- 5.5 Eine Variation der Franchise und ihre Auswirkungen.- 5.5.1 Die Einflusskanäle der Franchise.- 5.5.2 Franchise und Selbstbehalt im Vergleich.- 5.6 Abschliessende Beurteilung einer Erhöhung der Kostenbeteiligung in der Krankenversicherung.- 6. Langfristige Trends und ihre Auswirkungen auf den privaten Arzt.- 6.1 Die Veränderungen des Krankheitsbildes.- 6.2 Die Zunahme der Aerztedichte.- 6.2.1 Konkurrenzverschärfung durch erhöhte Aerztedichte?.- 6.2.2 Voraussagen des theoretischen Modells.- 6.3 Der medizinisch-technische Wandel.- 6.3.1 Die vier Arten des medizinisch-technischen Wandels im Modell.- 6.3.2 Eine generelle Steigerung des ärztlichen Beitrags zur Gesundheit (z1).- 6.3.3 Medizinisch-technischer Wandel im Kranken- haus (z4).- 6.3.4 Eine abschliessende Würdigung des medizi- nisch-technischen Wandels.- 7. Von der Theorie zur Empirie.- 7.1 Die Datenbasis: Vorhandene und fehlende Infor- mationen.- 7.2 Das verwendete statistische Modell.- 7.2.1 Die Eigenschaften der Modellvariablen.- 7.2.2 Die explizite Berücksichtigung von Messfehlern.- 7.2.3 Das Identifikationsproblem, illustriert an einem typischen Fall.- 7.2.4 Zur Frage der Variation der Datenqualität.- 7.2.5 Hypothesentests.- 7.2.6 Das Programm LISREL.- 8. Impliziter Lohnsatz (q) und mittlerer Zeitaufwand (t).- 8.1 Darstellung des Teilmodells für (q) und (t).- 8.1.1 Die Indikatoren der exogenen Variablen.- 8.1.2 Die Indikatoren der endogenen Variablen.- 8.2 Normierungen und quantitative Restriktionen.- 8.3 Transformation der Indikatoren.- 8.4 Die Resultate der empirischen Schätzung.- 8.4.1 Ein erstes Schätzergebnis.- 8.4.2 Schwankungen der Datenqualität innerhalb der Beobachtungsperiode.- 8.4.3 Variable Qualität des Indikators KONS.- 8.5 Eine abschliessende Würdigung des Teilmodells Konsultationen je Fall) für (q,t).- 9. Kritisches Symptomniveau (c) und impliziter Lohnsatz (q).- 9.1 Darstellung des Teilmodells für (c) und (q).- 9.1.1 Die Indikatoren von (c).- 9.1.2 Indikatoren für (c) in zwei Arztgruppen.- 9.1.3 Selbsteinschätzung der Versicherten?.- 9.2 Die Schätzung des erweiterten Teilmodells für (c,q).- 9.3 Die Rückkehr zur ursprünglichen Spezifikation.- 9.4 Ein Vergleich zwischen UAMBX und UAMBT als Indikatoren von (c).- 9.5 Untersuchung einer homogeneren Teilstichprobe für (c) und (q).- 9.6 Eine abschliessende Würdigung des Teilmodells.- 10. Zusammenfassung und Ergebnisübersicht.- Namenregister.

Produktinformationen

Titel: Ein ökonomisches Modell des Arztverhaltens
Autor:
Vorwort von:
EAN: 9783540114895
ISBN: 978-3-540-11489-5
Format: Kartonierter Einband
Hersteller: Springer Berlin
Herausgeber: Springer Berlin Heidelberg
Genre: Volkswirtschaft
Anzahl Seiten: 395
Gewicht: 721g
Größe: B17mm
Jahr: 1982
Untertitel: Deutsch

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