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Das Eigene und das Fremde. Identitätskonstellation bei jungen Muslimen in Deutschland - Eine Filmanalyse von Burhan Qurbanis "Shahada"

  • Kartonierter Einband
  • 72 Seiten
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Beschreibung

Das vorliegende Buch ist eine Filminterpretation und beschäftigt sich mit der Analyse und Interpretation des von dem deutsch-afghanischen Regisseur Burhan Qurbani gedrehten Films "Shahada". Es geht um die Geschichten dreier Hauptfiguren: Sara, Ismail und Samir. Der Titel "Shahada", das Glaubensbekenntnis, bezieht sich auf die erste der fünf Säulen des Islam. Der Kern dieser Masterarbeit ist zum einen die Identitätskonstellation bei den drei Hauptprotagonisten. Zum anderen wird beantwortet, wie die Charaktere mit dem entstehenden Bruch zwischen dem Eigenen und dem Fremden umgehen und wie sie als junge Muslime ihre Interkulturalität leben.

Autorentext

Nahili Hajib, Jahrgang 1982, lebt und arbeitet als Deutschlehrer seit 2005 in Rabat. Sein Studium der Germanistik und Interkulturalität an der Universität Rabat schloss der Autor im Jahr 2013 mit dem akademischen Grad Master of Arts (M.A.) ab. Bereits während des Studiums beschäftigte er sich mit Interpretation und Analyse deutscher Filme, die literarische Themen wie Identität, das Eigene und das Fremde behandeln. Sein Interesse an solchen Themen und an Fatih Akins Filmen motivierte ihn, sich der Thematik des vorliegenden Buches zu widmen.



Leseprobe
Textprobe: II, Das zweite Kapitel: Analyse des Films: 2.1, Inhaltsangabe des Films "Shahada": Wie schon angedeutet, erzählt der Film "Shahada" drei Geschichten von drei jungen Muslimen in Deutschland. Diese Geschichten sind miteinander verknüpft und stellen das Alltagsleben der Hauptfiguren dar, die weder ein ganz muslimisch geprägtes noch ein ganz westliches Leben führen. Die Orte der Begegnung dieser Geschichten der Hauptfiguren sind die Moschee, die Diskothek, die Arbeitsorte und die Wohnung. Im Folgenden werden die drei Geschichten kurz dargestellt und im zweiten Kapitel werden sie bezüglich der Begrifflichkeiten Identität, das Eigene und das Fremde und Interkulturalität und der Hauptmerkmale der Protagonisten interpretiert. Am Anfang führt der Film den Zuschauer in eine Diskothek, wo Maryam und ihre Freundin zusammen tanzen und Bier trinken. Es geht um ein junges Mädchen, dessen Vater (Vedat) Imam in einer Moschee ist. Sie sieht wie ein lebenslustiges und westlich orientiertes Mädchen aus, das gut integriert ist und gerne mit ihrer Freundin ausgeht. Oft entstehen Missverständnisse zwischen dem Vater und seiner Tochter, die zu Auseinandersetzungen und Konflikten führen. Der Grund dafür liegt darin, dass sie ein freies und ganz westliches Alltagsleben führt. Wegen dieser schwierigen Beziehung informiert Maryam ihrem Vater nicht, dass sie von ihrem ehemaligen Freund ungewollt schwanger ist. Danach versucht Maryam eine Abtreibung durchzuführen, die erfolgreich war, aber die Blutung hört nicht auf. Infolgedessen beginnt sie sich nach und nach für den Islam zu interessieren und nimmt an dem Koranunterricht in Vedats Moschee mit anderen jungen Frauen teil. Ihr Interesse für den Islam hat sie aber allein zu einer strengen Religiosität geführt, was noch andere Konflikte sowohl mit ihrem Vater als auch mit den anderen Moschee-Besuchern verursacht hat. Durch eine starke Blutung wurde sie ins Krankenhaus gebracht. Dadurch erfährt ihr Vater, dass sie ungewollt schwanger war, zeigt aber ihr gegenüber seine Sorgen und Hilfsbereitschaft. In der nächsten Episode geht es um die jüngere Hauptfigur Samir (Sami im Film), der aus Nigeria kommt und mit seiner allleinerziehenden Mutter Amira (Yollette Thomas) zusammen lebt. Im Gegensatz zu Maryam scheint er von Anfang an gläubig zu sein. In seiner Freizeit besucht er zusammen mit seinem Freund Sinan den Koranunterricht an der Moschee von Maryams Vater Vedat. Beide arbeiten in einem Großmarkt, wo auch ein Freund von Sinan, Daniel (Sergej Moya) arbeitet. Dabei entwickelt sich eine Beziehung zwischen Daniel und Sami von Bekanntschaft und Freundschaft zu einer homosexuellen Beziehung, da Daniel schwul ist. Beide geraten in eine moralische Glaubenskrise: Samir kann als gläubiger Muslim seine Homosexualität nicht überwinden. Daniel scheint verliebt in Sami zu sein und verlangt von ihm das Selbe. Beide müssen sich entscheiden. Die dritte Episode ist Ismail (Carlo Ljubek), ein deutscher Polizist mit türkischer Herkunft. Er ist mit einer deutschen Frau Sarah (Anne Ratte-Polle) verheiratet und hat ein Kind. Ismails Geschichte beginnt mit seinem Treffen mit Leyla. Da entdeckt er, dass sie nicht nur keine Aufenthaltsgenehmigung hat, sondern auch illegal arbeitet und trotzdem bestraft er sie nicht. Von der Handlung des Films lernen wir aber, dass er vor drei Jahren einen gefährlichen Unfall verursacht hat, in dem sie ihr Kind verloren hat. Nach diesem Treffen fühlen sich beide schuldig: Ismail kommt nicht mehr mit diesem Unfall zurecht und versucht sich durch die Nähe mit Leyla zu trösten. Layla lehnt diese Nähe ab und glaubt, dass der Unfall eine Strafe Gottes war. Am Ende verlässt Ismail seine Frau Sarah und beginnt mit Leyla eine neue Beziehung. Nach dem Lesen der Geschichten von den drei Hauptfiguren ist festzustellen, dass die Figuren eine Glaubenskrise durchleben. Schließlich müssen die Protagonisten ihre moralischen Werte und Überzeugungen überdenken und den

Produktinformationen

Titel: Das Eigene und das Fremde. Identitätskonstellation bei jungen Muslimen in Deutschland - Eine Filmanalyse von Burhan Qurbanis "Shahada"
Untertitel: Masterarbeit
Autor:
EAN: 9783959930673
ISBN: 978-3-95993-067-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Bachelor + Master Publishing
Genre: Politikwissenschaft
Anzahl Seiten: 72
Gewicht: 132g
Größe: H221mm x B154mm x T10mm
Jahr: 2018