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Gebrochen in Raum und Zeit - Performanzen des Lichts im Dazwischen

  • Kartonierter Einband
  • 264 Seiten
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"Licht ist eine kraftgeladene Substanz, zu der wir eine primäre Verbindung haben" (James Turrell). In dieser primären Ve... Weiterlesen
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Beschreibung

"Licht ist eine kraftgeladene Substanz, zu der wir eine primäre Verbindung haben" (James Turrell). In dieser primären Verbindung begleitet und bewegt das Licht den Menschen seit allen Zeiten. Umso erstaunlicher ist, dass die unter performativen Vorzeichen stehende theaterwissenschaftliche Forschung dieses zentrale kulturelle und wirkungsästhetisch bedeutsame Phänomen jenseits von Semiotik und Technik weitgehend unbeachtet lässt. Was passiert, wenn Licht nichts beleuchtet, sondern nur eigene Präsenz ist, wenn wir pures Licht betrachten? James Turrells Lichtinstallationen spielen mit den Eigenheiten und der Macht des Lichts. Sie behandeln es als einzigen Inhalt und als eigenständige Größe. Es beleuchtet nichts, stellt nur sich selbst aus und offenbart dabei seinen schon von Grund auf performativen Charakter. Turrells Installationen vermögen es, unsere Wahrnehmung in ihren Grundfesten zu erschüttern, Räume und Zeiten ineinander stürzen zu lassen. Die Untersuchung von Turrells Lichtinstallation "Bridget's Bardo", der Langzeitbelichtungs-Theaterfotografien Jo Preusslers und Aljoscha Begrichs sowie der Inszenierung "Máquina Hamlet" der argentinischen Objekttheatergruppe El Periférico de Objetos führt zu der Erkenntnis, dass sich Licht in der Optik des Performativen zu scheinbar haptischem Material verdichtet, sich zu einer fast greifbaren Substanz materialisiert und dabei lebende Bilder hervorbringt. Gestützt auf das performative Licht entsteht so ein ganz neuer -theaterwissenschaftlicher - Bildbegriff, der unabgeschlossen ist und offen bleibt für den Prozess der Veränderung, für Überschreibungen und die subjektive Sichtweise, der zuvor Unsichtbares sichtbar macht. Ein performatives Bild.

Klappentext

"Licht ist eine kraftgeladene Substanz, zu der wir eine primäre Verbindung haben" (James Turrell). In dieser primären Verbindung begleitet und bewegt das Licht den Menschen seit allen Zeiten. Umso erstaunlicher ist, dass die unter performativen Vorzeichen stehende theaterwissenschaftliche Forschung dieses zentrale kulturelle und wirkungsästhetisch bedeutsame Phänomen jenseits von Semiotik und Technik weitgehend unbeachtet lässt. Was passiert, wenn Licht nichts beleuchtet, sondern nur eigene Präsenz ist, wenn wir pures Licht betrachten? James Turrells Lichtinstallationen spielen mit den Eigenheiten und der Macht des Lichts. Sie behandeln es als einzigen Inhalt und als eigenständige Größe. Es beleuchtet nichts, stellt nur sich selbst aus und offenbart dabei seinen schon von Grund auf performativen Charakter. Turrells Installationen vermögen es, unsere Wahrnehmung in ihren Grundfesten zu erschüttern, Räume und Zeiten ineinander stürzen zu lassen. Die Untersuchung von Turrells Lichtinstallation "Bridget's Bardo", der Langzeitbelichtungs-Theaterfotografien Jo Preusslers und Aljoscha Begrichs sowie der Inszenierung "Máquina Hamlet" der argentinischen Objekttheatergruppe El Periférico de Objetos führt zu der Erkenntnis, dass sich Licht in der Optik des Performativen zu scheinbar haptischem Material verdichtet, sich zu einer fast greifbaren Substanz materialisiert und dabei lebende Bilder hervorbringt. Gestützt auf das performative Licht entsteht so ein ganz neuer -theaterwissenschaftlicher - Bildbegriff, der unabgeschlossen ist und offen bleibt für den Prozess der Veränderung, für Überschreibungen und die subjektive Sichtweise, der zuvor Unsichtbares sichtbar macht. Ein performatives Bild.



Inhalt

1 EINLEITUNG 2 GESCHICHTE DES LICHTS IM THEATER 2.1 Das 16. und 17. Jahrhundert 2.2 Das 19. Jahrhundert - Richard Wagner 2.3 Avantgarde des 19. und 20. Jahrhunderts 2.3.1 Adolphe Appia 2.3.2 Edward Gordon Craig 2.3.3 Alfred Roller 2.4 Impressionismus 2.5 Expressionismus 2.6 Das 20. Jahrhundert 3 LICHT IN DER KUNSTGESCHICHTE: VOM GOLDGRUND ZUR IMMATERIALISATION 3.1 Das Bildlicht der mittelalterlichen Malerei 3.1.1 Ottonische Malerei 3.1.2 Romanische Malerei 3.1.3 Gotische Malerei 3.1.4 Malerei im 14. und 15. Jahrhundert 3.2 Malerei der Renaissance, des Manierismus und des Barock (15. bis 18. Jahrhundert) 3.2.1 Das Bildlicht im 15. Jahrhundert 3.2.2 Das Bildlicht im 16. Jahrhundert 3.2.3 Das Bildlicht im 17. Jahrhundert 3.2.4 Das Bildlicht im 18. Jahrhundert 3.3 Das Licht in der Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts 3.4 Gegenwart 3.5 Exkurs zu Farbe 3.6 Farbfeldmalerei 4 JAMES TURRELLS LICHTPERFORMANCE BRIDGET'S BARDO 4.1 Der Lichtkünstler James Turrell 4.1.1 Turrells Werk 4.1.1.1 Die Anfänge seiner Arbeit mit Licht 4.1.1.2 Single Wall Projections 4.1.1.3 Shallow Space Constructions 4.1.1.4 Wedgeworks 4.1.1.5 Ganzfeld-Arbeiten 4.1.2 Zu James Turrells Ansätzen und Absichten 4.2 Bridget's Bardo 4.2.1 Aufbau und Konstruktion der Lichtperformance 4.2.2 Erfahrungsbeschreibung 4.2.3 Licht als Performanz 4.2.3.1 Performance Bridget's Bardo 4.2.3.2 Performativität des Lichts 4.2.3.3 Performativität des Lichts in Bridget's Bardo 4.2.4 Wahrnehmung 4.2.4.1 Lichtbiologie 4.2.4.2 Wahrnehmung im Ganzfeld 4.2.4.3 Phänomenologie der Wahrnehmung - Merleau-Ponty 4.2.5 Räumlichkeit 4.2.5.1 Gehen in der Stadt 4.2.5.2 Spacing und Raumsynthese 4.2.5.3 Performative Räume 4.2.5.4 Licht im Stadtraum 4.2.5.5 Räumlichkeit in Bridget's Bardo 4.2.6 Zeitlichkeit 4.2.7 Exkurs: Im Rausch des Rituals? 4.2.8 Bildlichkeit 4.2.8.1 Lacans Diagramme 4.2.8.2 Tableaux Vivants - Lebendigkeit der Bilder 4.2.8.3 Theater und Bild 4.2.8.4 Was ist ein Bild? 4.2.8.5 Bildlichkeit in Bridget's Bardo 4.3 Zwischenstand 5 LANGZEITBELICHTUNGS-THEATER-FOTOGRAFIE - BILDWERDUNG DES LICHTS 5.1 Die Fotografien 5.1.1 Ulrike Maria Stuart von Nicolas Stemann - Eine Bildbeschreibung 5.1.2 Räumlichkeit 5.1.3 Zeitlichkeit 5.1.4 Bild-Wahrnehmung 5.2 Bildwerdung des Lichts im Foto - ein performativer Akt 5.2.1 Das Foto als Dokument 5.2.2 Das Foto als Bild 5.2.3 Nachträglichkeit der Licht-Schichtung 5.2.3.1 Nachträglichkeit in der Psychoanalyse 5.2.3.2 Nachträglichkeit in den Fotografien 5.2.4 Lebendigkeit der Nachträglichkeit als Tableau Vivant 5.3 Zwischenbelichtung 6 MÁQUINA HAMLET - EINE CULTURAL PERFORMANCE 6.1 Máquina Hamlet von El Periférico de Objetos 6.1.1 El Periférico de Objetos 6.1.2 Hamletmaschine 6.1.2.1 Heiner Müllers Text 6.1.3 Die Inszenierung durch El Periférico de Objetos 6.1.3.1 Bildbeschreibungen 6.2 Argentinische Geschichte - Geschichte des Körpers und der Unsichtbarkeit 6.2.1 Conquista 6.2.2 Patriotischer Diskurs im 19. Jahrhundert 6.2.3 Militärdiktaturen 6.2.4 Demokratie/Postautoritäres Argentinien 6.3 Dunkelheit von Vergangenheit - Erinnerung - Gedächtnis 6.3.1 Erinnerung in der Vergangenheit 6.3.2 Erinnerung in der Gegenwart 6.3.2.1 Schweigen - Geschichte - Identität 6.3.3 Der Diskurs der Postmoderne 6.4 Theater-Bilder des Erinnerns 6.4.1 Erinnerung in Máquina Hamlet 6.4.2 Im Licht der Erinnerung 6.4.3 Das Licht in Máquina Hamlet 6.4.3.1 Auswirkungen auf die Räumlichkeit 6.4.3.2 Auswirkungen auf die Zeitlichkeit 6.4.3.3 Wahrnehmung eines Lichtbilds - Dunkelkammer der Erinnerung 6.4.3.4 Bildlichkeit im Licht der Erinnerung 6.4.4 Licht und (kollektive) Erinnerung - Überschreibungen 6.5 Ge-Schichte(n) im Licht 7 ZUSAMMENFASSUNG & FAZIT 8 LITERATURVERZEICHNIS 9 VIDEOMATERIAL

Produktinformationen

Titel: Gebrochen in Raum und Zeit - Performanzen des Lichts im Dazwischen
Autor:
EAN: 9783828826588
ISBN: 978-3-8288-2658-8
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Tectum Verlag
Genre: Architektur
Anzahl Seiten: 264
Gewicht: 394g
Größe: H216mm x B149mm x T22mm
Jahr: 2011
Land: DE